Zum Abschluss unseres ÖFB-Teamcastings 2018 blicken wir auf eines der Problemfelder im Nationalteam, den Angriff. An vorderster Front befindet sich das österreichische Nationalteam seit Jahren auf der Suche nach treffsicheren Spielern. Mit Marc Janko hat man zwar einen verlässlichen Goalgetter parat gehabt – auch Martin Harnik war immer wieder für Tore gut – dahinter sah es jedoch zumeist recht düster aus. Und auch in der jetzigen Situation sind die Alternativen rar gesät. Während zwei Spieler unumstritten sein dürften bleibt dahinter viel Platz für junge Spieler, um den Sprung in die Auswahl von Teamchef Franco Foda zu schaffen.


Potential Startelf / Fixplatz Kader

Guido Burgstaller (28 Jahre, 14 Länderspiele)

Michael Gregoritsch ( 23 Jahre, 5 Länderspiele)

Groß war die Erleichterung bei Guido Burgstaller, als er beim 3:2-Sieg im Herbst gegen Serbien erstmals über einen eigenen Treffer im Nationalteam jubeln durfte. Der 28-Jährige ist bei Schalke Stammspieler und Torjäger Nummer eins. In der Form, in der er sich seit gut eineinhalb Jahren befindet, ist sein Platz im Kader unumstritten. Im Kampf um das Startelfticket hat er momentan wohl nur einen einzigen Konkurrenten.

Der Konkurrent heißt Michael Gregoritsch und fühlt sich nach seinem Wechsel nach Augsburg pudelwohl. Starke Leistungen am laufenden Band lassen Gregoritsch auch im Nationalteam zu einer ernsthaften Option für die Startelf werden. In Augsburg kommt der Linksfuß oftmals als Hängende Spitze zum Einsatz, was auch bei den Überlegungen von Franco Foda durchaus eine Rolle spielen sollte.

Kandidaten für Kaderplätze

Marc Janko (34 Jahre, 66 Länderspiele)

Deni Alar (28 Jahre, 1 Länderspiele)

Hannes Wolf (18 Jahre, 0 Länderspiele)

Ashley Barnes (28 Jahre, 0 Länderspiele)

Alexander Gorgon (29 Jahre, 0 Länderspiele)

66 Länderspiele, 28 Tore, Unmengen an Erfahrung. Marc Janko ist auch in Zukunft gewillt dem Nationalteam zu helfen. Franco Foda freut das und betonte wiederholt, dass der Lugano-Legionär weiterhin eine Rolle spielen wird. Zumindest was den Platz im Kader betrifft.

Der beste rot-weiß-rote Stürmer in der heimischen Bundesliga heißt Deni Alar und gab im Herbst 2017 sein Länderspieldebüt. Der Teamchef kennt Alar aus der gemeinsamen Zeit bei Sturm. Bei guten Leistungen in Graz wird er weiterhin seine Chancen im Nationalteam bekommen.

Eine der heißesten Zukunftsaktien ist Hannes Wolf. In seinem Alter ist wohl kein andere Offensivspieler so weit in der Entwicklung wie der Salzburg-Spieler. Zahlreiche Einsätze im Europacup beweisen, dass Marco Rose dem vielseitig einsetzbaren Youngster auch schon große Dinge zutraut. Regelmäßige Einberufungen ins Nationalteam im Jahr 2018 wären keine Überraschung.

Österreich hat nicht sehr viele Spieler, die regelmäßig in der Premier League treffen. Genauer gesagt zwei. Der eine ist sowieso unumstrittener Stammspieler im Team und der andere ist Ashley Barnes. Der Stürmer des FC Burnley ist laut Aussagen von Sportdirektor Peter Schöttel auch beim ÖFB „wieder“ ein Thema. Der Austro-Engländer kann sicher eine Alternative werden, eine Einberufung ist ob der fehlenden Staatsbürgerschaft aber noch in Ferne.

Mit seinen 29 Jahren zählt Alexander Gorgon zwar schon zu den routinierteren Spielern, seine Treffsicherheit ist aber ohne Zweifel vorhanden. Der ehemalige Austrianer ist höchstwahrscheinlich nicht die erste Alternative am Zettel vom Teamchef, mangels der Dichte an treffsicheren Stürmern sollte man den Rijeka-Legionär jedoch nicht völlig aus den Augen lassen.

Hoffnungsträger

Arnel Jakupovic (19 Jahre, 0 Länderspiele)

Oliver Filip (20 Jahre, 0 Länderspiele)

Alexander Schmidt (20 Jahre, 0 Länderspiele)

Nicolas Meister (18 Jahre, 0 Länderspiele)

Sasa Kalajdzic (18 Jahre, 0 Länderspiele)

Patrick Schmidt (18 Jahre, 0 Länderspiele)

U21-Nationalspieler Arnel Jakupovic beweist seit Jahren seinen Torriecher im Nachwuchsbereich. Sowohl auf Länderspielebene als auch bei seinem Engagements beim FC Middlesbrough und seit Kurzem bei Juventus Turin. Die Anlagen sind also durchaus vorhanden, der Sprung zum Profi ist jedoch noch nicht geglückt. Nach seinem Debüt in der Seria A für den FC Empoli gelang er dieses Jahr vorerst aufs Abstellgleis und wurde jetzt leihweise bei „Juve“ wieder im Nachwuchs geparkt. Jakupovic ist aber sicher einer der großen Hoffnungsträger, der in Zukunft für Tore im Nationalteam sorgen könnte.

UEFA Youth League-Sieger Oliver Filip tut sich nach seinem Wechsel von Salzburg zu Sturm noch ein wenig schwer, um in der Bundesliga richtig Fuß zu fassen. Dass jener Trainer, der ihn nach Graz geholt hat nun Teamchef ist, ist aber mit Sicherheit kein Nachteil.

Aus der diesjährigen starken Youth League-Mannschaft von Red Bull Salzburg stachen im Sturm Alexander Schmidt und Nicolas Meister hervor. Für die beiden Lieferinger geht es nun klubintern darum, sich wie Hannes Wolf in die Mannschaft von RBS zu spielen.

Bei der Admira läuft es heuer richtig gut. Ein Grund dafür sind einige stark aufspielende junge Österreicher zu denen auch Sasa Kalajdzic und Patrick Schmidt gehören. Die beiden 18-Jährigen werden voraussichtlich weiterhin in der U21-Nationalmannschaft bei Werner Gregoritsch eine Rolle spielen und dort erste Erfahrungen auf internationalem Parkett machen.

Die weiteren Mannschaftsteile im ÖFB-Teamcasting:

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