Schon vor dem ersten von zehn Qualifikationsspielen von einem Schlüsselspiel zu sprechen scheint vielleicht etwas früh, aber das Heimspiel gegen Polen ist für Österreich definitv eines. Mit einem gelungenen Auftakt könnte das Team von Franco Foda etwas entspannter in die folgenden Partien gehen, während eine Niederlage das Nationalteam, vor allem im Hinblick auf das schwierige Auswärtsspiel in Israel, gewaltig unter Druck setzen würde.


Die Rechnung vor der Qualifikation ist im Prinzip recht einfach. 10 Gruppen mit jeweils sechs Teams, die ersten Beiden qualifizieren sich fix für die transkontinentale Endrunde 2020. Die restlichen 4 Plätze im Teilnehmerfeld werden über die Nations League vergeben, ob sich dieses Hintertürchen für Österreich noch öffnet, wird sich erst nach der Qualifikation zeigen. Durch die Nations League wurde der Spielplan der „normalen“ Qualifikation auch sehr gestrafft, die Spiele beginnen Ende März und werden bereits neun Monate später im November schon wieder abgeschlossen sein.

Österreich rittert in Gruppe G mit Polen, Israel, Slowenien, Nordmazedonien und Lettland um die beiden Fixtickets. Der Papierform nach sind Polen und Österreich die Favoriten auf die ersten beiden Plätze. Doch die sprichwörtlich „gmade Wiesn“ ist die Gruppe auf keinen Fall: Israel ist ein unangenehmer Gegner und auch Nordmazedonien, das seine Nations League Gruppe gewinnen konnte, ist ein gefährlicher Außenseiter, den man nicht unterschätzen darf. Trotzdem: Alles andere als eine Qualifikation wäre für das österreichische Nationalteam eine herbe Enttäuschung.

Durchwachsene Leistungen

Um so wichtiger ist ein erfolgreicher Auftakt für unser Nationalteam. Ein Erfolg gegen Polen würde sich nicht nur in der Tabelle gut machen, sondern dem Team sicher auch viel Selbstvertrauen geben. Die Gäste waren in jüngster Vergangenheit nicht von Erfolg verwöhnt. Bei der WM in Russland musste man als Gruppenletzter nach der Vorrunde die Heimreise antreten und auch die Nations League beendete Polen als Letzter. Im Happel-Stadion treffen somit zwei Teams aufeinander, die in den letzten Monaten nicht restlos überzeugen konnten.

Eine Niederlage zum Auftakt wäre vor allem für Österreich ein denkbar schlechter Start in die Qualifikation und würde schon nach dem ersten Spiel gewaltigen Druck aufbauen. Das folgende Auswärtsspiel gegen Israel ist sicher kein Selbstläufer, im schlimmsten Fall wäre das EM-Ticket schon nach zwei Partien in weite Ferne gerückt. Die Auslosung hat es also in sich für das Nationalteam, mit zwei der drei schwierigsten Spiele gleich zum Auftakt.

Polnische Offensivpower

Vor allem in der Offensive hat Polen gefährliche Spieler. Über die Qualitäten eines Robert Lewandowski muss man nicht viel berichten, und mit Arkadiusz Milik und Piotr Zielinski von SSC Napoli machte der FC Red Bull Salzburg erst schlechte Erfahrungen. Vor dem Spiel eine klare Favoritenrolle auszumachen ist sehr schwer, es ist ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten, bei dem Kleinigkeiten den Unterschied machen können. Erwischen die Polen einen guten Tag sind sie über Österreich zu stellen, rufen sie ähnlich mäßige Leistungen ab wie bei der Weltmeisterschaft oder in der Nations League hat das Nationalteam sicher Chancen auf drei Punkte.

Fazit: Die Auslosung bescherte Österreich ein paar unangenenehme, aber sicher keine unlösbaren Aufgaben. Statt Polen und Israel hätte es aus Topf ein und drei andere Kaliber geben können. Mit einem erfolgreichen Auftakt gegen Polen könnte Österreich schon einen wichtigen Schritt machen. Ruft das Nationalteam sein zweifellos vorhandenes Potential ab, werden die österreichischen Fans über die zweite EM-Qualifikation in Folge jubeln können.

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