Österreich schlägt Kroatien im ersten Spiel der Nations League Gruppe A denkwürdig mit 3:0. Es ist der allererste Sieg gegen den Vizeweltmeister von 2018. Eine neu aufgekeimte Spielfreude und die taktische Handschrift von Neo-Coach Ralf Rangnick lassen auf mehr hoffen.

Bei drückender Abendhitze empfing Vizeweltmeister Kroatien im Osijeker Stadion Gradski vrt die ÖFB-Elf. Bei seiner ersten Aufstellung wusste Neo-Coach Ralf Rangnick auch gleich durchaus zu überraschen. In seiner 3-1-4-2-Formation standen Spieler wie Kevin Danso, Andreas Weimann und Karim Onisiwo in der Startelf, während unter anderem Christoph Baumgartner und Sasa Kalajdzic auf der Bank Platz nehmen mussten.

Österreich nutzt die erste Top-Chance

Nach einer von individuellen Fehlern geprägten Anfangsphase, übernahm die Heimmannschaft von Trainer Zlatko Dalic die Spielkontrolle. Zählbares schaute bei den Karierten jedoch selten heraus, die wenigen kroatischen Chancen entstanden meist durch Unsicherheiten in der österreichischen Abwehr.

Die Handschrift von Ralf Rangnick war von Beginn an klar zu erkennen. Ein ständiges Pressing in der gegnerischen Hälfte erschwerte den Kroaten ihr Spiel aufzuziehen. Das ÖFB-Team konnte entstehende Kontersituationen aber vorerst nicht gut ausspielen. Erst in der 41. Spielminute funktionierte genau das erstmals und es klingelte gleich. Ein langer Ball des glänzend aufspielenden Konrad Laimer überwand die kroatische Vordermannschaft, Karim Onisiwo sicherte den Ball gut und Marko Arnautovic schoss mustergültig in die untere rechte Ecke zum 1:0 ein. Mit dieser Führung ging das Spiel in die Pause.

Großer Jubel in Osijek

Der zweite Durchgang startete turbulent. In der 51. Spielminute scheiterte der zur Halbzeit eingewechselte Michael Gregoritsch noch kläglich am kroatischen Keeper Ivica Ivusic, drei Minuten später stand der großgewachsene Steirer aber perfekt und verwertete eine mustergültige Hereingabe von zum 2:0. Es dauerte nur weitere drei Minuten, bis Marcel Sabitzer nach erneutem Wöber-Pass aus gut 20 Metern den Ball in die untere linke Ecke zirkelte.

Nach nicht einmal einer Stunde lag Österreich gegen den Vizeweltmeister mit 3:0 voran, der von den eigenen Rängen folglich konsequent ausgepfiffen wurde. Die hungrigen Österreicher profitierten stark von ihrem disziplinierten Abwehrverhalten und dem unterdurchschnittlichen Passspiel der kroatischen Mannschaft. Der Schock saß bei den Kroaten merklich tief und es kam zu keiner großen Gegenwehr mehr. Der österreichischen Mannschaft reichte der Vorsprung aus und sie schaukelte ihn routiniert über die Ziellinie.

Im sechsten Aufeinandertreffen mit Kroatien konnte der ÖFB erstmals überhaupt einen Punkt einfahren. Für Neo-Coach Ralf Rangnick stellt dieser Sieg gegen den 16. in der FIFA-Weltrangliste einen perfekten Einstand dar.

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