RasenBallsport Leipzig – Rasenschach für Finanzspekulanten oder ein ehrliches Projekt

Mit einer neuen Rubrik wollen wir ab kommender Woche die Dienstleistung für unsere Fans noch ein wenig verbessern. Dabei soll eine Art „Aufstiegstagebuch“ des doch sehr interessanten Klubs im deutschen Osten entstehen.

Nun könnte man behaupten, nicht jeder Club aus Buxtehude in der 4. Liga ist für eine breite Masse interessant. Das Projekt „RasenBallsport“ für uns Österreicher aber aus mehrerlei Hinsicht jedoch schon.

Um ehrlich zu sein: Trotz aller Berührungsängste eingefleischter Fußballfans mit kapitalstarken Retortenclubs sind wir doch immer stolz, wenn ein bisschen Österreich in Deutschland mitmischt und den Fußball dort vielleicht sogar aufmischt. Und nachdem bei Red Bull in der Fomel Eins die österreichische Hymne zu hören ist, „gehört“ uns Österreichern auch ein wenig der 4. Liga Club aus Leipzig.

Doch nicht nur die Besitzverhältnisse spiegeln diese Tatsache wieder, es gibt einen österreichischen Trainer, mehrere österreichische Spieler (und dass werden tendentiell mehr als weniger werden) und Österreicher im Management. Der Verfasser durfte einmal ein anderes, aber sehr ähnliches Projekt im Zuge eines Workshops ganz hautnah erleben, und war von der Zielstrebigkeit und Professionalität ganz „verhoppt“. Gut, die TSG war damals schon in der zweiten Liga und musste „nur“ mehr eine Hürde nehmen. Dies war aber generalstabsmäßig geplant.

Ein ähnliches Gefühl überkommt uns auch beim Projekt RasenBallsport. Alleine die Tatsache, die Vermarktungsrechte in der deutschen Bundesliga mit der Abkürzung von „RasenBallsport“ charmant zu umgehen macht deutlich, dass sich hier jemand etwas dabei gedacht hat.

Wir werden in dieser Rubrik also beobachten, ob Geld wirklich Tore schießen kann („pling“ fünf Euro ins Phrasenschwein), das Projekt ehrlich gemeint ist und vor allem, wie sich die Österreicher dabei schlagen werden. Nächste Woche geht die 4. Liga wieder weiter und wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf Eure Meinungen und Reaktionen.

 

Geschichte

Der Verein „RasenBallsport Leipzig e. V.“ wurde am 19. Mai 2009 gegründet und übernahm vom SSV Makranstädt das Startrecht für die Oberliga. Der Verein schaffte bereits in der ersten Saision (2009/2010) den Aufstieg in die Regionalliga Nord.

Anfang 2010 entschied sich Dietrich Mateschitz, statt dem FC Red Bull Salzburg künftig RB Leipzig als primäres Projekt im Fußballengagement des Konzerns zu forcieren und installierte Dietmar Beiersdorfer als Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten. Dieser tauschte darauf hin als eine der ersten Amtshandlungen das Trainerteam, den Sportdirektor und einige Spieler aus.

Im Juni 2010 wurde die neue Heimstätte des RB Leipzig, die Red Bull Arena mit einem Fassungsvermögen von 44.345 Zuschauern, bei einem Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04 eingeweiht (Endstand 1:2 für Schalke).

Nach dem verpassten Aufstieg in der Saison 2010/2011 wurde im Mai Peter Pacult als neuer Trainer von RB Leipzig verpflichtet. Derzeit befindet sich der Verein in der Regionalliga Nord nach 18. Spieltagen auf Platz 1. Im Wintertransferfenster wurden zudem mit Roman Wallner und Niklas Hohenender zwei Österreicher verpflichtet.

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