Nur wenig verbindendes werden die Anhänger von Sturm Graz mit ihren Konkurrenten vom GAK teilen können, eine dieser wenigen Ausnahmen dürfte jedoch die Freude über den 16.Mai sein.  So sicherte sich sowohl der SK Sturm als auch dessen Stadtrivale aus Weinzödl an diesem Tag einen Cuptitel.


Es waren die glänzenden Jahre für den heute eher verblassten GAK. Anfang der 2000er Jahre wurden die Rothemden nicht nur die Nummer eins in der Steiermark, sondern sorgten auch über die Bundesländergrenzen hinaus für Begeisterung. Der erste Cuptitel des neuen Millenium war schließlich die Belohnung einer starken Saison für den GAK. Mit Werner Gregoritsch auf der Trainerbank wurde an jenem 16. Mai 2000 eine aufstrebende Salzburger Mannschaft in einem wahren Krimi in die Knie gezwungen. Der Krimi hätte jedoch wahrlich nicht sein müssen, führten die Grazer nach 34. Minuten nicht bereits mit 2:0. “WIr waren 2:0 vorne, hatten alles im Griff. Und dann verschießt der Kulovits den ersten Elfer. Ich dachte nur typisch Burgenländer. Das kann doch nicht wahr sein”, erzählte Gregoritsch nach der Achterbahnfahrt der Gefühle zum Cuptitel. Das es zur lustigen Anektode kam, war ein Treffern von Szewczyk und Aufhauser geschuldet, die das Spiel auf der Anzeigetafel wieder ausgleichen konnten. Im Elfmeterschießen jubelden aber letzlich erst die Grazer vor 9.200 Zuseher im Ernst-Happel-Stadion. Vier mal bezwangen die Roten Salzburg-Keeper Safar. Almer musste sich nur dreimal geschlagen geben vom Punkt und so war der Titel perfekt. EIn Moment Fußballgeschichte in rot-weiß.

Zehn Jahre nach dem Triumph vom mittlerweile zwangsabgestiegenen GAK folgte der Triumph vom SK Sturm. 25.000 Anhänger pilgerten am 16. Mai 2010 in die Wörtherseearena in Klagenfurt und verwandelten die Kärntner Landeshauptstadt in ein schwarz-weißes Fahnenmeer. Lange taten sich die Grazer schwer gegen die Mannschaft von Peter Schöttel aus Wiener Neustadt zu einem nennenswerten Erfolg zu kommen und so verstrich Minute um Minute ohne ein Änderung des lauen 0:0. Als die meisten in Klagenfurt bereits mit einer Verlängerung gerechnet haben, schraubte sich Klemen Lavric nach idealer Vorlage von Mario Haas in der 81. Spielminute im gegnerischen Strafraum hoch und köpfelte ideal gegen die Laufrichtung von Wiener-Neustadt-Keeper Fornezzi. Der damalige Sturm-Kapitän Mario Kienzl erinnert sich heute noch in der Kleinen Zeitung zurück: “DIe Bilder sind noch alle präsent. Dass aus dem Ortsschild Klagenfurt Grazer wurde genauso wie die wackelnde Leinwand auf der bebenden Tribüne.” Am Ende hielt die 1:0-Fürhung und der SK Sturm durfte zehn Jahre nach dem Stadtrivalen ebenfalls über den Cup-Triumph jubeln. Ein Jahr danach setzt der SK Sturm noch einen drauf und bejubelte die Meisterschaft in der österreichischen Bundesliga.

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