Die ersten beiden Länderspiele der laufenden WM-Qualifikation sind passé wobei die rot-weiß-rote Equipe gegen Schottland und die Färöer-Inseln ohne spielerisch zu glänzen insgesamt vier Punkte einfahren konnte. Heute steht für die Elf von Franco Foda mit Dänemark der bislang härteste Brocken und aktuelle Tabellenführer der Gruppe F als Gegner auf dem Platz.  


Während Dänemark in der letzten Partie die Republik Moldau mehr oder weniger mit einer B-Elf mit 8:0 vom Platz fegte und damit, trotz der Schwäche des Gegners, ein kräftiges Ausrufezeichen setzte, mühte sich die heimische Eliteauswahl gegen das Pendant von den Färöer-Inseln zu einem knappen 3:1-Heimsieg. Schon zuvor ging der heutige Gegner beim Auftaktmatch in Israel als Sieger vom Feld, wusste dort allerdings nicht 100% zu überzeugen. Nichtsdestotrotz führt Danish Dynamite die Gruppe mit sechs Punkten an, Österreich folgt mit vier Zählern auf Platz zwei und steht somit indirekt bereits nach drei Partien unter Zugzwang. Eine etwaige Niederlage hätte nach drei Spielen bereits einen Fünfpunkterückstand zu bedeuten, was praktisch wohl schwer aufholbar wäre. Dementsprechend äußerte sich auch Teamchef Franco Foda gegenüber der Presse: “Ich denke, ich muss der Mannschaft nicht kommunizieren, welche Bedeutung dieses Spiel hat.”

Blickt man auf die spielerischen Leistungen in den ersten beiden WM-Qualifikationsspielen, geht Österreich gegen Dänemark wohl eher als Außenseiter in die Partie. Auch über die letzten Jahre gesehen sieht die Bilanz für die Gäste gegenüber jener Österreichs etwas besser aus. So verlor die Elf von Teamchef Kapser Hjulmand seit 2018 nur vier Spiele, holte 12 Remis und bejubelte 18 Siege. Demgegenüber stehen für Alaba und Co im selben Zeitraum sieben Niederlagen, vier Remis aber auch 20 Siege. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass Dänemark dabei unter anderem bei der WM 2018 antrat und auch in der Nations League gegen bessere Gegner reüssieren musste.

Franco Foda verzichtet am heutigen Abend gezwungenermaßen unter anderem auf den gesperrten Florian Grillitsch, der gegen die Färöer-Inseln seine zweite gelbe Karte sah. Ihn wird wohl Stefan Ilsanker im defensiven Mittelfeld ersetzen. Zudem reisten mit Daniel Bachmann und Philipp Lienhart zwei weitere heimische Akteure aus dem Teamcamp ab. Bachmann spielt bereits am Freitag wieder mit dem FC Watford und wurde aus diesem Grund rückbeordert, Lienhart wurde von Seiten des Vereins ein Einsatz gegen Dänemark untersagt. Sonst dürfte dem Teamchef der gesamte Kader zur Verfügung stehen, auch ein Stefan Posch und ein Valentino Lazaro werden wohl zumindest auf der Bank Platz nehmen dürfen.

Fodas dänischer Kollege Hjulmand steht die gesamte Auswahl zur Verfügung – noch dazu in einem sehr ausgeruhten Zustand. Wie eingangs erwähnt ließ der dänische Teamchef gegen Moldawien eine B-Elf auflaufen, mit Kaspar Schmeichel stand lediglich ein Teamspieler von Beginn an am Platz, der auch schon im Spiel zuvor gegen Israel aktiv war. Abwehrchef Simon Kjaer und das kreative Hirn Christian Eriksen wurden gegen Moldau für lediglich dreizehn Spielminuten zum Einsatz gebracht, Yussuf Poulsen stand gleich gar nicht im Kader.

Sollte Österreich nicht bereits nach drei gespielten Partien den Taschenrechner anwerfen wollen, so muss gegen Dänemark zumindest ein Unentschieden herausschauen. Dementsprechend soll das Spiel der heimischen Auswahl angelegt sein – so Franco Foda: “Wir gehen immer mit dem Gedanken ins Spiel, dass wir gewinnen wollen. Das ist auch die Intention der Mannschaft. Man hat inzwischen in vielen Spielen gesehen, dass sie bis zum Schluss an sich glaubt und in der Lage ist, Spiele zu drehen, und eine gute Mentalität hat.”

Die bisherige Statistik zwischen den beiden Nationalteams ist ausgeglichen. In bislang neun Duellen setzte es aus heimischer wie aus gegnerischer Sicht jeweils vier Niederlagen und ein Unentschieden, beide Teams gingen allerdings auch bereits viermal als Sieger vom Platz. Die letzte Partie fand in aller Freundschaft im Herbst 2018 statt – Österreich unterlag dabei relativ uninspiriert mit 0:2.