Wie geht es für das Nationalteam nach der Eu(ro)phorie weiter? Österreich konnte bei der EM vor allem in den letzten beiden Spielen begeistern und brachte den späteren Europameister Italien im Achtelfinale an den Rand einer Niederlage. Solche Leistungen werden aber in den nächsten Spielen unbedingt weiter notwendig sein, Österreich steht in der laufenden Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 schon mit dem Rücken zur Wand.


Die Ausgangslage: Österreich liegt mit vier Punkten aus den ersten drei Partien aktuell nur auf dem vierten Rang in Qualifikationsgruppe F. Tabellenführer Dänemark ist mit drei Siegen und 14:0 Toren perfekt gestartet, dahinter liegen Schottland mit fünf Punkten und Israel, das wie Österreich vier Punkte auf dem Konto hat. Gegner Moldau hat nach dem 1:1 zum Auftakt gegen die Färöer nur einen Zähler, die anderen beiden Spiele gegen Dänemark (0:8) und Israel (1:4) gingen deutlich verloren. Die Favoritenrolle liegt also ganz klar bei Österreich. Wenn das Nationalteam die Chance auf eine Qualifikation weiterhin am Leben erhalten will, sind drei Punkte heute Abend Pflicht. Generell muss man davon ausgehen, dass die drei September-Spiele von Österreich gewonnen werden müssen, um noch irgendwie eine Möglichkeit auf den Gruppensieg zu haben.

Der Gegner: Wie bereits erwähnt hat die Republik Moldau erst einen Punkt geholt, die Tordifferenz ist mit 2:13 deutlich negativ. Die 8:0-Pleite gegen Dänemark war überhaupt die höchste Länderspielniederlage in der Geschichte von Moldau. Alles andere als ein Sieg von Österreich wäre eine herbe Enttäuschung. Doch im Jahr 2021 wurde im moldauischen Fußball auch positive Geschichte geschrieben, Serienmeister Sheriff Tiraspol konnte sich erstmals für die Champions League qualifizieren. Für das Nationalteam hat das aber keine großen Auswirkungen, dass die Mannschaft von Tiraspol zum Großteil aus Legionären besteht.

 

Das Nationalteam: Teamchef Franco Foda muss verletzungsbedingt auf zahlreiche Spieler verzichten. Mit Marcel Sabitzer, Stefan Lainer, Xaver Schlager und Sasa Kalajdzic fehlen vier Spieler, die im Achtelfinale gegen Italien noch im Einsatz waren, zudem musste auch der langjährige Kapitän Julian Baumgartlinger absagen. Mit Philipp Mwene und Dejan Ljubicic nominierte der Teamchef zwei Neulinge, zudem feiert Sturm-Spieler Jakob Jantscher nach über fünf Jahren sein Comeback im Team. Auf alle Fälle kann Österreich trotzdem auf eine schlagkräftige Elf zurückgreifen.

Rekordjäger und Jubilare: Aleksandar Dragovic hält aktuell bei 94 Länderspielen und würde mit seinem nächsten Einsatz mit Toni Polster gleichziehen und auf Rang zwei der Rekordspieler klettern. Bei noch sieben anstehenden Länderspielen im Jahr 2021 könnte er sogar noch dieses Jahr den 100er vollmachen. Auch Marko Arnautovic mit derzeit 91 Länderspielen ist in der Rangliste schon sehr weit oben zu finden. Der Stürmer vom FC Bologna liegt mit bisher 27 Länderspieltoren auf Rang fünf der Torjägerliste und könnte in den nächsten Spielen Marc Janko und Erich Hof (28 Tore) und Hans Horvath (29 Tore) einholen. Martin Hinteregger wird sein 60. Länderpsiel absolvieren (aktuell 59), auch bei Michael Gregoritsch (29 Länderspiele) und Alessandro Schöpf (28 Länderspiele) ist es möglich, dass sie ein rundes Jubiläum feiern.



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