Obwohl es für das österreichische Nationalteam im ersten Testspiel gegen England eine knappe 0:1-Niederlage gab, zeigte man sich mit der Vorstellung zufrieden. Am heutigen Sonntagabend ist Österreich noch einmal gefordert, bevor es in den Flieger nach Bukarest für das erste EM-Gruppenspiel gegen Nordmazedonien geht. Mit der Slowakei steht dabei ein ähnlich stark einzuordnender Gegner gegenüber.


Die Slowakei konnte in ihrem ersten Test nicht wirklich überzeugen. Nach frühem Rückstand reichte es daheim gegen Bulgarien, das sich nicht für die Endrunde qualifizieren konnte, nur zu einem 1:1-Remis. Torschütze war der 23-jährige Lázlo Bénes, seines Zeichens Spieler von Borussia Mönchengladbach. Inter Mailand-Star Milan Skriniar wurde gegen die Bulgaren noch geschont, dürfte im abschließenden Kräftemessen gegen Österreich aber zur Verfügung stehen.

Verstecken braucht sich das Nationalteam vor dem direkten Nachbarn nicht. Zwar haben sich die Gäste ebenfalls für die Europameisterschaft qualifiziert, gemessen am reinen Spielermaterial sollte Österreich aber einen Vorteil haben. Die Vorstellung gegen EM-Mitfavorit England sollte zudem trotz der Niederlage Aufschwung geben, nachdem es der mutigste Auftritt seit langer Zeit war. Allen voran Debütant Daniel Bachmann vermochte mit seiner souveränen Leistung im Tor zu überzeugen.

Ob er gegen den Weltranglisten-36. erneut das Tor hütet oder Trainer Franco Foda sich dafür entscheidet, entweder Pavao Pervan oder Alexander Schlager eine Chance zu geben, wird sich zeigen. Bachmann hat auf jeden Fall ein solides Bewerbungsschreiben abgeschickt, um im ersten Gruppenspiel der Euro erste Wahl als Keeper zu sein.

Generell darf man gespannt sein, wie Foda die Aufstellung im letzten Test vor dem großen Turnier auslegt. Experementiert er oder legt er sich insgeheim auf eine fixe Formation für das Spiel gegen Nordmazedonien fest? Kapitän Julian Baumgartlinger wurde auf der Insel nach langer Verletzungspause eingewechselt und lieferte eine aus seiner Sicht “zufriedenstellende Vorstellung” ab. Er weiß aber auch, dass er “momentan noch nicht dort sein kann, wo die fittesten Spieler im Kader sind”. Ebenfalls ein Fragezeichen steht hinter der Position des Linksverteidigers, auf der sich Marco Friedl ein internes Duell mit Andreas Ulmer liefert. Alexander Dragovic spielte in England stark auf und darf auf einen weiteren Einsatz in der Innenverteidigung hoffen.

Unabhängig, wie die Aufstellung aussehen wird, hat das Spiel einen enormen Stellenwert. Es ist wichtig, mit einem guten Gefühl zur EM zu fahren und ein Sieg im abschließeneden Test gegen die Slowakei würde die Stimmung in der Mannschaft bestimmt deutlich heben. Anpfiff ist um 17:30 Uhr im Wiener Ernst Happel Stadion. Es werden bis zu 3000 Zuschauer erwartet, womit es das erste Heimspiel seit langem sein wird, das nicht vor leeren Rängen stattfindet.

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