Zum Abschied des scheidenden Teamchefs Franco Foda duellierte sich in einem an sich völlig belanglosen Freundschaftsspiel die heimische Elf mit der Eliteauswahl der Schotten. Vor einer äußerst tristen Zuschauerkulisse (6.600 ZuschauerInnen) feierte Aleksandar Dragovic sein 100 Länderspiel, nach 90 Minuten stand ein 2:2 auf der Anzeigetafel. Somit konnte auch das dritte Spiel innerhalb eines Jahres gegen die Jungs der britischen Insel nicht gewonnen werden.

Fotocredits Titelbild: Robert Lösch

Ob zweier Abreisen und Erkrankungen war Trainer Foda gezwungen, seine Startelf umzustellen. So standen Daniel Bachmann, Stefan Ilsanker, Valentino Lazaro, Andreas Ulmer und Sasa Kalajdzic gegen die Schotten in einem 3-4-2-1-System von Beginn weg am Platz. Die ersten 25 Minuten boten durchaus die ein oder andere brauchbare Offensivszene der Gastgeber, doch auch die Schotten waren gefährlich und gingen nach einem Eckball nach 28 Minuten in Führung. Auf Seiten der heimischen Kicker fand zweimal Sasa Kalajdzic in Craig Gordon seinen Meister, einmal parierte der 39-jährige Goalie gegen Arnautovic. Aber immerhin wurde mal die Tiefe gesucht und tatsächlich die ein oder andere zwingende Torchance herausgespielt – man ist ja in diesen Tagen schon froh, wenn wenigstens irgendwo ein Fünkchen Hoffnung aufleuchtet. Doch nach dem Treffer war der Stecker erstmal gezogen, auch wenn Foda von der Seitenlinie äußerst intensiv – man ist beinahe geneigt zu sagen, so aktiv wie nie zuvor – agierte. Auf dem Feld passierte de facto nichts mehr.

Unverändert startete Österreich in die zweiten 45 Minuten. Unverändert in jeglicher Hinsicht, denn nicht nur das Personal hatte sich nicht geändert, auch das Gekicke am Platz war erschreckend einfallslos. Und so erzielten die Gäste noch vor der ersten Torchance der heimischen Kicker in Person von McGinn das 2:0. Foda reagiert drei Minuten später und brachte Marco Grüll für Konrad Laimer sowie Alessandro Schöpf für Christoph Baumgartner. 

Allein es änderte sich am, man möge es mir verzeihen, “Gemurkse” am Feld exakt nichts. Auch Foda verstummte zusehends, allein die schottischen Fans füllten das Stadion mit Leben. Und so verronnen die verbleibenden 30 Minuten ähnlich zäh wie Seim. Spannender und abwechslungsreicher als der Kick war gar die Geräuschkulisse des Geschirrspülers in den heimischen Wänden. Einzig “Schöttel Raus”-Rufe hallten durch das Oval, sie werden wohl nicht erhört werden.

15 Minuten vor dem Ende dann eine Systemumstellung auf ein 4-4-2 – Ilsanker und der in den zweiten 45 Minuten völlig blasse Kalajdzic verließen das Grün, Andreas Weimann und Michael Gregoritsch betraten ebenjenes. Und siehe da, nur 60 Sekunden nach seiner Einwechslung netzte Gregoritsch nach einer schönen Flanke von Ulmer zum 1:2. Tja und dann stach auch noch ein weiterer Wechselspieler – Schöpf zog aus 16 Metern ab und erzielte den Ausgleich. Weimann hatte wenig später gar das 3:2 am Schlapfen, Gordon machte sich jedoch abermals breit und verhinderte den Treffer.

Drei Minuten vor der dem Ende fand dann auch noch ein Debütantenball statt – Maximilian Ullmann und Patrick Pentz schnupperten erstmals Teamluft. Sehr nett von Teamchef Foda, quasi ein Abschiedsgeschenk.