Die Fußball-Europameisterschaft ist in jeglicher Hinsicht etwas Besonderes. Von dem etwas mysteriösen Modus bei der Auslosung über den Fakt, dass zum ersten Mal eine ganze Qualifikation in einem Kalenderjahr gespielt wurde bis hin zur großen Brandbreite der Spielorte.
Zwölf Städte an der Zahl sind es, die im kommenden Jahr auf dem ganzen Kontinent – und darüber hinaus – außergewöhnliche Stimmung und dieses ganz besondere Fußballfieber verbreiten wollen. Genau diese zwölf Stadien und Städte stellen wir euch in diesem Artikel näher vor, bevor alle Fans des ÖFB-Teams am heutigen Abend bei der Auslosung erfahren, wohin es ihre Mannschaft ziehen wird.


Wembley-Stadion, London, England: Das größte Stadion der EURO 2020 steht auf der Insel, in der britischen Hauptstadt. Im Fußball-Tempel finden 90.652 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz, dementsprechend werden dort auch die beiden Halbfinalspiele (7. Juli/8. Juli) und das große Endspiel (12. Juli) ausgetragen werden. Im Stadion, in dem kein Verein regelmäßig als Heimverein aufspielt, finden zudem noch drei Spiele der Gruppe D (14. Juni/19. Juni/23. Juni) und ein Achtelfinale (27. Juni) zwischen dem Sieger der Gruppe A und dem Zweiten der Gruppe C statt.

Nationalstadion, Baku, Aserbaidschan: Ebenfalls eine Besonderheit der kommenden EM-Endrunde findet sich auch in diesem Stadion. Trotz dessen, dass sich die Republik Aserbaidschan geographisch gesehen eigentlich auf dem asiatischen Kontinent befindet, ist der dort angesessene Fußball-Verband Mitglied der UEFA, weswegen er auch an den Europameisterschaften – und nicht an den Asien-Meisterschaften – teilnimmt. Nach dem Finale der UEFA Europa League werden im 69.870 Zuschauerinnen und Zuschauer fassenden Stadion drei Spiele der Gruppe A (13. Juni/17. Juni/21. Juni) und das Viertelfinale am 4. Juli ausgetragen werden.

Allianz-Arena, München, Deutschland: Vor allem für die österreichischen Fans wäre dieses Los natürlich etwas ganz Spezielles: Zum einen gut erreichbar aufgrund der geographischen Nähe, zum anderen natürlich mit dem Willen verbunden, die deutsche Mannschaft bei einem großen Turnier endlich wieder einmal zu schlagen. Hierfür müsste der ÖFB in Gruppe F gelost werden, dann würde fix eine Reise in die bayerische Hauptstadt winken. Neben drei Gruppenspielen (16. Juni/20. Juni/24. Juni) findet dort auch das Viertelfinale am 3. Juli statt – Für die beiden Halbfinale sowie das Endspiel hatte sich der DFB ja erfolglos beworben.

Olympiastadion, Rom, Italien: Ebenso aus Österreich gut erreichbar – mit dem Nachtzug zum Beispiel – ist das Olympiastadion in der italienischen Hauptstadt. 72.689 Zuschauerinnen und Zuschauer finden dort, in dem Stadion, in dem aktuell sowohl die AS Roma als auch Lazio Rom ihre Heimstätte haben, Platz. Zudem fanden in diesem Stadion bereits Spiele der WM-Endrunde 1990 statt. Im Rahmen der kommenden Europameisterschaft finden dort drei Spiele der Gruppe A, nämlich am 12. Juni, am 17. Juni und am 21. Juni, sowie ein Viertelfinale am 4. Juli statt.

Hampden-Park, Glasgow, Schottland: Ein weiteres Stadion auf der Insel befindet sich in der schottischen Hafenstadt, weiter östlich ist nur noch die irische Spielstätte in Dublin gelegen. 52.500 Zuschauerinnen und Zuschauer passen in die Heimstätte des Viertligisten Queen’s Park. In einem der Austragungsorte des olympischen Fußballturniers 2012 werden bei der EM 2020 vier Spiele stattfinden: Die Gruppe D am 15. Juni, am 19. Juni und am 24. Juni, sowie ein Achtelfinale des Siegers der Gruppe E und des Drittplatzierten der Gruppe A/B/C oder D am 30. Juni.

Krestowski-Stadion, Sankt Petersburg, Russland: Dieses Stadion dürfte den meisten von uns am ehesten noch von der Weltmeisterschafts-Endrunde im vergangenen Jahr in Russland in Erinnerung geblieben sein. 69.501 Zuschauerinnen und Zuschauer finden im Stadion von Zenit St. Petersburg – wohin auch das Champions League-Finale 2021 vergeben wurde – Platz. Bei der EM ist die Spielstätte der Austragungsort von drei Partien der Gruppe B am 13. Juni, am 17. Juni und am 22. Juni sowie eines Viertelfinalspiels am 3. Juli.

Aviva-Stadion, Dublin, Irland: 51.700 Zuschauerinnen und Zuschauer finden im östlichsten EM-Stadion Platz – Also dort, wo ansonsten nur der irische Fußball- und der irische Rugby-Verband ihre Heimstätte haben. Zudem wurde das Finale der Europa League, damals zwischen dem FC Porto und Sporting Praga, in Irland ausgetragen. Bei der kommenden EM finden drei Spiele der Gruppe E – am 15. Juni, am 19. Juni und am 24. Juni – sowie das Achtelfinale am 30. Juni zwischen dem Sieger der Gruppe D und dem Zweitplatzierten der Gruppe F statt.

Telia-Parken, Kopenhagen, Dänemark: Im kleinsten Stadion der EURO 2020 – nur 38.190 Plätze gibt es dort – werden drei Gruppenspiele der Gruppe B am 13. Juni, am 18. Juni und am 22. Juni sowie ein Achtelfinale am 29. Juni zwischen dem Zweitplatzierten der Gruppe D und dem Zweitplatzierten der Gruppe E ausgetragen werden. Ansonsten spielt im Stadion der dänischen Hauptstadt, in dem das Dach übrigens verschließbar ist, der FC Kopenhagen und die dort ansässige Nationalmannschaft. Zudem fand 2001 der Eurovision Song Contest dort statt.

San Mamés, Bilbao, Spanien: Erst 2013 eröffnet wurde eines der drei EM-Stadien, die sich nicht in der Hauptstadt ihres Landes befinden. Vom San exakt 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fassenden Mamés-Stadion in der spanischen Stadt Bilbao ist natürlich die Rede, zudem ist es die Heimstätte von Athletic Bilbao. Während der EM wird dort am 15. Juni, am 20. Juni und am 24. Juni (alles Gruppenspiele der Gruppe F), sowie am 28. Juni (Achtelfinale zwischen dem Sieger der Gruppe B und dem Drittplatzierten der Gruppe A/D/E oder F) gespielt werden.

Johann-Cruyff-Arena, Amsterdam, Niederlande: Unbestritten eines der schönsten EM-Stadien findet sich in der holländischen Hauptstadt Amsterdam. Sie wird bei Heimspielen von Ajax Amsterdam und bei den Länderspielen der Nationalmannschaft zu einem wahren Fußballtempel, zudem fanden dort das Champions League-Finale 1998 und das Europa League-Finale 2013 statt. Und auch als Stätte für Konzerte ist das 54.990 Zuschauerinnen und Zuschauer fassende Stadion sehr beliebt, auch hier ist das Dach nämlich verschließbar. Bei der EURO 2020 finden hier drei Spiele der Gruppe C – am 14. Juni, am 18. Juni und am 22. Juni – sowie ein Achtelfinale zwischen dem Zweitplatzierten der Gruppe A und dem Zweitplatzierten der Gruppe B am 27. Juni statt.

Puskás-Aréna, Budapest, Ungarn: Ebenfalls aufgrund der geographischen Nähe zu Österreich interessant für die ÖFB-Fans ist das hochmoderne Stadion in der ungarischen Hauptstadt Budapest. Erst im Jahr 2017 eröffnet wurde die 67.155 Zuschauerinnen und Zuschauer fassende Arena, die aktuell als Stätte für ungarische Heimspiele sowie für Konzerte und Tagungen dient. Während der EM-Endrunde sind hier drei Spiele der Gruppe F am 16. Juni, am 20. Juni und am 24. Juni und ein Achtelfinale am 28. Juni zwischen dem Sieger der Gruppe C und dem Drittplatzierten der Gruppe D/E oder F zu betrachten.

Arena Națională, Bukarest, Rumänien: Fast sind wir am Ende unserer Reise durch Fußball-Europa angelangt, nur eine Spielstätte, nämlich jene in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, fehlt noch auf unserer Liste. Im Stadion des FCSB Bukarest und des dortigen Fußball-Verbandes wurde bereits das Endspiel der Europa League 2012 ausgetragen, 55.600 Zuschauerinnen und Zuschauer finden dort Platz. Während der Endrunde sind dort drei Spiele der Gruppe C am 14. Juni, am 18. Juni und am 22. Juni sowie ein Achtelfinale am 29. Juni zwischen dem Sieger der Gruppe F und dem Drittplatzierten der Gruppe A/B oder C zu sehen.

 

 

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