Nach dem Auftaktsieg gegen Nordmazedonien muss sich Österreich gegen die Niederlande mit 2:0 geschlagen geben und ist nun im letzten Gruppenspiel gegen die Ukraine gefordert.


Daniel Bachmann Note: 2-

Wie schon gegen Nordmazedonien, durfte Bachmann auch gegen die Niederlande das Tor hüten. Zu Beginn des Spiels, als ein tiefer Ball in seinen Sechzehner kam, war er aufmerksam. Beim Elfmeter erriet er die richtige Ecke, war jedoch beim Schuss von Depay chancenlos. Sein Spiel mit dem Fuß war verbessert, wobei er meist den langen Abschlag bevorzugte, obwohl ein kurzes Zuspiel nicht verkehrt gewesen wäre. Nach rund einer Stunde hielt er Österreich mit einer sehr starken Parade, nach Abschluss von de Vrij, im Spiel. Beim zweiten Gegentreffer war er, wie schon beim ersten, chancenlos. In der 77. Minute ließ er seinen Gegenspieler, wie schon gegen England, mit einer schönen Finte aussteigen.

Andreas Ulmer Note: 4

Ulmer hatte in den ersten paar Minuten gute Offensivszenen, inklusive sehenswertem Gurkerl. Der Außenverteidger war im Laufe der ersten Halbzeit im Angriffsspiel jedoch etwas blass. Seine Flanken waren ebenfalls etwas zu ungenau. Auch in der zweiten Hälfte war er offensiv bemüht, konnte jedoch nicht für Gefahr sorgen.

Aleksandar Dragovic Note: 3+

Dragovic wirkte von Beginn weg aggressiv und hatte seinen Gegenspieler Depay die meiste Zeit ganz gut im Griff, ließ ihm wenig Platz. Kurz vor der Pause wirkte er jedoch steif, als er van Aanholt bei einem schnellen Vorstoß aus den Augen verlor. Beim zweiten Gegentreffer sah der Abwehrspieler jedoch schlecht aus, als er zu früh rausschob und den Raum hinter ihm öffnete. Sonst war es eine solide Partie vom Serbien-Legionär.

Martin Hinteregger Note: 3

Hinteregger hat sich im Vergleich zum Nordmazedonien-Spiel gesteigert. Spielte von Beginn weg aggressiv und schaltete sich auch hin und wieder effektiv in Offensivaktionen ein. Spielte auch seine bekannt guten Eröffnungspässe, die jedoch selten Abnehmer fanden. In der 37. Spielminute hatte er einen guten Abschluss aus halblinker Position. In der zweiten Hälfte wirkte er jedoch etwas unkonzentriert. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff kam er gegen Wijnaldum etwas zu spät. Beim zweiten Gegentreffer hob er das Abseits auf. Im Verlauf der zweiten Hälfte wechselte er mit Alaba wieder die Position und hatte dann das defensive Zentrum gut im Griff.

David Alaba Note: 3+

Alaba spielte in der Dreierkette zu Beginn erneut in der Zentrale und erwischte einen schlechten Start. Der Real-Legionär stieg Dumfries im Sechzehner auf den Fuß und verursachte in der Anfangsphase einen Elfmeter, den die Niederlande verwandeln konnte. Bei hohen Bällen tat er sich gegen den großen Weghorst teilweise schwer. Die Laufduelle entschied er meist jedoch für sich. Bei einem Niederlande-Einwurf war er unaufmerksam und ermöglichte somit Depay eine gute Torchance. Kurz vor der Pause war er zudem bei einem Niederlande-Vorstoß unaufmerksam. Wie auch gegen Nordmazedonien wechselte er im Laufe der zweiten Hälfte auf die linke Außenverteidiger-Position, wodurch er offensiver agieren konnte. In der 82. Spielminute hatte er einen gefährlichen Abschluss, der knapp das Tor verfehlte.

Stefan Lainer Note: 3-

Spielte gewohnt aggressiv, vor allem defensiv. Ins Offensivspiel war er in der ersten Hälfte jedoch fast gar nicht eingebunden. In der zweiten Hälfte spielte er etwas offensiver und es gingen auch mehr Angriffe über ihn. Im Duo mit Lazaro konnte er jedoch nicht wirklich gefährlich werden. Der Gladbacher war jedoch durchwegs bemüht.

Konrad Laimer Note: 3-

Laimer wirkte zu Beginn etwas aufgeregt, spielte teilweise ungenaue Pässe. Er war vor allem in der ersten Hälfte viel unterwegs, wobei er häufig leere Meter machte, da er bei tiefen Pässen oft keine Zuspiele bekam. Laimer wirkte in der zweiten Hälfte etwas ausgepowert – wobei, verständlich nach einer langen Verletzung. In der 61. Spielminute wurde er durch Florian Grillitsch ersetzt.

Xaver Schlager Note: 3+

Auch Schlager war zu Beginn noch nicht ganz im Spiel und traf im Anlaufen manchmal die falsche Entscheidung. Im Passpiel war er aber direkter im Vergleich zum Nordmazedonien-Spiel. Er hatte auch einige gute Balleroberungen, wie man es von ihm gewohnt ist. Kurz vor der Pause hat er mit einer Unaufmerksamkeit jedoch eine gute Niederlande-Chance eingeleitet. Auch in der zweiten Halbzeit konnte er nicht für den nötigen Impact sorgen.

Marcel Sabitzer Note: 3-

Sabitzer spielte ließ sich häufig fallen, um sich die Bälle aus dem tiefen Mittelfeld zu holen. Sonst war der Leipzig-Legionär, wie die gesamte Offensive, nicht wirklich auffällig in der ersten Hälfte. Er machte aber viele Meter und half häufig in der Defensive aus, weil das Mittelfeld oft überladen war. Auch in der zweiten Hälfte war er bemüht, fand oft jedoch keine Anspielstation.

Christoph Baumgartner Note: 4

Baumgartner bewegte sich gewohnt viel und wechselte auch hin und wieder die Seite. Nach rund einer halben Stunde schloss er ein gutes Dribbling mit einem Abschluss ab. Nur eine Minute später lief er sich mit einer guten Bewegung frei. Sonst hing er leider die meiste Zeit in der Luft. Zu Beginn der 2. Halbzeit war der Hoffenheim-Spieler besser im Offensivspiel eingebunden, konnte jedoch auch für keinen Geniestreich sorgen. Wurde in der 70. Spielminute durch Lazaro ersetzt.

Michael Gregoritsch Note: 4

Der Torschütze gegen Nordmazedonien erhielt heute den Vorzug vor Saša Kalajdžic. Leider konnte ihn die niederländische Defensive fast komplett aus dem Spiel nehmen. Der Angreifer hatte wenig bis kaum Zugriff im Spiel und konnte nur selten Bälle behaupten. Nach rund einer Stunde wurde er durch Saša Kalajdžić ersetzt.

Eingewechselt:

Saša Kalajdžić Note: 3-

War nach seiner Einwechslung aktiv in seinen Bewegungen und forderte häufig den Ball. Hin und wieder versuchte er durch schnelle Pässe das Spiel zu beschleunigen. Der kopfballstarke Stürmer konnte jedoch, wie auch Gregoritsch, gut aus dem Spiel genommen werden und sich keine gefährliche Torchance erarbeiten.

Florian Grillitsch Note: 3-

Grillitsch wirkte nach seiner Hereinnahme gewohnt ruhig am Ball und pressingresistent. Die Bälle konnte er im Mittelfeld ganz gut verteilen, dem Spiel als Box-to-Box-Spieler aber auch nicht seinen Stempel aufdrücken.

Valentino Lazaro Note: 3-

Wirkte nach seiner Einwechslung spritzig, konnte seine Dribbling-Stärke jedoch auch nicht ganz auf den Platz bringen. Er harmonierte jedoch ganz gut mit Lainer auf seiner rechten Seite, wobei der Gladbacher Läufe in die Tiefe vermissen ließ.

Philipp Lienhart: zu kurz eingesetzt

Karim Onisiwo: zu kurz eingesetzt