Österreichs Start in die Qualifikation zur WM 2022 fiel bekanntlich weniger erfolgreich aus. Spätestens nach dem 0:4 gegen Dänemark prognostizieren heimische Fußballfans der Foda-Elf ein unrühmliches Abschneiden bei der Europameisterschaft kommenden Sommer. Doch wie hat die direkte Konkurrenz gespielt?


Niederlande

Die Niederländer gelten als Topfavorit auf den Gruppensieg. Das erste Mal seit 2014 ist die Elftal wieder bei einem Großevent und mit Start wie Virgil Van Djik und Frankie De Jong zählt die Mannschaft von Frank de Boer auch zu den Topfavoriten. In die Qualifikation zur Weltmeisterschaft startete die Oranje dennoch nicht vollends überzeugend. Bereits im ersten Spiel setzte es eine bittere 2:4-Auswärtsniederlage gegen die Türkei, in einer Partie, in der man nur selten die individuelle Klasse der Niederländer aufblitzen sah. Gegen Lettland, einen alten bekannten der österreichischen Mannschaft gelang hingegen ein ungefährdeter 2:0-Heimsieg – das besondere daran 5.000 Fans durften den Erfolg in Amsterdam miterleben. Zum Abschluss des Länderspiel-Triples bewiesen die Niederländer zudem ihren Torhunger. Gegen den Fußballzwerg Gibraltar mühte man sich zwar bis zur 41. Minute, als Steven Berghuis der erlösende Treffer gelang ging es Schlag auf Schlag. Am Ende triumphierten die Gäste mit 7:0 und fuhren damit den erwarteten Kantersieg ein. Punktegleich mit Montenegro und Norwegen rangieren die Niederlände in der noch frühen Phase der WM-Qualifikation nun auf Rang zwei hinter der Türkei.

Ukraine

Deutlich mehr unter Zugzwang befinden sich die Ukrainer. Nach einem beachtlichem 1:1 gegen Weltmeister Frankreich konnte man den Schwung nicht mitnehmen. Nach einem späten Tor von Junior Moraes in der 80. Minute gegen Finnland rechneten schon viele Ukrainer mit einem Heimsieg, doch ein Elfmeter von Teemer Pukki in der 89. Minute bescherte den Osteuropäer eine neuerliche Punkteteilung. Mehr als ein 1:1 gelang der Truppe von Andrij Schewtschenko auch gegen den krassen Gruppen-Außenseiter aus Kasachstan nicht. Einen Treffer von Roman Jeremtschuk nach 20 Minuten konnte Serikschan Muschyqow nach einer Stunde trotz deutlichem Übergewichts der Ukrainer ausgleichen. Nach den drei 1:1-Unentschieden zum Auftakt fehlen den Ukrainern nun schon fünf Punkte auf den Tabellenführer aus Frankreich. Derzeit rangiert die Schewtschenko-Truppe noch auf Rang zwei hat aber ein Spiel mehr am Konto als dessen Verfolger.

Nordmazedonien

Für die größte Überraschung der österreichischen EM-Gegner sorgte Nordmazedonien. Der Auftaktgegner der Foda-Elf hält nach drei Spieltagen bei sensationellen sechs Punkten. Nach einer knappen 2:3-Auftaktniederlage gegen Rumänien steigerten sich die Südeuropäer. Gegen Liechtenstein feierte die Elf, die nach wie vor Alt-Star Goran Pandev angeführt wird, ein komfortabler 5:0-Sieg. Der Kantersieg motivierte die Nordmazedonier sichtlich. So gelang der Mannschaft von Igor Angelovski just gegen Deutschland eine Sensation. Mit dem 2:1-Sieg war Nordmazedonien erst die dritte Mannschaft seit 2001 die Deutschland in einem WM-Qualifikations-Heimspiel zwei Tore einschenkte. Siegestorschütze beim bislang größten Erfolg der Nordmazedonier: Neapel-Star Eljif Elmas. Österreich ist also am 13. Juni im Eröffnungsspiel gewarnt den EM-Debütanten nicht zu unterschätzen.