Christoph Monschein ist durch und durch Österreicher. Das könnte man zumindest meinen, wenn man sich seinen Lebenslauf und seine Vereinshistorie anschaut. Bereits im Alter von sechs Jahren startete er in den Jugendmannschaften des damaligen Landesligisten Brunn am Gebirge, nun spielt er in der Bundesliga bei der Wiener Austria. Doch wer ist der Niederösterreicher überhaupt? Anlässlich seiner Nachnominierung ins österreichische Nationalteam haben wir uns den 27-Jährigen genauer angeschaut.


Aufstieg mit Ebreichsdorf 

Über 16 Jahre blieb Monschein seinem Heimatverein in Brunn treu, bevor er sich 2014 auf neue Wege wagte und zum damaligen Landesligisten und Aufstiegsaspiranten Ebreichsdorf wechselte. Damals übrigens sein Cheftrainer: der spätere Coach des SK Rapid, Goran Djuricin. Dieser Transfer sollte sich für beide Seiten als Gelungen erweisen, die Ebreichsdorfer schafften nämlich – auch dank 27 Toren in 29 Spielen – den Aufstieg in die Regionalliga Ost, Djuricin hatte da schon einen Durchmarsch aus der zweiten Landesliga hinter sich. Lange sollte er jedoch nicht beim ASK bleiben, nach einer halben Saison in der dritthöchsten Spielklasse – in der er abermals acht Treffer erzielte – rief ihn der Profifußball bei Admira Wacker.

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Weg in die Bundesliga

Dieser Wechsel im Jänner 2016 war für die Admira vor allem aufgrund des erlittenen Kreuzbandrisses durch Toni Vastic notwendig, der Stürmer erschien dem damaligen Trainer Ernst Baumeister perfekt in das Konzept der Bundesliga-Mannschaft zu passen. Und er war tatsächlich ein echter Glücksgriff, der damalig 23-Jährige feierte sein Debüt in der höchsten Spielklasse bereits bei der ersten Gelegenheit – am 7. Februar 2016 bei Red Bull Salzburg, als er in der Schlussphase eingewechselt wurde. Weitere 49 Spiele folgten dann noch für die Admira, in diesen erzielte er 15 Tore und verwertete fünf Strafstöße.

Seit 2017 Austrianer

Nach eineinhalb Saisonen in der Wiener Südstadt war dann dennoch Schluss, ein ligainterner Transfer stand an: Christoph Monschein wechselte ein paar Kilometer weiter nach Wien-Favoriten zur Austria, wo er seitdem zum absoluten Mannschafts-Repertoire gehört. Und sein Verein kann zufrieden mit ihm sein: 59 Tore in 116 Spielen sprechen für den Niederösterreicher. Außerdem bescherten ihm die Veilchen ein weiteres Highlight seiner Fußballer-Karriere – er kam nämlich in allen sechs Europacup-Spielen im Jahr 2017 im Einsatz und erzielte jeweils ein Tor in Athen, bei AC Mailand und auswärts beim HNK Rijeka.

Erstmalige Einberufung 

Und jetzt? Jetzt macht sich für Christoph Monschein mit seiner erstmaligen Einberufung ins ÖFB-Team ein neues Kapitel auf, er profitierte vom verletzungsbedingten Ausfall von Valentino Lazaro, der ihn durch Franco Foda in den Nations League-Kader der österreichischen Nationalmannschaft katapultieren ließ.

 

Steckbrief  Christoph Monschein
Geburtsdatum 22.10.1992 (27 Jahre)
Position Mittelstürmer
Verein FK Austria Wien
Bisherige Vereine

1998-2009 SC Brunn am Gebirge (Junioren)
2009-2014 SC Brunn am Gebirge
2014-2016 ASK Ebreichsdorf
2016-2017 FC Admira Wacker Mödling
seit 2017    FK Austria Wien

Budesliga-Debüt 07.02.2016 für die Admira
Bilanz in der Bundesliga 134 Spiele, 43 Tore und 97 Elfmeter

 

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One thought on “PORTRAIT: Christoph Monschein – der Austrianer in Fodas Auswahl

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    28. September 2020 at 18:35
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    Christoph, komm doch bitte zum FC Luzern, Einen wie Dich könnten wir gut gebrauchen. Ein FCL Fan.

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