Im letzten Spiel des dritten Länderspieltriples in drei Monaten hat Österreich die Chance den Aufstieg in die Eliteliga der UEFA Nations League perfekt zu machen. Nach fünf Siegen in Folge brennt das ÖFB-Team darauf, nun auch den direkten Verfolger Norwegen zu schlagen. Die Skandinavier, die in Gruppe B ein beeindruckendes Torverhältnis vorweisen, reisen stark ersatzgeschwächt nach Wien.


Nachdem das Auswärtsspiel in Rumänien aufgrund eines Cronafalls und einer damit verbundenen Quarantäne der Mannschaft abgesagt werden musste, reisten die meisten Spieler des A-Kaders wieder zurück zu ihren Vereinen. Dazu zählen Dortmund-Star und Ex-Salzburger Erling Haaland, Mittelfeldstratege Martin Ödegard und der etablierte Tormann Rune Jarstein. Teamchef Lars Lagerbäck trat ebenfalls die Heimreise an. Anstelle von ihm wird der ansonsten für die U21 zuständige Leif Gunnar Smerud gegen Österreich auf der Trainerbank sitzen.

Dieser musste spontan improvisieren und stellte einen Kader zusammen, der abgesehen von fünf Spielern mit Nationalteam-Erfarhung ausschließlich aus Leuten besteht, die entweder aus der U21 kommen oder für die es normalerweise nicht zur Einberufung reicht. Die meisten sind Legionäre und hauptsächlich in Belgien, Dänemark und den Niederlanden aktiv. Smerund zeigte sich vor dem Spiel gegen den Tabellenführer aber optimistisch und bezeichnete den Not-Kader als “spannend”.

Einer der international erfahrenen Spieler ist der ehemalige Rapid-Stürmer Veton Berisha. Der 27-jährige spielt mittlerweile wieder in seiner Heimat bei Viking Stavangar. Für Rapid war er von 2017 bis 2019 im Einsatz und erzielte in 44 Pfichtspielen für die Grün-Weißen sieben Tore. Weitere bekanntere Akteure aus dem Ersatzkader sind Mats Möller Dähli (KRC Genk), Ghayas Zahid (Apoel Nikosia) und Kristoffer Askildsen (Sampdoria Genua).

Österreich kann dagegen aus dem Vollen schöpfen. Alle Kaderspieler sind fit und nach dem erneuten Erfolg gegen Nordirland am Sonntag in guter Verfassung. Für manche Fans ein Dorn im Auge war dabei zum wiederholten Mal das bescheidene Auftreten des Teams. Trainer Franco Foda zeigte sich nach dem Spiel zwar gereizt (“Ich kann die Kritik schon nicht mehr hören”), gestand die ausbaufähige Darbietung aber ein. Marko Arnautovic sich nach seiner Einwechslung und Traumassist gegen die Nordiren als “zu 100 Prozent fit” an. Ebenfalls damit zu rechnen ist, dass Matchwinner Adrian Grbic nach Tor und Vorlage seine Chance von Anfang an erhält. Für den Torschützen des Ausgleichtreffers Louis Schaub könnte es dieamal auch zu mehr als nur zehn Spielminuten kommen.

Dass das Endspiel gegen die “Vikinger” nun doch zu Stande kommt, erweist sich für Österreich in vielerlei Hinsicht als Glücksgriff. Erstens kann man die enttäuschende Leistung gegen Nordirland vergessen machen und allen voran den erstmaligen Aufstieg in Gruppe A des neuen Nation League-Bewerbs fixieren. Noch dazu auf sportlichem Wege, nachdem es lange als wahrscheinlich galt, dass das Spiel aufgrund der Quarantäne der Norweger mit 3:0 für das ÖFB-Team gewertet werden würde.

Das Hinspiel in Oslo konnte bereits mit 2:1 gewonnen werden, womit man den Grundstein für die erfolgreiche Saison legte. Österreich gegen Norwegen startet heute Abend um 20:45 Uhr und wird auf live auf ORF1 live aus dem Ernst-Happel-Stadion übertragen.

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