Nach mehreren anstrengenden und prall gefüllten Lehrgängen verabschiedet sich das ÖFB-Team bis März in die Länderspielpause. Mit der Qualifikation zur WM 2022 in Katar und der EURO 2021 ist allerdings davon auszugehen, dass die besten österreichischen Spieler auch im kommenden Jahr an ihre Leistungsgrenzen kommen werden.


2020, oder auch als “Corona-Jahr” bezeichnet, scheint sich langsam dem Ende zu nähern. Diese Tatsache findet nicht nur bei den Österreicher*innen Anklang, sondern auch bei den Kickern des Nationalteams. Während sich die Einwohner unseres schönen Landes mit dem hoffentlich letzten Lockdown zurecht finden müssen, mit Aussicht auf baldige Zulassung von Corona-Impfungen, so können sich ebenfalls David Alaba, Xaver Schlager, Marcel Sabitzer und Co. auf das Ende des krisengebeutelten Jahres freuen. Viele einberufene Akteure klagen schon seit mehreren Wochen über die hohe Anzahl der Spiele nach der Sommerpause. Liga, Pokal, Europacup und dann noch drei Länderspiele pro Lehrgang. Selbst die Spieler mit der größten Lunge müssen hier ihren Tribut zollen. Zudem schwebt über ihnen noch die Wolke der Unzufriedenheit, da der Spielstil und die Leistungen zuletzt nicht ansehnlich genug waren.

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In knapp sechs Wochen läutet die ganze Welt das nächste Jahr am Silvesterabend ein, welches viele Chancen für das Team von Franco Foda birgt. Am 07. Dezember diesen Jahres werden die Gegner der Österreicher in Zürich für die WM Qualifikation ausgelost (Österreich im Topf 2). Im März startet dann die “Road to Qatar”, mit drei Spielen. Hier ist noch ausstehend, ob es drei Quali-Spiele sind oder auch eines davon ein Testspiel sein wird. Ende Mai lädt dann der Teamchef nach Bad Tatzmannsdorf zum Trainingslager ein, wo das ÖFB-Team zwei Vorbereitungsspiele absolviert, bevor es dann in Bukarest am 13. Juni mit dem Spiel gegen Nordmazedonien mit der EURO 2021 losgeht. Danach folgt im September erneut ein Drei-Spiele-Lehrgang, bevor dann im Oktober und November nur zwei Spiele auf dem Plan der österreichischen Auswahl stehen.

Was sagt uns das? Bis in den Oktober werden die hohe Anzahl der Länderspiele ähnlich fordernd sein, wie sie es im zweiten Halbjahr 2020 gewesen sind. Somit müssen auch unsere Kicker damit auskommen müssen, genauso wie der Rest der Nationalmannschaften. Einzig allein vier Lehrgänge gibt es für die Absolvierung von zehn Qualifikationsspielen Zeit, aufgrund der Erfindung der UEFA Nations League. Die Tatsache, dass nur die Gruppenersten fix nach Qatar zur WM 2022 anreisen erschwert das ganze noch. Die zehn Gruppenzweiten und die zwei besten Teams aus der Nations League, die nicht ohnedies qualifiziert sind, kämpfen dann um die restlichen drei Tickets für die größte Fußballveranstaltung der Welt. Aufgrund des guten Abschneidens in der UEFA Nations League Gruppe B1, hat die Nationalmannschaft gute Chancen, auch ohne Beendigung der WM Qualifikation auf Platz zwei, in das Play-Off zu gelangen.

Die beiden letzten Auftritte geben hier zurecht Grund zur Sorge, wenn man das teils schlaffe, ungenaue und unkonzentrierte Vorgehen betrachtet. Viele Fehlpässe, fehlende Zweikampfbereitschaft, Stellungsfehler, geringe Konzentration etc. prägten zuletzt das Auftreten. Gegen Nordirland und den B-Kader Norwegens sich dermaßen schwer zu tun, gibt Anlass, Veränderungen vorzunehmen, so auch Franco Foda nach dem Norwegen-Spiel. Denn mit einem Gegner aus dem Topf 1 werden zwei schwere Spiele gegen eine europäische Topmannschaft absolviert werden müssen oder dürfen. Spanien, Frankreich, Belgien und Co. sind dann um eine Hausnummer größer, als die vorhin erwähnten Kontrahenten. In einigen Spielen in diesem Jahr, zeigte die Foda-Elf dennoch phasenweise eindrucksvollen Fußball, der auch dem einen oder anderen Fußballfan außerhalb Österreichs imponierte. Jedoch fehlte das über weite Strecken in den Spielen im November. Gelingt es dem Team dennoch die Leistungskonstanz über volle 90 Minuten aufrecht zu erhalten, so muss man sich vor keinem verstecken, egal aus welchem Topf kommend.

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So auch bei der EURO 2021. Mit beherzter und konzentrierter Spielweise kann in der Gruppe mit Ukraine, Niederlande und Nordmazedonien durchaus der zweite Platz dabei rauskommen. Verfällt man allerdings in den “November-Kick”, so könnte man sich mit einem Arbeitssieg gegen Nordmazedonien ins Achtelfinale “wurschteln”. Davor müssten jedoch Niederlagen gegen Niederlande, Ukraine und dem Achtelfinal-Gegner eingesteckt werden. Ein Schicksal, welches, nach der Analyse der letzten beide Spiele, mit den richtigen Schlussfolgerungen, abgewendet werden könnte. Eine erfolgreiche EURO mit vollem Einsatz und Leidenschaft würde nicht nur für Freude unter der heimischen Fußballfans verbreiten, sondern sie könnte schließlich Aufwind geben, um sich nach der WM 1998 in Frankreich wieder einmal für die Endrunde einer Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Somit liegt es jetzt am Trainerteam, die richtigen Schlüsse zu ziehen, damit 2021 zu einem hervorragendem Jahr wird. Denn eines ist sicher und das weiß jeder Fußball-Laie in Österreich, die Qualität für eine erfolgreiche EURO 2021 und WM-Quali hat das ÖFB-Team auf alle Fälle.

 

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