Gerade im Fußball stellt die Unvorhersehbarkeit eines Spielverlaufs eine große Herausforderung dar. Wenn das Match nicht nach Plan verläuft, liegt es in der Verantwortung der Spieler flexibel zu reagieren und ihre mentalen Fertigkeiten zu nutzen. Gerade in diesen Situationen ist ein starker Kopf der Schlüssel zum Erfolg.


Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Team A dominiert die ersten 70 Minuten eines Heimspiels, trotzdem führt Team B  aufgrund eines glücklichen Tores mit 0:1. In der 71. Minute fällt wie aus dem Nichts plötzlich das 0:2.

In solchen Situationen dominiert bei Teams mit mental schwachen Spielern vorwiegend die Wut über das ungerechte Ergebnis und der Zweifel an den noch möglichen Erfolg. Des Weiteren spiegelt die Körpersprache, wie sie sich innerlich fühlen. Ihre Selbstgespräche sind negativ und hinderlich. Ihr Konzentration geschwächt, dass die Gefahr besteht noch ein weiteres Gegentor zu bekommen. Ihre fehlende Entschlossenheit führt zu Passivität und schlussendlich zur Resignation.

Doch gerade jetzt liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen Spielers von Team A, in den letzten 20 Minuten noch an den Erfolg zu glauben, ihre bisherige Dominanz weiter auszubauen und bis zur letzten Sekunden zu kämpfen. Außerdem könnte Team A mögliche Konzentrationsfehler des Gegners nutzen, weil die Chance groß ist, dass die gegnerischen Spieler aufgrund der Führung einen Gang zurückschalten und gedanklich schon bei der Siegesfeier sind.

Wie würde nun Team A mit mental starken Spielern agieren? Jeder Spieler würde jegliche Zweifel beiseite schieben und sich innerlich mittels positiven Selbstanweisungen puschen. Zusätzlich würden sie auch ihre Kommunikation mit den Mitspielern verstärken, und sich gegenseitig aufbauen und motivieren. Sie würden bei Ballbesitz Verantwortung übernehmen, aktiv sein und sich freilaufen. Ihre Körpersprache würde Stärke und Zuversicht ausstrahlen. Sie würden noch entschlossener als zuvor agieren, was sich positiv im Zweikampfverhalten und in der Laufleistung auswirkt. Sie wären vollkommen fokussiert und bereit, jeden Fehler des Gegners für sich auszunutzen.

Jede Handlung in diesem Match wird von einem mentalen Prozess begleitet. Es liegt nun an jedem einzelnen Spieler, ob er diesen Prozess bewusst beeinflusst oder ihren Verlauf dem Zufall überlässt.

Ganz egal wie das Spiel nun ausgeht, ob es noch zu einem Unentschieden oder einem Sieg reicht, oder ob schlussendlich, trotz  Dominanz und Glaube an den Sieg, das Match verloren geht.  Aus Sicht der Zuseher werden die Spieler trotzdem gefeiert, weil sie sich nicht hängen ließen und bis zum Schlusspfiff alles erdenkliche heraus holten. Auch bei einer Niederlage können sie auf ihre Leistung stolz sein und müssen sich nichts vorwerfen.

Leider sehen wir in der Fußballrealität sehr selten solche, im Kollektiv, mental starken Mannschaften. Warum? Ganz einfach, weil bei 11 Spielern am Platz nur einige wenige sich diese mentalen Fertigkeiten erarbeitet haben und dann in diesen entscheidenden Situationen auch umsetzen können. Ich sage ganz bewusst, „erarbeitet haben“, weil mentale Stärke nicht angeboren ist und gezielt trainiert werden muss, so wie jeder andere Muskel im Körper auch.

Auch Ralf Rangnick sieht im Fußball die größten Entwicklungsmöglichkeiten auf mentaler Ebene. Im athletischen Bereich gehe es lediglich mehr um marginale Fortschritte. Viel wichtiger sei es, „unter Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen und präzise zu agieren“.

In meiner Arbeit als Mentalcoach unterstütze ich Einzelspieler sowie Teams, ihre mentalen Fertigkeiten zu optimieren. Das führt schlussendlich zu einer Leistungssteigerung im Match.   

Bei Fragen dazu stehe ich gerne zur Verfügung.

Be strong,

Wolfgang

MANA4YOU
Wolfgang Seidl, MBA
Akademischer Mentalcoach
Dipl. Lebens- und Sozialberater
HeartMath Coach®
Mentalcoach von IRONMAN Austria und von erfolgreichen SportlerInnen

mind@mana4you.at
www.mana4you.at

 

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