Lange ist es her, doch war es eine der schlimmsten Niederlagen, die das österreichische Nationalteam je hinnehmen hat müssen. Heute jährt sich die 0:9-Schmach von Valencia zum 21. Mal.


Es war der vierte Spieltag der Gruppe 6 im Zuge der Qualifikation zur EM-Endrunde 2000 in Belgien und den Niederlanden. Österreich kam nach einem Unentschieden gegen Israel und zwei Siegen über San Marino und Zypern als Tabellenführer nach Spanien und erhoffte sich, ob der Tabellensituation, etwas Zählbares aus Spanien mitnehmen zu können. Doch die Hoffnungen wurden schnell gedämpft – gegen eine furios aufspielende spanische Mannschaft rund um Superstars wie Hierro oder Raul lagen die von Teamchef Herbert Prohaska betreute heimische Auswahl bereits zur Pause mit 0:5 im Hintertreffen. Der in der Pause vor das gefürchtete felbsche Mikrofon gezerrte Toni Pfeffer reüssierte nüchtern, dass man das Spiel heute wohl nicht mehr hoch gewinnen würde.

Der Austrianer behielt überraschenderweise damit recht, folgten in den zweiten 45 Minuten doch vier weitere Tore der Spanier, wobei einmal Arnold Wetl etwas dilettantisch unterstützte. 

Österreich schloss die Qualigruppe 6 am Ende als Dritter ab und musste, wie des Öfteren, die Europameisterschaft vor dem Fernseher verfolgen.

 

 

Textabschnitt 2.