Österreichs Nationalmannschaft nimmt kommendes Jahr zum dritten Mal an einer EM-Endrunde teil. Das ÖFB-Team ist nach einem völlig verdienten 2:1-Sieg gegen Nordmazedonien nicht mehr von Platz zwei in der Qualifikationsgruppe G zu verdrängen. David Alaba brachte Österreich schnell auf die Siegerstraße, Stefan Lainer besorgte kurz nach der Pause die Entscheidung. 


Debütant im Tor

Bei Österreich startete mit LASK-Tormann Alexander Schlager ein Länderspieldebütant im Tor. Das war nach den starken Leistungen für die Linzer zu erwarten und auch sonst gab es in der Startaufstellung von Franco Foda keine wirklichen Überraschungen. Konrad Laimer bekam beim 4-2-3-1-System im zentralen Mittelfeld den Vorzug gegenüber Florian Grillitsch, David Alaba kam am linken Offensivflügel zum Einsatz.

Österreich versuchte von Beginn an das Spiel in des Gegners Hälfte zu verlagern und kam nach sechs Minuten zu einem Traumstart. Stefan Lainer brachte einen Ball zur Mitte – ob er für Marko Arnautovic oder David Alaba gedacht war bleibt sein Geheimnis – und Alaba umkurvt Goalie Dimitrievski, um mit rechts einzuschieben. Das erste Teamtor des Bayern-Legionärs seit über einem Jahr stieß Österreichs Euro-Tür somit sehr früh fast vollständig auf.

Alles im Griff

Nach 15 Minuten dann der erste große Auftritt von Arnautovic. Der China-Legionär ließ Mladenovski sehenswert stehen, verzog dann aber am linken Eck vorbei. Kurz darauf stieß Neo-Torjäger Martin Hinteregger nach glücklichem Doppelpass mit Alaba in den Strafraum vor, sein Heberversuch wurde aber von Schlussmann Dimitrievski pariert. Die Gäste aus Nordmazedonien sahen überhaupt kein Land und bekamen den Ball kaum einmal kontrolliert auch nur in die österreichische Spielhälfte.

Österreich hingegen verpasste es vorerst druckvoll nachzusetzen. Immer wieder versuchte man es durch die von Nordmazedonien dicht besetzte Mitte, die Zuspiele waren teilweise zu ungenau. Arnautovic scheiterte nach 35 Minuten per Kopf nur knapp. Marcel Sabitzer setzte bei seiner ersten gefährlichen Aktion den Schuss zu zentral aufs Tor an. Teamdebütant Schlager kam Sekunden vor der Pause doch noch einmal zum Einsatz und blieb dabei gegen Kostadinov siegreich.

Schnelle Entscheidung

Nach Wiederbeginn setzte gleich einmal Valentino Lazaro mit einem Volley ein klares Zeichen, dass die Führung möglichst bald ausgebaut werden sollte. Lainer war der gleichen Meinung und besorgte nach einem Eckball mit seinem ersten Teamtor das 2:0 (48.). Kurz darauf wurde Schlager bei einem Eckball fast am kurzen Eck überrascht, Österreichs Schlussmann war aber noch rechtzeitig zur Stelle. Die Partie war nun nach 50 Minuten quasi entschieden. Nordmazedonien schaffte es auch in dieser Phase nicht, Österreich vor Probleme zu stellen. Die Heimischen wiederum schienen nicht mit dem letzten Nachdruck einen höheren Sieg erlangen zu wollen.

Eine Viertelstunde vor Schluss setzten die Nordmazedonier dann Österreich plötzlich doch unter Druck. Zuerst wurde vor einem Stojanovski-Schuss, der nur um Zentimeter am Tor vorbeiging, von der nahezu gesamten Defensive zu zaghaft verteidigt. Eine Minute darauf ließ Dragovic Stojanovski zu viel Platz, dessen Kopfball klärte Schlager zur Ecke. Die Foda-Elf nahm die Weckrufe entgegen und setzte ihrerseits wieder mehr Offensivakzente. Der eben eingewechselte Christopher Trimmel hatte dabei wiederholt seine Beine im Spiel.

Ein weiteres Tor gelang nicht mehr, was vor allem Arnautovic hadern ließ. Dafür fing man sich in letzter Minute noch ein Gegentor ein. Stojanovski wurde nach einem Freistoß vom kurz zuvor eingewechselten Michael Gregoritsch zu viel Raum gelassen und köpfte ein.

Die rot-weiß-rote Elf schaffte also nach einem katastrophalen Start in die EM-Qualifikation den Turnaround und nimmt nach 2016 zum zweiten Mal in Folge an einer EM teil. Nachdem Polen in Israel mit 2:1 gewonnen hat, ist die theoretische Chance auf den Gruppensieg für Österreich dahin. Die ÖFB-Elf wird bei der EM-Auslosung am 30. November in Bukarest höchstwahrscheinlich aus Lostopf 3 gezogen werden.

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