Im Gigantenduell wurde am Donnerstagabend der Finalgegener von Austria Lustenau ermittelt. Nach der bitteren 2:3-Heimniederlage in der Liga zum Frühjahrsauftakt landete das kriselnde Red Bull Salzburg endlich den Befreiuungschlag und schickte Rivale LASK Linz in einem hart umkämpften Halbfinale hochverdient mit 1:0 nach Hause.


Die erste Halbzeit verlief weitgehend ereignislos. Vor allem der LASK war die meiste Zeit in der Defensive beschäftigt und hielt die drückenden Salzburger von ihrem Tor fern. Die größte Chance vergab Hee-chan Hwang, der nach einem Fehler der Linzer allein auf Torwart Alexander Schlager zulief. Sein Querpass auf den mitgelaufenen Dominik Szoboszlai fiel aber viel zu unpräzise aus, worauf der Ungar den Ball nicht mehr richtig traf und an Schlager scheiterte. Auf der Gegenseite zählte das vermeintliche Führungstor des LASK aufgrund einer Abseitsstellung korrekterweise nicht. Ansonsten war der erste Spielabschnitt von viel Tempo und ungenauen Pässen geprägt.  

Im zweiten Durchgang erhöhten die Hausherren die Schlagzahl und wurden auch prompt dafür belohnt. Nachdem Szoboszlai freistehend erneut an Schlager gescheitert war, machte es Hwang nach guter Übersicht von Enock Mwepu besser und traf in der 50.Spielminute aus fünf Metern ins leere Tor. Im weiteren Spielverlauf vereitelte der überragende Schlager die vorzeitige Entscheidung zugunsten des Titelverteidigers, womit der LASK bis zum Schluss die Chance hatte, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. Allerdings ließ die Hintermannschaft Salzburgs bis auf einen Kopfball von Joao Klauss und einen verdeckten Schuss von Reinhold Ranftl, die Schlussmann Cican Stankovic beide stark abwehrte, nichts zu. In einer hitzigen Schlussphase drängte der Tabellenführer der österreichischen Bundesliga zwar auf den Ausgleich, mehr als aussichtsreiche Standards, die zu keinen Abschlüsssen führten, sprangen aber nicht ehraus. Assistgeber Mwepu flog in der achtminütigen Nachspielzeit noch mit Gelb-Rot vom Platz. Nach einem Konter in letzter Sekunde konnte Ranftl Joker Noah Okafur nur mit einer Notbremse stoppen und sah dafür glatt Rot. Der darauffolgende Freistoß endete noch in der Linzer Mauer und der erneute Finaleinzug Salzburgs war perfekt.

Damit spielen die Mozartstädter im Endspiel gegen Sensationsfinalist Austria Lustenau, das sich am Mittwoch ebenfalls mit 1:0 gegen Wacker Innsbruck durchsetzte und gilt als fünffacher Cupsieger in den letzten sechs Jahren natürlich als klarer Favorit. Der erste Pflichtsieg im Jahr 2020 gegen den größten Ligakonkurrenten dürfte dem Serienmeister auch Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben. Wir können uns also auf ein spannendes Frühjahr einstellen!

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