Österreich unterlag am Donnerstagabend Frankreich verdient mit 0:2. Tore von Kylian Mbappé und Olivier Giroud ließen die „Equipe Tricolore“ in der Tabelle der UEFA Nations League am ÖFB-Team vorbeiziehen, das nun vor dem Abstieg in die zweite Liga steht.

 

Mit seinem 103. Länderspiel zog Marko Arnautovic im fünften Gruppenspiel der UEFA Nations League gegen Frankreich mit ÖFB-Rekordnationalspieler Andreas Herzog gleich. Eigentlich ein Grund zu feiern, im Stade de France des amtierenden Weltmeisters kam aber nur beim Gastgeber Partystimmung auf.

Der formstarke Arnautovic war eine von sechs Änderungen Ralf Rangnicks in der Startelf im Vergleich zur klaren Auswärtspleite gegen Dänemark im Juni. Die wirklich große Überraschungskarte zog der ÖFB-Teamchef nicht aus dem Ärmel. Sein Gegenüber Didier Deschamps war angesichts einer Ausfallsserie ebenfalls zu Änderungen gezwungen, mit den Monaco-Spielern Benoit Badiashile und Youssouf Fofana stellte er zwei Debütanten auf.

Glückliches Remis zur Pause

Das ÖFB-Team trat grundsätzlich in einem klassischen 4-4-2 auf, die Offensivreihe wechselte im ersten Durchgang mitunter munter umher, war aber ohnehin nur selten gefragt. Der französischen Star-Sturm um Kylian Mbappé, Olivier Giroud und Antoine Griezmann hielt die österreichische Defensive von Minute eins an auf Trab. Die erste gehörige Schrecksekunde kam schon nach zwei Minuten, ein Mbappé-Schuss schlug im Gehäuse von Goalie Patrick Pentz ein, doch die Fahne des Linienrichters ging zurecht nach oben.

Die druckvollen Franzosen gingen mit ihren Chancen lange sehr ineffektiv um, so ließ Mbappé nach einer halben Stunde eine Riesenchance liegen. Kurz darauf wehrte Pentz einen Fallrückzieher von Aurélien Tchouaméni hervorragend an die Latte, bevor er dem unmittelbaren Abstauber von Griezmann erfolgreich entgegensprang. In der Nachspielzeit war Österreich dann noch einmal im Glück, ein missglückter Ausflug von Pentz zur Ballaufnahme vor dem heraneilenden Mbappé ging schief, der Ball kam ins Zentrum, aber nicht auf das Tor. Es ging mit einem schmeichelhaftem Remis aus österreichischer Sicht in die Kabine.

Klare Sache in Halbzeit zwei

Doch das X hielt nicht mehr lange. Außendecker Jonathan Clauss sandte den Ball in der 52. Spielminute noch kläglich über das Tor, doch vier Minuten ließ der konternde Mbappé die österreichische Defensive reihenweise stehen. Seinen haltbaren Abschluss konnte Pentz erneut nicht parieren, diesmal zählte der Treffer aber. Der Bann im Stade de France war gebrochen. In der 63. Spielminute verdoppelte Olivier Giroud nach einer Maßflanke von Antoine Griezmann die französische Führung, die in diesem Ausmaß zu diesem Zeitpunkt verdient war.

Angesichts des Rückstandes schickte Rangnick nach 69. Minuten mit Romano Schmid einen Debütanten auf das Spielfeld, Frankreich-Legionär Muhammed Cham durfte hingegen noch nicht ran. Nach dem Doppelpack binnen neun Minuten ging es die „Equipe Tricolor“ dann langsamer an und pendelte das Spiel routiniert aus. Die 0:2-Niederlage war glasklar, Mbappé und seine Teamkollegen vergaben zahlreiche Hochkaräter und die Möglichkeit auf einen höheren Sieg.

Österreich braucht Schützenhilfe

Mit der Niederlage gegen Frankreich musste Österreich nun in der Tabelle der Nations League Gruppe A die Franzosen an sich vorbeiziehen lassen, die ihren ersten Sieg in der Gruppe einfahren konnten. Im Parallelspiel gelang Vizeweltmeister Kroatien ein 2:1-Heimsieg gegen Dänemark. Die ÖFB-Elf muss nun im Abschlussspiel gegen Kroatien erfolgreich sein und obendrein auf dänische Schützenhilfe gegen Frankreich hoffen, da sonst der Wiederabstieg in die zweite Liga besiegelt ist.

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