Drei Spiele, drei Siege und eine Tordifferenz vom 14:1. Das Länderspieljahr des neuen U21-Jahrgangs lässt sich genauso wie die talentierte Kaderliste lesen. Jetzt wird’s für die Elf von Werner Gregoritsch erstmals Ernst. Am Abend steht in Ried mit dem Heimspiel gegen Estland der Start in die Qualifikation für die U21-EM 2023 an. 


Noch am Sonntag ist die diesjährige U21-EM mit dem 1:0-Finalsieg Deutschlands über Portugal zu Ende gegangen. Österreich war heuer nicht dabei, das soll sich in zwei Jahren ändern 

Quelle: ÖFB MediaInfo 95/2021  
Drei Siege aus drei Partien – die Bilanz des U21-Nationalteams (JG 2000) ist makellos. Nach drei freundschaftlichen Länderspielen wartet nun auf die Auswahl von Teamchef Werner Gregoritsch die erste Hürde auf dem Weg zur UEFA U21 EURO 2023.

Zum Auftakt der EURO-Quali ist am morgigen Dienstag (19:10 Uhr, live ORF Sport+) im vom UNIQA präsentierten Duell Estland zu Gast in der josko ARENA in Ried.

Der Teamchef kennt die Ausgangslage vor der Partie: “Ich denke schon, dass wir als Favorit in die Partie gehen. Wir wissen, dass wir viel Qualität haben, werden aber sicher nicht den Fehler machen, die Esten zu unterschätzen. Für meine Mannschaft wird es wichtig sein, dass sie die guten Leistungen der bisherigen Spiele auch jetzt, wenn es zählt, abruft.”

Während des Spiels werde es besonders darauf ankommen, Geduld zu beweisen und mit viel Tempo den Weg in Richtung gegnerisches Tor zu suchen, so Gregoritsch weiter.

Kapitän Flavius Daniliuc stimmt dem Teamchef zu: “Estland wird vermutlich tief stehen, warten was wir machen und dann versuchen schnell umzuschalten. Darauf müssen wir vorbereitet sein und in der Offensive einfach durch unsere Qualität Chancen kreieren. Die Klasse dazu haben wird.”

Beim Sieg gegen die Slowakei bildeten Romano Schmid, Yusuf Demir und Junior Adamu die ÖFB-Offensive. “Ich glaube, dass es vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut funktioniert hat, das Verständnis und die Abstimmung hat gepasst. Egal wer gegen Estland dann schlussendlich vom Teamchef aufgestellt wird, wir haben viel Qualität und unser Ziel ist ganz klar, die Partie zu gewinnen”, so Bremen-Legionär Romano Schmid.

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Nach den bisherigen Auftritten ist die öffentliche Erwartungshaltung an das U21-Team gestiegen. Werner Gregoritsch will das nicht überbewerten: “Wir müssen geerdet bleiben, wir haben noch nichts erreicht. Aber, und das sage ich bereits seit Beginn dieses neuen Teams, mit diesen Spielern ist sehr viel möglich. Jetzt liegt der volle Fokus darauf, dass wir gegen Estland einen guten Start in die Qualifikation hinlegen. Unsere Gruppe ist sehr ausgeglichen, jeder Ausrutscher wird bestraft.”

Verzichten muss der Teamchef auf Emanuel Aiwu, Tobias Anselm und Franz Stolz, die das U21-Teamcamp bereits nach dem Slowakei-Match verlassen haben. Dafür stießen mit Lion Schuster, Oliver Strunz und Lukas Gütlbauer drei mögliche Debütanten zum Team.

Bisher gab es erst zwei Duelle zwischen einer österreichischen und einer estnischen U21. Beide Spiele fanden im Rahmen der Qualifikation zur UEFA U21 EURO 1998 statt. Die ÖFB-Talente gewannen damals beide Spiele (7:1, 1:0).

Der U21-Kader für die Spiele gegen Estland:

TOR: GÜTLBAUER Lukas (SV Guntamatic Ried), HEDL Niklas (SK Rapid), LAWAL Tobias (LASK)

ABWEHR: AUER Jonas (Viktoria Zizkov/CZE), DANILIUC Flavius (OGC Nizza/FRA), GEYRHOFER Niklas (SK Sturm Graz), GREIML Leo (SK Rapid), KLARER Christoph (Fortuna Düsseldorf/GER), NEMETH David (SK Sturm Graz), PRASS Alexander (FC Liefering), SULZBACHER Lukas (SK Rapid), WIMMER Patrick (FK Austria Wien)

MITTELFELD: BALLO Thierno (FC Chelsea/ENG), DEMAKU Vesel (FK Austria Wien), DEMIR Yusuf (SK Rapid), JUKIC Aleksandar (FK Austria Wien), SCHMID Romano (SV Werder Bremen/GER), SCHUSTER Lion (SK Rapid), SEIWALD Nicolas (FC Red Bull Salzburg), TAFERNER Matthäus (RZ Pellets WAC)

ANGRIFF: ADAMU Junior (FC St. Gallen/SUI), KRONBERGER Luca (FC Flyeralarm Admira), STRUNZ Oliver (SK Rapid)