Wie auch schon im letzten Jahr wollen wir auch heuer vor dem ersten Länderspiel unserer Nationalmannschaft eine Serie starten, in der wir die Team-Kandidaten genauer unter die Lupe nehmen. Den Anfang machen die Torhüter.

Leider sind die Zeiten der Konsels, Wohlfahrts oder auch Konrads vorbei, als wir Tormänner von internationaler Klasse aufbieten konnten. Der Pool, der Marcel Koller für diese Position zur Verfügung steht, ist leider immer noch sowohl quantitativ als auch qualitativ sehr dünn.

 

Fixstarter in der Stammelf


 

Fixplatz im Kader

Robert Almer – Fortuna Düsseldorf

Robert Almer war bisher der unumstrittene Einser-Tormann der Ära Koller. Trotz mangelnder Spielpraxis bei Fortuna Düsseldorf (es kann sich dort nicht gegen den deutlich jüngeren Fabian Giefer durchsetzen) hat er sich bisher bei den Nationalteam-Einsätzen nichts zu Schulden kommen lassen. Auch aus diesem Grund wird er wohl mit Sicherheit vorerst im Kader dabei sein – wie lange Marcel Koller noch an ihm als Nummer eins festhalten will und wird, bleibt abzuwarten. Es hängt wahrscheinlich viel davon ab, welche Leistungen die anderen Kandidaten bei ihren jeweiligen Vereinsmannschaften abliefern.
 

Kandidaten für Kaderplätze

Thomas Gebauer – SV Ried
Michael Gspurning – Seattle Sounders FC
Lukas Königshofer – Rapid Wien
Heinz Lindner – Austria Wien
Robert Olejnik – Peterborough United
Ramazan Özcan – FC Ingolstadt

Jörg Siebenhandl – Wiener Neustadt
 

Nach Robert Almer gibt es einige Tormänner, die für die Nationalmannschaft interessant sein könnten, allerdings entweder bisher noch nicht konstant auf internationalem Niveau spielen konnten, oder einfach von Marcel Koller ignoriert wurden. Zu letzterer Kategorie zählt Ramazan Öczan, der jede Woche in der (leider nur) 2. Deutschen Bundesliga gute Leistungen bringt und auch vom Kicker als 2. Bester Tormann der Liga eingestuft wurde. Laut eigener Aussage hatte er aber bisher keinen Kontakt zu unserem  Teamchef. Aus unserer Sicht ist dies eigentlich unerklärlich und er hätte sich auf jeden Fall (zumindest) eine Einberufung verdient. Heinz Lindner war zuletzt zweiter Tormann in der Nationalmannschaft – er durfte auch im Testspiel gegen die Elfenbeinküste ran, wo er bei einem Treffer gehörig patzte. In der österreichischen Liga zeigt er beim Tabellenführer Austria Wien allerdings solide Partien, auch er wird wohl weiterhin im Kader von Marcel Koller stehen. Jörg Siebenhandl durfte ebenfalls bereits Teamluft schnuppern, allerdings war er in der A-Nationalmannschaft noch nicht im Einsatz, im U21-Team spielte er zuletzt im September – er ist sicherlich bei weiterer Entwicklung ein Versprechen für die Zukunft.

Nach seiner Einbürgerung ist auch Thomas Gebauer ein Thema, er hat aber zuletzt nicht nur gute Leistungen gezeigt und er kann vermutlich erst mit einer Einberufung ins Team rechnen, wenn er wieder konstant gute Leistungen zeigt. Ebenfalls ein Kandidat wäre Michael Gspurning. Gegen seine Einberufung spricht sein kapitaler Patzer in seinem bislang letzten Länderspiel (gegen Serbien) und auch der weite Weg von Seattle nach Europa. Auf der Habenseite kann er aber mit einer Nominierung zum besten Tormann der MLS dienen (er ging dabei leider leer aus). Lukas Königshofer von Rapid wurde auch schon einmal im Kader (nach einigen Ausfällen) berücksichtigt, will er im Team in der Zukunft eine Rolle spielen, muss er sich aber deutlich weiterentwickeln, insbesondere beim Herauslaufen und auch bei Flanken zeigt er zeitweise Unsicherheiten. Auch Robert Olejnik ist ein Kandidat für den Kader – der 26-jährige Tormann hat sämtliche österreichische Nachwuchsmannschaften durchwandert und hat nun seine Heimat beim englischen Championship-Verein Peterborough United gefunden, wo er auch Stammspieler ist.
 

Hoffnungsträger

Daniel Bachmann – Stoke City
Samuel Radlinger – Hannover 96
Christoph Riegler – SKN St. Pölten

Richard Strebinger – Werder Bremen

Hinter den etablierteren Torhütern gibt es eine Reihe von jungen Spielern, die uns darauf hoffen lassen, wieder Torhüter von europäischen Format zwischen den Pfosten aufstellen zu können. Richard Strebinger und Samuel Radlinger sind beide in der DFL tätig, meistens allerdings noch als dritter Torhüter – sind aber schon das eine oder andere Mal im Bundesligakader gestanden. Daniel Bachmann, der mit 16 von der Austria zu Stoke City gewechselt ist, spielt derzeit in der U21-Mannschaft der Engländer und ist sicherlich ein Versprechen für die Zukunft. Auch Christoph Riegler vom SKN St. Pölten hat bereits angedeutet, dass man mit ihm in den nächsten Jahren rechnen kann.
 

Kein Thema (mehr)

Christian Gratzei – Sturm Graz
Pascal Grünwald – Austria Wien
Jürgen Macho – Admira Wacker

Christian Gratzei, Pascal Grünwald und Jürgen Macho haben entweder schwere Verletzungen hinter sich oder haben ihre Nummer-eins Position bei ihrem Verein verloren. Solange sich dies nicht ändert, werden sie auch kein Thema für Marcel Koller für eine Einberufung sein.
 

Verzicht

Alexander Manninger – FC Augsburg

Alex Manniger hat sich bereits im Jahr 2009 für einen Rücktritt vom Nationalteam entschieden. Dass der Vielgereiste aber sicherlich eine Verstärkung sein kann, zeigen seine letzten Leistungen in der DFL beim FC Augsburg.

 

(Autor: Xandi)

4 thoughts on “Das ÖFB-Teamcasting: Teil 1 – die Torhüter

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    29. Januar 2013 at 15:13
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    Den Robert Olejnik, Stammspieler im englischen Championship, sollte man auch nicht vergessen ;)

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    29. Januar 2013 at 15:29
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    Ihr habt bei Kandidaten für Kaderplätze Robert Olejnik vergessen, er spielt in der englischen zweiten Liga bei Peterborough!

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    29. Januar 2013 at 15:32
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    Koller hat eh gesagt, dass Özcan und Olejnik beobachtet werden.

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    29. Januar 2013 at 15:42
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    Danke für den Hinweis, der ist uns doch glatt entschlüpft…

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