Die UEFA loste die Nations-League-Gegner der österreichischen Nationalmannschaft aus. Unsere Auswahl wird zwischen September und November 2024 jeweils zwei Mal auf Norwegen, Slowenien und Kasachstan treffen. Wie stark sind diese Gegner einzuschätzen und wer sind die aktuellen Schlüsselspieler der Mannschaft? Nachdem wir uns gestern die norwegische Nationalmannschaft angesehen haben, wollen wir uns heute unserem slowenischen Nachbarn.

Wann finden die Nations League Spiele gegen Slowenien statt?

Freitag, 6. September 2024, 20.45 Uhr: Slowenien vs. Österreich
Sonntag, 17. November 2024, 18.00 Uhr: Österreich vs. Slowenien

Die beiden Spiele gegen Slowenien markieren den Anfang und das Ende unserer Nations League Gruppe. Wir starten nämlich mit einem Auswärtsspiel gegen unseren Nachbarn in das Turnier und empfangen Slowenien am letzten Gruppenspieltag in Wien.

Dass wir das letzte Spiel gegen einen Mitfavoriten zuhause absolvieren dürfen, ist sicherlich kein Nachteil, auch wenn unsere Mannschaft von den Reisestrapazen etwas mitgenommen sein könnte. Wir spielen nämlich nur drei Tage davor auswärts gegen Kasachstan, wo die An- und Abreise Kräfte kosten wird.

Wichtig wird es jedenfalls sein mit einem Erfolgserlebnis in die Gruppe zu starten, zumal nach dem Slowenien-Auswärtsspiel eine schwere Partie in Norwegen auf unsere Mannschaft wartet.

Wie ist die aktuelle Formkurve der slowenischen Nationalmannschaft?

Slowenien erwischte eine relativ einfache EM-Qualifikationsgruppe und qualifizierte sich hinter Dänemark als Gruppenzweiter für die Endrunde in Deutschland. Slowenien beendete die Gruppe sogar punktegleich mit den Dänen und wies die bessere Tordifferenz auf. Da Danish Dynamite allerdings im direkten Duell die Nase vorne hatte, landete der Europameister von 1992 auf Platz 1 in der Gruppe.

Slowenien holte aus den zehn Gruppenspielen der EM-Qualifikation sieben Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Auswärts musste man sich sowohl Dänemark als auch dem Gruppendritten Finnland geschlagen geben und zuhause kam man gegen den Gruppenfavoriten Dänemark zu einem 1:1-Unentschieden. Die restlichen Partien gegen Finnland, Kasachstan, Nordirland und San Marino wurden allesamt gewonnen. Dies ist nicht absolut selbstverständlich, weil Gruppensieger Dänemark überraschend sowohl gegen Kasachstan als auch Nordirland jeweils einmal als Verlierer vom Platz ging.

Im Jahr 2022 erreichte Slowenien auswärts in einem Freundschaftsspiel gegen Kroatien immerhin ein 1:1-Unentschieden und setzte sich in Testspielen ebenfalls gegen Rumänien und Montenegro durch. In der UEFA Nations League B gelang allerdings in den sechs Partien gegen Schweden, Serbien und Norwegen nur ein voller Erfolg gegen die Norweger. Neben drei weiteren Unentschieden setzte es Niederlagen gegen Schweden und Serbien.

Wer sind die Schlüsselspieler Sloweniens?

Die Slowenen verfügen mit Jan Oblak über einen absoluten Weltklassetormann, der sicherlich auch heute noch zu den besten Schlussmännern überhaupt zählt. Im Sturmzentrum ist Benjamin Sesko der größte Hoffnungsträger. Den Angreifer werden die meisten österreichischen Fans aus seiner Zeit bei Red Bull Salzburg gut kennen, wo er in 79 Pflichtspielen 29 Tore und 11 Assists beisteuerte. In der slowenischen Nationalmannschaft erzielte er bereits 10 Tore in den ersten 25 Partien.

Mit Jon Gorenc Stankovic gibt es einen weiteren Akteur, den die heimischen Fans aus der österreichischen Bundesliga kennen. Der Legionär des SK Sturm Graz steht zwar meistens im Aufgebot, aber selten in der Startaufstellung, was doch auch einiges über die Qualität der Spieler in der Nationalmannschaft aussagt, da der 28-Jährige in Österreich seit Jahren Top-Leistungen auf der Sechs abliefert. Auch sein Teamkollege beim SK Sturm, Tomi Horvat, ist aktuell bestenfalls eine Option von der Bank.

Mit Innenverteidiger Jaka Bijol und dem ehemaligen Sturm-Spieler Sandi Lovric, befinden sich zudem zwei starke Udinese Legionäre im Kader, die bei ihren Klubs Stammspieler sind.

Fazit

Dass die beiden Sturm-Legionäre Jon Gorenc Stankovic und Tomi Horvat nur selten in der slowenischen Nationalmannschaft zum Zug kommen, verdeutlicht schon, dass sich in den vergangenen Jahren die Qualität unseres Nachbarlands erhöhte. Zudem gibt es mit Oblak im Tor und mit Sesko im Sturm zwei Akteure, die die individuelle Klasse haben, dass sie in jeder Partie den Unterschied ausmachen können.

Dennoch kann man auch ohne rot-weiß-roter Brille zu dem Schluss kommen, dass die österreichische Nationalmannschaft über mehr individuelle Klasse verfügt. Es sind mehr Spieler in Top-Ligen Stammspieler bei ihren Vereinen und wir sind in der Entwicklung ein bis zwei Schritte weiter als unser Nachbarland, das aber in den vergangenen Jahren ebenfalls eine gute Entwicklung durchlief. Selbstläufer ist die Partie aber keiner.