Ein gute zehnminütige Anfangsphase, in der die heimische Elf durchaus selbstbewusst auftrat, wurde durch eine vermeidbaren Elfmeter zu Nichte gemacht. Es folgte darauf eine achtzigminütige Planlosigkeit in der Offensive gepaart mit fehlendem Tempo, um dem Spiel noch eine etwaige Wende zu geben. Nun kommt auf das Nationalteam am Montag ein Entscheidungsspiel gegen die Ukraine zu,


Was positiv war

David Alaba hat seine Position gefunden: Lange wollte der heimische Fan David Alaba auf jener Position sehen, auf der er in München groß aufgezeigt hat. Nun dürfte es sich auch bis zum Nationalteam durchgesprochen haben, dass Alaba in der Innenverteidigung gar nicht so schlecht aufgehoben ist. Auch gegen die Niederlande startete Alaba zentral in der Fünferkette, rückte erst spät im Spiel eine Reihe weiter vor. Auch sonst mit einer guten Partie, auch wenn er den Elfmeter verursacht hat.

Breite im Kader: Geht mit dem Stammpersonal wenig, so kann Franco Foda mittlerweile wenigstens auf die Breite des Kaders bauen. Mit den Wechseln kam durchaus etwas mehr Energie in die Partie, Sasa Kalajdzic beispielsweise wusste sich eher zu behaupten, als dies zuvor bei Gregoritsch der Fall war.

Daniel Bachmann: Hatte eigentlich nicht viel zu halten, beim Elfmeter chancenlos, beim 2:0 noch dran, zuvor noch einen Kopfball gegen Weghorst stark pariert. Ist offensichtlich mit Selbstvertrauen ausgestattet, ließ zweimal riskant einen Niederländer aussteigen.

Was negativ war

Fehlende Kreativität und Tempo in der Offensive: Das leidige Thema zieht sich nun schon durch das gesamte Jahr 2021 und war durchaus auch im Spiel gegen die Nordmazedonier zu spüren, auch wenn die drei Tore da noch die Tatsache etwas überdeckten. Gegen die Niederlande fiel das Fehlen eines offensiven Konzepts nun erneut eklatant auf, immer wieder mussten Angriffe gestoppt werden und das Tempo rausgenommen. Jeglicher Keim offensiver Kreativität vertrocknete so bereits im Ansatz.

Kein Tiefgang: Auffallend selten spielt die heimische Elf den Pass in die Tiefe, die Laufwege wurden durchaus immer wieder mal angezogen, doch im Endeffekt erreichte das Spielgerät nie den steilgehenden Kicker, da der Versuch des Zuspiels gleich gar nicht umgesetzt wurde.

Linkslastigkeit: Viel lief – vor allem in der ersten Halbzeit – über die linke Seite, Andreas Ulmer war des Öfteren vorne zu sehen, wurde aber von den Niederländern beinhart abgekocht und vermochte kaum gefährliche Flanken vor den Kasten zu bringen. Über rechts, die Seite von Stefan Lainer, war in der Offensive wenig zu sehen. Fraglich, ob von Seiten Franco Fodas so gewollt oder vom Gegner gut gelenkt.

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