Diesmal in der Talent Watch: Marko Raguz und die Hoffnung auf einen neuen Knipser i. Nationalteam. Am 24. März 2019 absolvierte der langjährige Nationalteam-Stürmer Marc Janko sein letztes Länderspiel für Österreich und stellte seine Nation damit vor ein riesiges Problem. Denn fortan mangelte es dem Nationalteam an einem treffsicheren Stürmer, es entstand eine große Lücke, die bislang noch nicht geschlossen werden konnte.


Weder Lukas Hinterseer, noch Michael Gregoritsch oder Guido Burgstaller überzeugten auf dieser Position, zuletzt agierte der eigentliche Flügelspieler Marko Arnautovic im Sturmzentrum.

Doch sehnt man sich in Österreich nach einem gelernten Stürmer, der zuverlässig knipst und das Nationalteam wieder zu großen Turnieren führt. Diese Rolle könnte Marko Raguz einnehmen, ein großes Talent, das momentan für den Linzer ASK aufläuft und in diesem Jahr seinen großen Durchbruch feierte.

Erste Schritte in Oberösterreich

Marko Raguz wurde am 10. Juni 1998 in Grieskirchen geboren und besaß bis zu seinem 18. Lebensjahr auch die kroatische Staatsbürgerschaft. Erste Schritte machte der Mittelstürmer bei Eferding/Fraham, also in jener Stadt in der Raguz immer noch lebt. Doch schon im Jahr 2012 wechselte er in die AKA Linz und wurde Kooperationsspieler beim UFC Eferding, dem höherklassigen Verein des Ortes, der in der OÖ-Liga vertreten war. 

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Der Weg zum Profi

Im Jänner 2016 debütierte Raguz für die Lask Juniors in der Regionalliga, nach lediglich zehn Spielen wurde er in den Profikader des LASK befördert. Dort kam er allerdings erstmals im März 2017 zum Einsatz, als die Linzer in der zweiten Liga auf Wacker Innsbruck trafen. Noch im selbigen Jahr feierte Raguz mit dem LASK den Aufstieg in die österreichische Bundesliga. 

Danach war Raguz jedoch meist für die Juniors OÖ im Einsatz, die sich momentan in der zweiten Liga befinden. Nach einem Lauf in dieser Saison, bei welchem dem Stürmer zwölf Tore in vierzehn Pflichtspielen gelangen, wurde er von Valerien Ismael wieder in den Profikader gerufen, für den er fortan regelmäßig spielte und traf, es gelang ihm sogar den unangefochtenen Joao Klauss auf die Bank zu verbannen. Insgesamt kommt Raguz in dieser Saison auf bislang 26 Spiele und 7 Tore in der Bundesliga. Doch auch auf internationaler Bühne bewies der Österreicher sein Können, in neun Europa-League-Einsätzen gelangen ihm fünf Tore, womit er maßgeblich zum Gruppensieg der Linzer beitrug. 

Österreichisches Nationalteam

“Mein Ziel ist es, für Österreich zu spielen” betonte Marko Raguz in einem Interview auf die Frage, ob er denn nicht auch für die kroatische Nationalmannschaft auflaufen würde. Dieses Ziel rückt immer näher, nachdem er auch in der U-21 seine Treffsicherheit unter Beweis stellte. In den fünf Spielen in der U21-EM-Qualifikation, die dieses Jahr stattfand, gelangen ihm drei Treffer sowie zwei Vorlagen. Sein Debüt feierte er bereits 2015 für die österreichische U-18-Auswahl, im März 2017 spielte er dann erstmals für Österreichs U-19. Dieser Weg setzte sich durch die österreichischen Nachwuchsmannschaften durch und endet womöglich noch in diesem Jahr im A-Nationalteam.

Der Spieler Marko Raguz

Doch was für ein Spielertyp ist Marko Raguz denn eigentlich? Raguz, der 1,86 Meter groß ist, verkörpert wohl am ehesten den klassischen Mittelstürmer der Neuzeit. Er arbeitet viel gegen den Ball, ist beweglich und stark im Abschluss. Er trifft mit rechts, wie auch mit links und überzeugt auch mit seiner Ruhe vor dem Tor. Insgesamt wirkt der junge Stürmer schon sehr abgeklärt und reif, während der Corona-Pause half der LASK-Akteur gar beim Bundesheer aus, schlichtete dort Regale. Wir sind uns sicher, dass Marko Raguz bald eine Rolle im Nationalteam spielen wird und er definitiv eines der zurzeit größten österreichischen Talente ist.

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