Mental-Coaching

Mentalcoach – Fehlende mentale Fertigkeiten beim SK Sturm Graz?

Nach der 1:2 Heimniederlage gegen den SCR Altach möchte ich auf ein paar Aussagen von Trainer El Maestro eingehen und mögliche mentale Ursachen ausfindig machen. Vorab anzumerken ist, dass der SK Sturm Graz mit keinem fix installierten Mentalcoach oder Sportpsychologen zusammen arbeitet. Das hat mir der Verein bei meiner Recherche zu diesem Beitrag bestätigt.

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#1  El Maestro: „Wir haben einfach nicht ins Spiel hineingefunden“

Im Spitzensport ist es üblich, dass sich Sportler & Mannschaften individuelle Routinen erarbeiten, die sie dabei unterstützen vor dem Wettkampf in ihre Zone der optimalen Leistungsfähigkeit einzutreten. Befindet sich der Athlet in diesem Zustand, dann gelingt es ihm, seine Fähigkeiten von Beginn an, optimal zu nutzen.
Aus meiner Sicht wird die Kraft solcher Routinen von den Spielern und der Mannschaft des SK Sturm Graz nicht genutzt.
Wir müssen wissen, jede Handlung wird immer von einem mentalen Prozess begleitet. In meiner mentalen Arbeit mit Fußballern arbeite ich mit den Spielern daran, dass sie diesen Prozess BEWUSST beeinflussen und ihren Verlauf nicht dem Zufall überlassen.

 

#2  El Maestro: „Wir bringen keine Konstanz zustande. Wir spielen drei Wochen gut, dann kommt wieder der Rückschlag“

Dass die fußballerische Qualität bei den Spielern des SK Sturm Graz stimmt, haben sie in der diesjährigen Saison schon des Öfteren bewiesen. Die Spieler werden sportwissenschaftlich begleitet, d.h. auch die körperliche Fitness sollte passen. Jetzt bleibt die „MENTALE Komponente“ übrig, die wie von Vereinsseite bestätigt wurde, nicht regelmäßig und nachhaltig trainiert wird.  Das erklärt uns auch, warum keine Konstanz da ist. Hätten die Spieler diese mentale STÄRKE, dann können sie auch unter herausfordernden Situationen ihre spielerischen Fähigkeiten abrufen und würden regelmäßig konstante Leistungen bringen. Zu dieser Regelmäßigkeit zählt für mich auch das ständige reflektieren der eigenen Leistung. Leider bietet hier der Verein ihren Spielern zu wenig Unterstützung.

 

#3  El Maestro: „Uns fehlen Führungsspieler“

Die mentale Arbeit unterstützt die Spieler ihre eigenen Stärken zu fördern und ihnen mentale Werkzeuge in die Hand zu geben, um auf dem Platz die bestmögliche Leistung abzurufen und gleichzeitig auch die Teamkollegen positiv zu coachen, zu motivieren und sie zu unterstützen.
Auch hier verabsäumt es der SK Sturm Graz, seine Spieler individuell zu fördern. Gerade in herausfordernden Situationen, müssen Spieler am Platz stehen, die Verantwortung übernehmen und voran gehen. Wenn wir auf Punkt #1 von El Maestro eingehen – wir haben nicht ins Spiel gefunden– dann ist gerade hier jeder einzelne Spieler gefragt dieses zu erkennen und wie oben beschrieben den Prozess BEWUSST zu beeinflussen. Solche grundlegenden Dinge, lernen in meinen Coachings schon Nachwuchsspieler. Warum beherrschen die Profis des SK Sturm Graz solche Aufgaben nicht?

 

Neben diesen genannten Fakten, gibt es noch viele weitere mentale Fertigkeiten, die auch Profis trainieren sollten, um leistungsmäßig nicht stehen zu bleiben, sondern sich ständig weiter zu entwickeln.

 

Wenn schon die Vereinsverantwortlichen nicht die WICHTIGKEIT der mentalen Komponente erkannt haben, so sollten zumindest die Spieler Verantwortung übernehmen und sich qualifizierte Mentalcoaches/Sportpsychologen, die bereits Erfahrung mit Fußball haben, suchen und individuelle an ihren mentalen Fertigkeiten arbeiten.

Be strong,

Wolfgang

MANA4YOU
Wolfgang Seidl, MBA
Akademischer Mentalcoach
Dipl. Lebens- und Sozialberater
HeartMath Coach®
Mentalcoach von IRONMAN Austria und von erfolgreichen SportlerInnen

mind@mana4you.at
www.mana4you.at

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Matthias Riemer

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Matthias Riemer
(Redaktionsleitung/Frauenfußball)

Bei 12terMann seit: 12/2013

M: matthias.riemer@12termann.at

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