Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft schreibt Geschichte. Mit einer tadellosen Leistung schlägt die Foda-Elf die Ukraine mit 1:0 und zieht ins Achtelfinale ein.


Daniel Bachmann Note: 2

War vor wenig gefordert, war bei einem Distanzschuss in der 29. Minute auf seinem Posten. In seinem fünften Länderspiel unterstrich Bachmann seine Ambitionen auch in Zukunft das Tor hüten zu dürfen. Seine Glanzparade nach einer Stunde lässt Österreichs Fans wohl zurecht hoffen, dass diese Ambitionen auch beim Teamchef Anklang finden.

Stefan Lainer Note: 2

Spulte Kilometer um Kilometer ab – an ihm war kein Vorbeikommen. Offensiv ließ der Gladbacher zudem fast keine Wünsche offen, Durfte sich nach einer Stunde bei seinem Keeper bedanken, dass sein zweites Turniertor nicht im falschen Netz landete – ansonsten tadellos.

Aleksandar Dragovic Note: 2

Zeigte seine Stärke im Spiel gegen den Ball und ließ wenig zu. Die Routine gepaart mit Adrenalin macht Dragovic trotz fortgeschrittenem Alters zum absoluten Leistungsträger. Mit dem Aufstieg ins Achtelfinale hat der Wiener auch seinen Frieden mit der Europameisterschaft geschlossen.

Martin Hinteregger  Note: 1

Zurück im Abwehrzentrum kehrte auch die gewohnte Qualität von Hinteregger zurück ins Spiel der Österreicher. Unterband mit einem mustergültigen Zweikampf die sich anbahnende beste Chance der Ukraine in Halbzeit eins. Auf Kompromisse ließ sich der Kärntner heute nie ein.

David Alaba Note: 2

Wurde diesesmal links in der Verteidigung aufgeboten und unterstrich seine Weltklasse auf dieser Position. Vor allem offensiv wusste der Neo-Königliche stets für Gefahr zu sorgen. Sein perfekt-getretener Eckball führte zur hochverdienten Führung. Defensiv wurde die Ukraine jedoch immer wieder über seine Seite gefährlich, zuletzt ohne Konsequenzen.

Xaver Schlager Note: 1

Unermüdlich, unerschöpflich – lief viel und hatte dabei stets das Auge für den Mitspieler. Als Achter war Schlager zweikampfstark in der eigenen Hälfte und wusste mit schnellen Antritten auch die ukrainische Hintermannschaft vor Probleme zu stellen. Ließ sich auch mit Fortlauf der Partie nie die Schneid abkaufen und galt mit Partner Laimer als elementar wichtig.

Konrad Laimer Note: 1

Kämpferisch und immer da, wo er zu sein hatte, zeigte Konrad Laimer wohl eine der besten Leistungen seiner Karriere. Mit einem beherzten Schuss von der Strafraumgrenze hätte der Leipzig-Legionär eine starke erste Halbzeit mit einem EM-Tor krönen können. Verabschiedete sich 20 Minunten vor Schluss angeschlagen, gehörte aber bis dahin ohne Zweifel zu den besten Kickern am Feld.

Florian Grillitsch Note: 1

Rückte in die Startelf und fügte sich ein, als ob er seit Jahren zum Stammpersonal gehören würde. Gegen den Ball und in der Gestaltung wusste der Hoffenheim-Legionär seine bekannten Stärken auszunutzen. Seine Balleroberungen und Pässe machten ihn zum Man of the Match.

Marcel Sabitzer Note: 1

Spielte eine herausragende Partie und versuchte stets da zu sein, wo Not am Mann war. Agierte sowohl in der Ballverteilung als auch im Spiel gegen das Spielgerät weltklasse und brachte endlich die Qualität, die er von Leipzig mitbringt auch im Nationalteam auf den Rasen.

Christoph Baumgartner Note: 2+

Wirkte deutlich aktiver als in seinen ersten zwei Auftritten bei dieser Europameisterschaft und hatte nach 20 Minuten seinen ganz großen Auftritt. Nach idealer Ecke von Alaba brachte der bisher eher wenig mit physischer Stärke in Erscheinung getretene Hoffenheim-Legionär seine Schuhsohle zum Ball. Der Lohn für den Einsatz war sein viertes Länderspieltor und wohl sein wichtigsten. Musste leider bereits nach 30 Minuten verletzt raus.

Marko Arnautovic Note: 3

Brachte die erhoffte physische Stärke aufs Feld und in den Angriff. Agierte mit Ball bärenstark und hätte der österreichischen Fanseele viele Nerven ersparen können, hätte er kurz vor der Pause den perfekten Konter zu seinem zweiten Turniertor genutzt. Fand in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz in die Partie – egal heute haben es andere gerichtet.

Eingewechselt:

Alessandro Schöpf Note: 2

Kam völlig überraschend nach 30 Minuten in die Partie und war gleich mittendrin. Bereitete kurz vor der Pause nach perfektem Konter die Riesengelegenheit von Marko Arnautovic vor. Schüttelte ein absolutes Seuchenjahr bei Schalke mit einer starken Leistung ab. 

Stefan Ilsanker Note: zu kurz eingesetzt

Sasa Kalajdzic Note: zu kurz eingesetzt