Die Saison neigt sich wieder dem Ende zu und viele Verträge enden. Auch einige österreichische Legionäre bekommen vielleicht noch einen neuen Vertrag oder sind mehr oder weniger gezwungen sich einen neuen Verein zu suchen. Wir haben uns die „Betroffenen“ für euch angesehen und von Nationalteamspielern bis hin zu richtigen „Exoten“ sind alle vertreten.

Marc Janko

Nach zwei erfolgreichen Jahren von Marc Janko beim FC Basel wird sein Vertrag aus vereinspolitischen Gründen nicht verlängert. In 61 Einsätzen für den FCB konnte er 32 Tore erzielen. Den Torriecher hat unsere „Strafraumkobra“ sicher nicht verloren. Jedoch wo geht es hin? Marc hat schon mit Teamchef Marcel Koller Rücksprache gehalten und wird sich in näherer Zukunft entscheiden. „Absolut alles ist denkbar, auch ein Verein außerhalb Europas“, sagt Janko und meint auch, dass „die Entscheidung gemeinsam mit seiner Familie fallen wird. Denn das wird jetzt immer wichtiger.“ Er hat sicher einige Möglichkeiten: China, USA, vielleicht auch eine Rückkehr nach Österreich? Wir warten und freuen uns schon wenn Marc wieder auf Torjagd gehen kann.

Florian Klein

Im Sommer 2014 wechselte er von Salzburg zum VfB Stuttgart und war in der ersten Liga eigentlich als Stammspieler gesetzt. Nach dem Abstieg in die 2. deutsche Bundesliga verlor er seinen Stammplatz bei den „Schwaben“ und sein auslaufender Vertrag wurde auch nicht verlängert. Somit ist auch Florian Klein auf Vereinssuche. Jedoch interessiert sich schon ein Klub für Klein und dieser lud ihn auch schon zu Vertragsgesprächen ein. Der Klub ist der israelische Verein Maccabi Haifa. Eine Rückkehr zum LASK wäre somit vom Tisch. In Haifa würde er auf ehemalige Ö-Buli-Kicker treffen. Omer Damari (Red Bull Salzburg, Austria Wien) und Roi Kehat (Austria Wien) stehen derzeit bei Maccabi unter Vertrag. 

Heinz Lindner

In Frankfurt wollte es einfach nicht so richtig funktionieren. Heinz Lindner kam einfach nicht an Lukas Hradecky vorbei und musste sich mit der Nummer 2 begnügen. Trotz des starken Konkurrenten durfte er heuer sein Liga-Debüt feiern und machte eine mehr als anspruchsvolle Figur. Wie es jetzt endgültig für Lindner weitergeht, steht noch in den Sternen, denn Hradecky ist wechselwillig. Die Chance ist also noch da, aber diese ist eher gering einzuschätzen. Wo Lindner landen könnte, ist noch nicht klar. Der neue Verein und die dortigen Einsatzminuten werden natürlich auch eine Auswirkung auf das Nationalteam haben. Denn dort hat er mit Robert Almer und Andreas Lukse zwei starke Konkurrenten um das „Einserleiberl.“ 

Lukas Hinterseer

In seinen letzten fünf Spielen kam der Tiroler insgesamt nur 32 Minuten zum Einsatz. Der Vertrag des ersten Torschützen der Ingolstädter in der deutschen Bundesliga läuft Sommer 2017 aus und es schaut schlecht aus, dass Lukas Hinterseer einen neuen Vertrag bekommt. Jedoch ist dies wahrscheinlich auch noch abhängig davon, ob Ingolstadt absteigt oder nicht. Wo es hingehen könnte, ist auch nicht klar. In der zweiten deutschen Bundesliga gäbe es wahrscheinlich zahlreiche Vereine, bei denen er zeigen könnte, was in ihm steckt.

Robert Zulj

Robert Zulj gehört schon seit letzter Saison zum absoluten Stammpersonal von Greuther Fürth und eine heiße Aktie für den kommenden Sommer. Sein Vertrag endet im Juli und somit ist er ablösefrei zu haben. Statistik: 21 Spiele. Fünf Tore. Vier Assists. Interessenten? Der englische Premier League-Klub FC Everton und der Bundesliga-Klub 1. FSV Mainz 05. 

Erwin „Jimmy“ Hoffer

Die Zeiten als der SSC Neapel fünf Millionen Euro für den flinken Stürmer zahlte sind vorbei. „Jimmy“ spielte diese Saison für den Karlsruher SC. In seinen 23 Einsätzen konnte der Niederösterreicher zwei Tore erzielen und drei weitere vorbereiten. Nach dem Abstieg vom KSC in die dritte Liga wird Jimmys Vertrag höchstwahrscheinlich nicht verlängert. Heißt es für Hoffer dann zurück zum Ursprung? Rapid Wien wäre ein möglicher Abnehmer. Aber auch ein weiteres Abenteuer in Deutschland wäre denkbar. 

Christian Gartner

Im letzten Spiel gegen Erzgebirge Aue noch den Siegestreffer erzielt, muss er gleich darauf schon seinen Platz räumen. Christian Gartner muss Fortuna Düsseldorf nach vier Jahren verlassen. Durch dauerhafte Verletzungen wurde er in seiner Entwicklung immer wieder gestoppt, konnte sich aber immer wieder in die Startelf kämpfen. Die Leistungen waren auch in dieser Saison wieder solide. In seinen 16 Liga-Einsätzen konnte er zwei Tore erzielen. Gartner hat Qualitäten und das weiß er auch. Qualitäten, mit denen er allemal weiterhin in der zweiten deutschen Bundesliga aufspielen könnte. Aber vielleicht will er auch etwas Neues sehen. 

Daniel Bachmann

Der ehemalige Keeper der U21 hat keinen leichten Stand bei Stoke City. Bei den „Potters“ ist er nur die vierte Wahl und Einsatzzeit ist gleich Null. Vor kurzem wurde auch noch bekannt, dass sein Vertrag bei Stoke nicht verlängert wird. Wohin zieht es Daniel Bachmann dann? Die Championship wäre eine mögliche Destination. Vielleicht auch nach Schottland oder gar nach Deutschland? Er wird auf jeden Fall seinen Weg machen, denn sein Potential ist noch lange nicht ausgeschöpft und Talent kann ihm auch nicht abgesprochen werden.

Emanuel Pogatetz

Wie geht es mit unserem „Mad Dog“ weiter? Sein Vertrag bei Union Berlin wird nicht verlängert. Vielleicht beehrt uns „Pogerl“ wieder in Österreich. Geht es zurück zu seinem Jugendverein Sturm Graz? Oder startet der Wandervogel noch einmal in ein neues Abenteuer? Es kann aber auch sein, dass er seine Schuhe schon an den Nagel hängt. Vielleicht gibt es auch ein emotionales Wiedersehen mit dem GAK. Alles ist möglich aber nix ist fix. „Pogerl“ wir wünschen dir jetzt schon mal alles Gute.

Michael Liendl

Die Saison von Michael Liendl verlief etwas fragwürdig. Der Topscorer der „Löwen“ stand einige Male nicht im Kader bzw. kam nur für ein paar Minuten zum Einsatz. In den letzten drei Spielen stand er dann wieder von Beginn an in der Startelf und durfte zweimal sogar die Kapitänsbinde tragen. Außerdem kann es passieren, dass die „Löwen“ auch noch in die dritte Liga absteigen könnten. Die Relegationsspiele gegen den SSV Jahn Regensburg müssen noch absolviert werden. Wenn die Münchner absteigen, ist es auch noch nicht klar wie es mit Liendl weitergeht. Mögliche Destinationen sind Deutschland, Amerika sogar China wurde einmal genannt. Mit Austria Wien, Sturm Graz und LASK Linz sind auch heimische Vereine am Grazer interessiert.

Thomas Prager

Das kommt jetzt aus der Kategorie „Was wurde eigentlich aus?“ Thomas Prager steht derzeit beim zypriotischen Zweitligisten Enosis Neon Paralimni unter Vertrag. Die Saison beendete Enosis auf dem sechsten Platz und somit müssen sie eine weitere Saison zweitklassig verbringen. Ob Prager nächste Saison auch wieder dabei sein wird, ist noch unklar. Die Option auf ein weiteres Jahr ist im Vertrag gegeben. Fraglich ob sie gezogen wird. Falls nicht, ist bei der Wiener Viktoria sicher wieder ein Platz für ihn frei.

Emir Dilaver

Auch der Vertrag des Ferencvaros-Rechtsverteidigers Emir Dilaver läuft aus. Dilaver mauserte sich in dieser Saison zum richtigen Defensiv-Allrounder. Er kam schon in der Innenverteidigung, als Rechtsverteidiger sowie auch im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Außerdem kam er auf 28 Einsätze in der bisherigen Saison in denen er zwei Tore und drei Assist verzeichnen konnte. Die Chancen auf eine Vertragsverlängerung stehen also nicht so schlecht. 

Muhammed Ildiz

Der ehemalige Rapid Wien- und Wacker Innsbruck-Kicker steht derzeit bei Gaziantepspor in der Süper Liga unter Vertrag. Am Beginn der Saison kam Muhammed Ildiz noch regelmäßig zum Einsatz und konnte sogar zwei Tore vorbereiten. Aber eine Verletzung Ende März warf ihn leider erheblich zurück und er stand nicht einmal im Kader. Außerdem befindet sich Gaziantepspor gerade mitten im Abstiegskampf. Somit ist es noch unklar wie es für Muhammed weitergehen wird.

Pirmin Strasser

So jetzt wirds exotisch. Nach dem freiwilligen Abstieg von Grödig versuchte Pirmin Strasser sein Glück in Neuseeland. Dort heuerte er bei Waitakere United an. In der Stirling Sports Premiership kam er auf 17 Einsätze. „Ich bereue nicht, den Schritt hierher gemacht zu haben. Anfangs war ich skeptisch, aber meine Lebensgefährtin Christiane hat mich überzeugt“, erzählte Strasser den Salzburger Nachrichten im Dezember. Vielleicht geht das Abenteuer für Strasser ja noch ein weiteres Jahr weiter. 

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