Am morgigen Sonntag (18.00) ist es also soweit. Nach einer längeren Länderspielpause trifft das österreichische ÖFB-Nationalteam auf Irland. Alle sprechen vor diesem Aufeinandertreffen – wohl völlig zurecht – von einem echten Endspiel für die ÖFB-Auswahl. Die Tatsache, dass man gegen die in der Gruppe zweitplatzierten Iren auswärts antreten muss, scheint die Aufgabe nicht gerade leichter zu machen. Zudem haben Rücktritte, Spielsperren, Verletzungspech und andere Unruhen innerhalb des Teams die ohnehin schon prekäre Situation wohl kaum verbessert. Doch Fakt ist, dass die viertplatzierten Österreicher immer noch alle Chancen auf ein Ticket für die FIFA WM 2018 in Russland haben.

Bei einem Rückstand von vier Punkten auf den derzeitigen Leader Serbien und auch auf den aktuellen Gegner Irland, ist ein Punkt im Aviva Stadium in Dublin sicherlich das Minimum für das Team von Marcel Koller – eine Niederlage ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem vorzeitigen Ausscheiden gleichzusetzen.

Gerade die vielen Ausfälle im Team sorgen in diesen Tagen für eine ungewohnte Situation. So hatte man doch gerade in der so erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaft in Frankreich kaum mit einer derartig hohen Ausfallsquote zu kämpfen. Es wird also sicherlich auch darauf ankommen, wie das Nationalteam diese neue Gegebenheit annehmen wird. Teamneulinge wie Kevin Danso oder Konrad Laimer , aber auch Rückkehrer wie Florian Kainz und Florian Klein könnten in der Vorbereitung den nach wie vor angeschlagenen Motor des ÖFB-Teams mittels positiver Konkurrenz beleben. Möglicherweise liegt die größte Chance gegen Irland gerade in den vielen Umstellungen, die das Team derzeit zwingt, noch härter und intensiver an sich zu arbeiten.

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Aber auch die Erwartungshaltung hat sich verändert. Obwohl sich die Koller-Elf vom Seuchenjahr 2016 durchaus erholt hat, so konnte das Team in der laufenden Qualifikation dennoch in keinem Spiel restlos überzeugen. Und auch dieser Umstand könnte den Spielern und vor allem den Neulingen von Nutzen sein, wenngleich der Druck ob des wichtigen Spiels sicherlich nicht von der Hand zu weisen ist. Trotzdem haben nicht nur die Debütanten die Chance sich hervorzutun in dem sie eine gute Leistung abliefern, sondern auch das Team insgesamt, dass mit einem Sieg – trotz vieler bedeutender Ausfälle – wieder einen positiveren Spirit in der laufenden Qualifikation entfachen könnte. Dazu sollten die Spieler auch in der Lage sein, diverse negative Nebengeräusche – die leider jüngst auch von Koller selbst bei einer Pressekonferenz produziert wurden – auszuschalten.

Trotz aller Umstellungen, welche im Raum stehen und die durch das Fehlen von Stützen wie Marko Arnautovic, Robert Almer, Marc Janko, Stefan Ilsanker, Alessandro Schöpf und Marcel Sabitzer hervorgerufen werden – ganz zu Schweigen von den Rücktrittserklärungen von Özcan und Suttner – wird es dennoch wichtig sein, dass Koller nach wie vor auf bewährte Kräfte zurückgreifen kann.

Die Entwarnung, die Alaba hinsichtlich seiner Knieprobleme kürzlich gab, ist gerade in Anbetracht der vielen Ausfälle nicht hoch genug einzuschätzen. Weitere Größen wie Kapitän  Julian Baumgartlinger oder Zlatko Junuzovic können mit ihrer zuletzt guten Form im Zentrum ebenfalls ein wichtiger Baustein sein, um Irland in Bedrängnis zu bringen. Doch auch im Sturm könnte mit Guido Burgstaller, der nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Marc Janko wohl gesetzt ist, ein weiterer Spieler mit einer starken Form für den kleinen Unterschied sorgen.

Abgesehen von der personellen Situation, wird wohl auch die Systemgrundlage, mit der das ÖFB-Team in das so wichtige Spiel geht, entscheidend sein. Zuletzt spielte die Nationalmannschaft mehr oder weniger erfolgreich im 3-4-3-System, doch Kaderveränderungen bringen Koller möglicherweise dazu, diesmal das System wieder umzustellen. Gerade die Rückkehr von Klein und die Abwesenheit des gesperrten Arnautovic könnte dahingehend eine Veränderung mit sich bringen. Doch dies ist nur Spekulation, ebenso wie ein mögliches Startelfdebüt für Florian Kainz, der aber bestimmt keine schlechten Chancen hat, die Arnautovic-Position gegen Irland zu besetzen.

Relativ sicher ist hingegen, dass Österreich in Dublin auf ein körperbetontes Spiel zurückgreifen muss. Irland ist für ihre robuste Spielweise ohnedies bekannt (hier unsere Gegneranalyse), doch zugespitzt wird dies womöglich auch noch, weil Irland ebenfalls mehrere schmerzliche Ausfälle zu verbuchen hat. Mit McCarthy oder Long fehlen beispielsweise ganz wichtige Spieler im Team von Martin O`Neill. Gerade die Offensivabteilung leidet darunter besonders stark. Doch auch wenn dem ÖFB-Team in Irland ein körperbetontes Spiel erwartet, so kündigte Koller dennoch an, dass die spielerische Komponente seines Teams im Vordergrund stehen soll. „Wir wollen nicht das Spiel der Iren annehmen, sondern eher das Spielerische in den Vordergrund stellen“, erklärte Koller. Es wird am Sonntag wohl auch davon abhängen, wie gut dieses Vorhaben gelingt, doch auf ein sehr hart geführtes Spiel vonseiten der Iren, sollten sich die Spieler jedenfalls trotzdem gut einstellen.

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