Leopold Stastny trainierte von 1968 bis 1975 die österreichische Nationalmannschaft. Der gebürtige Slowake war der erste Nicht-Österreicher als Teamchef und verhalf unter anderem Herbert Prohaska zu seinem Debüt im Nationalteam. In der Öffentlichkeit eher als mürrisch und griesgrämig verschrien, war der Teamchef eigentlich das genaue Gegenteil.

Titelbild Credits: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Whoopee_cushion.jpg


Der Teamchef legte großen Wert auf Humor und gute Stimmung. Am Naschmarkt hatte er ein Geschäft entdeckt, das auch Scherzartikel führte. Stastny entwickelte sich bald zu einem guten Kunden. Semmeln aus Gummi, gegen die er beim Buffet das echte Gebäck austauschte, oder Zündholzschachteln, die einem beim Öffnen einen Schlag verpassten, waren nur einige seiner Aktionen. Ganz besonders hatten es ihm die Schoasblodern, heute als Furzkissen bekannt, angetan. 

Beim Flug zu Auswärtsspielen oder bei gemeinsamen Restaurant- oder Kinobesuchen brachte er so manchen Spieler mit seinem reichhaltigen Sortiment an Furzkissen in eine peinliche Situation und amüsierte sich köstlich darüber. Nicht einmal das Theater an der Wien war vor seinen Aktionen sicher. Als das Team gemeinsam ein Musical besuchte, beauftragte der Teamchef seine Spieler, ihren Nachbarn die Schoasblodern auf die Sitze zu legen. Die Geräuschkulisse war dementsprechend. Zu allem Überfluss fragte Kapitän Gerhard Sturmberger zwei verdutzte Theaterbesucher mit todernster Miene: „Muss das sein? Können Sie sich nicht beherrschen? Wir sind ja hier im Theater!“ Stastny brauchte ein großes Taschentuch, um seine Lachtränen zu trocknen.

Quelle: Rot-weiß-rote Fußball „Wuchteln“ von Herbert Feurer und Peter Linden

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