Österreichs U21-Nationalteam besiegte im Rahmen der EM-Qualifikation 2023 Aserbaidschan ungefährdet nach starker Vorstellung mit 6:0 (3:0). Die Österreicher feierten somit in Ried den Pflichtsieg, nachdem man am Samstag in Norwegen mit 1:3 unterlegen war. In der Qualifikationsgruppe für die Endrunde in Rumänien und Georgien liegt die heimische U21 nun auf Rang drei, punktegleich hinter Norwegen und Kroatien, die allerdings beide ein Spiel weniger am Konto haben.


Die Mannschaft von Teamchef Werner Gregoritsch legte einen Traumstart hin. Nach einem Gestocher konnte Luca Kronberger den Ball von rechts vors Tor bringen und Sturmspitze Chikwubuike Adamu stand goldrichtig, musste den Ball nur mehr über die Linie drücken. Drei Minuten waren da noch nicht einmal gespielt.

In der elften Spielminute die nächste große Chance für den Salzburg-Spieler. Perfektes Zuspiel von Jonas Auer von links, doch Adamu legte den Ball an Tormann Mehbaliyev und dem Tor vorbei. Österreich stand im 3-4-3 in der Defensive sehr sicher, konnte vorne immer wieder für Gefahr sorgen und erhöhte bald. Nach einem Eckball kam der Ball ein zweites Mal in den Gäste-Strafraum. Dort setzte sich Emanuel Aiwu durch und traf per Ferse traumhaft zur 2:0-Führung (19.). Für den nach seinem Wechsel von der Admira zu Rapid rassistisch beleidigten Verteidiger ein persönliches Erfolgserlebnis nach zuletzt emotionalen Tagen.

Österreich hatte eine Reihe von Halbchancen durch Patrick Wimmer, Nicolas Seiwald und Romano Schmid, während es hinten weiterhin keine Gefahr für das Tor von Niklas Hedl gab. Die Entscheidung gelang dann kurz vor der Pause Adamu, nachdem sich die Aserbaidschaner wiederholt nicht befreien konnten. Nach gutem Zuspiel von Schmid bewahrte Adamu den Überblick und erhöhte per Flachschuss auf 3:0.

In den zweiten 45 Minuten zeigte sich ein nahezu identes Bild. Aserbaidschan kam so gut wie gar nicht auch nur in die Nähe des österreichischen Tores, Torhüter Hedl hatte einen ausgesprochen ruhigen Arbeitstag. Österreich konnte jedoch die nach wie vor großen Räume in der Offensive lange nicht konsequent nutzen, um die Führung weiter auszubauen. Erst der starke Schmid erhöhte nach 85 Minuten. Nach Hereingabe von Auer lief der Bremen-Legionär perfekt in den Strafraum ein und vollstreckte völlig freistehend zum 4:0. In den letzten Minuten durfte dann der eingewechselte Tobias Anselm noch zwei Mal jubeln. Zuerst setzte er sich knapp außerhalb des Strafraums gut durch und traf nach einer Drehung mit sattem Schuss. In der Nachspielzeit setzte er nach einem Eckball den Schlusspunkt einer ereignisreichen Schlussphase.

Schlussendlich steht ein völlig ungefährdeter 6:0-Sieg zu Buche, der auch in dieser Höhe verdient ist. Österreich war spielerisch weit überlegen, ohne aber an die eigene Leistungsgrenze gehen zu müssen. Weiter geht es für die Gregoritsch-Elf dann im Oktober mit dem Auswärtsdoppel in Estland und Finnland. Da müssen sechs weitere Punkte her, will man die Chancen auf eine erfolgreiche EM-Qualifikation wahren. 

 

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