Österreich trennt sich im dritten Gruppenspiel der Nations League mit einem 1:1-Unentschieden gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich. Im Happel-Stadion hielt die ÖFB-Auswahl bis zur Schlussphase eine Führung, das Remis war am Ende trotzdem glücklich.

 

Ralf Rangnick warf in seinem dritten Spiel als ÖFB-Teamchef erneut die Rotationsmaschine an. Im Vergleich zum Dänemark-Spiel veränderte der Deutsche die Mannschaft auf sechs Positionen. Die Startaufstellung konnte als bisherige Top-Elf aus den beiden ersten Nations-League-Partien verstanden werden. Neben altbekannten Stammkräften bekamen Patrick Pentz, Gernot Trauner, Maximilian Wöber, Nicolas Seiwald und Andreas Weimann wieder das Vertrauen von Rangnick, während ein Michael Gregoritsch oder Christoph Baumgartner den Anpfiff von der Bank aus verfolgen mussten. Frankreichs Teamchef Didier Deschamps verzichtete in seiner Startelf ebenfalls auf einige Top-Stars wie Superstar Kylian Mbappé und Shootingstar Christopher Nkunku.

Weimann schießt 1. Länderspieltor

Im Ernst-Happel-Stadion ging nach der Pannenserie vom Montag dieses Mal alles wieder seine gewohnten Gänge. Der Strom funktionierte und auch der Rasen zeigte keine Auffälligkeiten. In den ersten Minuten ließen beide Teams defensiv wenig anbrennen. Insgesamt strahlten „Les Bleus“ mehr Gefahr aus, nach einem französischen Standard in der 18. Spielminute musste Pentz zweimal retten.

Der österreichische Führungstreffer in der 37. Spielminute kam dann aus dem buchstäblichen Nichts. Ein hervorragend auftretender Xaver Schlager eroberte in der französischen Hälfte den Ball. Marko Arnautovic setzte dann Konrad Laimer in Szene und dessen Querpass vor den Fünfer musste der freistehende Andreas Weimann nur mehr Einschieben. Für den 30-jährigen England-Legionär war es sein erstes Länderspieltor im 18. Einsatz für den ÖFB. Fünf Minuten später hatte Arnautovic die Chance die Führung zu verdoppeln. Sein Schuss aus der Drehung landete aber in den Armen des routinierten Hugo Lloris.

Glücklicher Punkt am Ende

In der zweiten Hälfte kam Österreich früh ins Schwimmen. Durch einen gut aufgelegten Pentz und fehlendes Zielwasser der Franzosen konnte Österreich die Führung vorerst halten, doch der Druck ebbte auch durch Wechselunterbrechungen nur unzureichend ab. „Les Bleus“ schnürten Österreich in deren Spielhälfte handballähnlich ein, die ÖFB-Kicker kamen auch nach Ballgewinnen nicht mehr nach vor. Die Kräfte schwanden, das Anlaufen aus der ersten Halbzeit war zu Ende und in der 69. Spielminute musste auch noch David Alaba angeschlagen ausgewechselt werden.

Nach mehr als 20 druckvollen Minuten ließ der französische Offensivhunger aber allmählich nach, Österreich kam zumindest in einer akzeptablen Regelmäßigkeit wieder aus der eigenen Hälfte hinaus. Just in dieser Phase schickte der eingewechselte Christopher Nkunku den ebenfalls frisch ins Spiel geworfenen Kylian Mbappé auf die Reise. Diese Möglichkeit ließ sich der PSG-Star nicht entgehen und er hämmerte den Ball ins Kreuzeck am chancenlosen Pentz vorbei. Minuten später tauchte Mbappé erneut alleine vor Pentz auf, der die Kugel mit Körper, Hand und Glück noch an die Latte lenken konnte. In der Nachspielzeit tropfte der hervorragende Pentz einen Guendouzi-Kopfball klasse ab. Es war die letzte große Chance der Franzosen. Am Ende war das Remis glücklich.

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