Am letzten Spieltag der UEFA Nations League muss Österreich den Vizeweltmeister besiegen und auf einen Ausrutscher des Weltmeisters hoffen, um in der höchsten Liga der Nations League zu verbleiben.

 

Zurück zum Start heißt es heute für das österreichische Nationalteam. Um 20:45 Uhr empfängt die ÖFB-Auswahl im Wiener Happel-Stadion den Vizeweltmeister Kroatien, gegen den im ersten Gruppenspiel ein furioser 3:0-Erfolg gelang. Es war das glanzvolle Debüt von Ralf Rangnick in Osijek, nach dem aber kein weiterer Sieg mehr eingefahren wurde. Zuletzt gab es am Donnerstag eine Lehrstunde gegen Weltmeister Frankreich. Daher muss Österreich heute die Kroaten wieder schlagen, um zumindest die Chance auf einen Verbleib in der höchsten Liga der UEFA Nations League zu wahren.

Doch auch bei einem Österreich-Sieg braucht es Hilfe aus Dänemark. Der personifizierte Österreich-Schreck muss zuhause in Kopenhagen Weltmeister Frankreich zumindest einen Punkt abknöpfen, damit das ÖFB-Team die Rote Laterne an die „Equipe Tricolore“ abgeben und sich auch bei der nächsten Ausgabe der Nations League wieder mit den Spitzenteams messen kann. Trifft dies nicht ein, spielt Österreich 2024 wieder in der Liga B.

Danso und Lindner starten

Über 40.000 Tausend Fans werden im Praterstadion erwartet, es wird wohl aber eher ein kroatischer Hexenkessel mit Auswärtsspielatmosphäre werden. Das österreichische Tor wird dabei statt Patrick Pentz wieder Heinz Lindner hüten, wie Ralf Rangnick in der Abschluss-Pressekonferenz bestätigte. Der Sion-Schlussmann kommt damit zu seinem dritten Nations-League-Spiel. Sein Fünftes wird Lens-Legionär Kevin Danso machen. Er kehrt nach einer Gelbsperre wieder in die Hintermannschaft zurück.

Die restliche Aufstellung behielt Rangnick für sich, es werde aber definitiv Änderungen geben, betonte er. Die zuletzt angeschlagen ausgetauschten David Alaba und Andreas Weimann waren zwar beim Abschlusstraining wieder dabei, nach der bisherigen Rotationsfreudigkeit Rangnicks ist aber zumindest ein Einsatz Weimanns mehr als fraglich. Alaba werde zudem nur berücksichtigt, „wenn er bei 100 Prozent ist“, so Rangnick. Kein Thema wird der zuletzt erkrankte Andreas Ulmer sein. Der Abwehroutinier wurde nicht rechtzeitig fit und hat das Teamquartier bereits verlassen.

Kroatien hat sich erholt

Während Österreich nach dem Sieg in Kroatien keinen Dreier mehr holte, verloren die Kroaten von Trainer Zlatko Dalic anschließend nicht mehr. Nach einem Unentschieden gegen Weltmeister Frankreich, schlug der Vizeweltmeister Dänemark und Frankreich auswärts jeweils mit 1:0 und gewann dann zuletzt auch das Rückspiel gegen Dänemark mit 2:1. Die „Karierten“ stehen an der Spitze der Tabelle der Gruppe A und würden mit einem Sieg gegen Österreich den Gruppensieg und Einzug in das Finalturnier um den Nations-League-Sieg fixieren.

Dalic kann dabei in seiner präferierten 4-3-3-Formation wieder auf die große Qualität im Mittelfelddreieck zurückgreifen. Neben Chelsea-Ersatzmann Mateo Kovacic und Inter-Stammkraft Marcelo Brozovic zieht dort Superstar Luka Modric die Fäden. Der seit September 37-jährige Teamkollege von David Alaba bei Real Madrid wurde gegen Österreich erst nach dem 0:3 eingewechselt, am Donnerstag lieferte er gegen Dänemark eine hervorragende Leistung ab. Sein Start wird dem ÖFB-Team dieses Mal wohl nicht erspart bleiben.

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