Österreichische Bundesliga

Salzburg, Sturm, Rapid & Co. – Der Bundesliga-Rückblick 2017/18

7. Platz - Austria Wien

Das hat man sich anders vorgestellt beim FK Austria Wien. Siebzehn Niederlagen gab es für den Rekordpokalsieger in der Liga, nächste Saison werden die Wiener nicht einmal international spielen.. Die Veilchen wollten mit dem FC Red Bull Salzburg um den Meistertitel mitspielen, am Ende erreicht der FAK nur Platz sieben in der Tabelle. Beim SK Rapid Wien verlieren die Wiener in der dritten Runde des ÖFB-Cup. Im August können sich die Veilchen für die Gruppenphase der UEFA Europa League qualifizieren, bis zum letzten Spieltag sind die Aufstiegschancen intakt. Ein 0:0 im letzten Gruppenspiel beendet allerdings die Träume der Austria.

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Umbruch im Sommer

Acht Spieler müssen die Veilchen im Sommer abgeben, unter anderem Torjäger Larry Kayode, Jens Styger Larsen und Marko Kvasina. Im Gegenzug verstärken sich die Wiener mit den Stürmern Christoph Monschein und Kevin Friesenbichler. Für mehr Stabilität in der Abwehr sollen Rückkehrer Florian Klein und Routinier Heiko Westermann sorgen.

Katastrophensaison endet auf Platz sieben

Der Saisonauftakt der Veilchen geht daneben. Die ersten beiden Spiele verliert die Austria, beim SCR Altach mit 0:3 und gegen den SK Sturm Graz mit 2:3. Ausgerechnet im Derby gegen Rapid holen sich die Violetten den ersten Punkt. Nach einem 0:2-Rückstand kann die Austria durch Tore von Dominik Prokop und Raphael Holzhauser das Spiel noch ausgleichen. Es folgen fünf Siege aus den nächsten sieben Spielen, die Austria klettert von Rang neun auf den dritten Platz.

Das zweite Saisonviertel verläuft weniger erfolgreich. Den Auftakt gegen Altach kann die Austria zwar gewinnen, Niederlagen gegen Sturm und Rapid stoppen den violetten Höhenflug. Ein 2:2 gegen den LASK lässt die Wiener wieder hoffen, doch es folgen zwei Niederlagen mit je drei Gegentoren in Folge. Der letzte Sieg im zweiten Abschnitt gelingt beim Wolfsberger AC, gegen die Kärtner gewinnt die Austria mit 2:1. Aus den folgenden drei Spielen holen die Wiener nur einen Punkt. Tiefpunkt ist die 0:1-Niederlage beim bis dahin sieglosen SKN St. Pölten. Zur Saisonhalbzeit belegen die Veilchen den fünften Platz und haben bereits fünf Punkte Rückstand auf Rang vier, der zur Qualifikation für die Europa League berechtigt.

Bevor es in die Winterpause geht unterliegt die Mannschaft von Thorsten Fink dem SCR Altach, gewinnt aber das letzte Spiel gegen Sturm Graz. Zu Beginn der Frühjahrssaison remisiert der FAK beim Erzrivalen Rapid, im Anschluss folgen drei Niederlagen in Folge. Nach der dritten Pleite wird Thorsten Fink entlassen, für ihn übernimmt sein Landsmann Thomas Letsch. Unter dem neuen Trainer scheint es wieder aufwärts zu gehen, die ersten zwei Spiele können die Wiener gewinnen. Zum Abschluss des dritten Viertels verlieren die Veilchen mit 0:5 beim FC Red Bull Salzburg, auf Platz vier hat der FAK bereits zehn Punkte Rückstand.

Von diesem Rückstand scheinen sich die Wiener gut zu erholen, die nächsten zwei Partien können sie wieder gewinnen. Von den nächsten sechs Spielen verlieren die Violetten fünf, nur gegen die Admira gelingt ein torloses Unentschieden. Schon nach dem 33. Spieltag steht fest, dass der FAK die internationalen Plätze nicht erreichen wird. Innerhalb weniger Tage verlieren die Wiener die Partien gegen den WAC und St. Pölten. Beide Mannschaften belegen die letzten Plätze in der Tabelle. Immerhin gelingt den Wienern am letzten Spieltag ein 4:0-Sieg gegen Meister Salzburg. In der Endtabelle erreicht der FAK nur den siebten Platz, auf die internationalen Plätze fehlen sieben Punkte.

Kurzer Auftritt im ÖFB-Cup

Im ÖFB-Cup gibt es für die Veilchen ebenfalls wenig zu feiern. In der ersten Runde tut man sich gegen den Regionalligist ASK Ebreichsdorf lange schwer. Nach torlosen 120 Minuten fällt die Entscheidung erst im Elfmeterschießen, das die Gäste aus Wien mit 4:3 für sich entscheiden. Es folgt ein 3:0 Auswärtssieg gegen Union Vöcklamarkt. In der dritten Runde ist dann allerdings Schluss. Im Heimspiel gegen den SK Rapid Wien unterliegt der Rekordpokalsieger dem Rekordmeister mit 1:2.

Internationaler Herbst

Im Spätsommer kann sich die Austria für die UEFA Europa League qualifizieren. Nach einem 2:1 auf Zypern gegen AEL Limassol und einem 0:0 in Wien zieht der FAK in die nächste Runde ein. Mit einem 2:1-Sieg in Kroatien und einer 0:1-Heimniederlage gegen NK Osijek zittern sich die Veilchen in die Gruppenphase der UEFA Europa League.

Zum Aufakt in der Gruppe D erlebt der FAK ein Debakel. Vor heimischem Publikum verliert man gegen den AC Milan mit 1:5. Den ersten Punkt kann man am zweiten Spieltag holen. Gegen AEK Athen drehen die Veilchen einen Rückstand und führen bis kurz vor Schluss mit 2:1. In der 90. Minute fällt allerdings der Ausgleich. Statt mit drei kommen die Wiener nur mit einem Punkt zurück aus Griechenland. Das Heimspiel am dritten Spieltag geht mit 1:3 verloren. Die Revanche für diese Niederlage gelingt den Veilchen im Rückspiel. In Rijeka gelingt der einzige Sieg in der Gruppenphase. Das Spiel in Kroatien kann die Mannschaft von Thorsten Fink mit 4:1 gewinnen.

Einen Rückschlag gibt beim Auswärtsspiel in Mailand. Obwohl die Wiener mit 1:0 führen kommt man gegen Milan erneut mit 1:5 unter die Räder. Trotz der mäßigen Punkteausbeute hat man am letzten Spieltag noch die Chance auf den Aufstieg in die Zwischenrunde. Dazu muss im Heimspiel gegen AEK Athen allerdings ein Sieg her. Die Partie endet allerdings mit 0:0, auch weil sich die Veilchen zu wenig gute Chancen erspielen. So sind es die Griechen, die neben dem AC Milan in die K.o. Runde aufsteigen.

Fazit

Im Sommer wartet viel Arbeit auf Trainer Thomas Letsch und die sportliche Führung der Austria. Mit Platz sieben in der Tabelle ist man weit von den eigenen Ansprüchen entfernt. Mit Raphael Holzhauser verlässt der beste Spieler des FAK den Verein. In der neuen Saison werden die Wiener versuchen wieder die internationalen Plätze zu erreichen, diese Spielzeit muss so schnell wie möglich abgehakt werden. Oft war der Mittelfeldakteur auf sich alleine gestellt, mit zehn Ligatore war er der treffsicherste Mann seines Teams. Acht Neuzugänge sind bereits fix, unter anderem werden Maximilian Sax, Thomas Ebner und Uros Matic das Team aus Favoriten verstärken. Ein kleiner Lichtblick könnte die Rückkehr in die heimische Generali Arena sein.

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Maximilian Werner

Maximilian WERNER
(Redaktion, Twitter-Betreuung)

Bei 12terMann seit: 07/2016

M: maximilian.werner@12termann.at
T: @maxii_werner

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