Österreichs Fußballnationalmannschaft ist aufgrund vieler Ausfälle mit einer Ersatz-Elf in das Testspiel gegen Luxemburg gegangen. Gegen den vermeintlichen Fußballzwerg gelang der Foda-Elf ein 3:0-Erfolg.


Pavao Pervan Note:3

Verbrachte einen erwartet ruhigen Arbeitstag, hatte aber in der ersten Halbzeit bei einer Großchance der Luxemburger Glück, dass diese ihre Effizienz in dieser Situation nicht ausspielen konnten. Ansonsten mit Rückpässen ins zähe Aufbauspiel der Österreicher eingebunden, dabei gab sich der Wolfsburg-Legionär keine Blöße.

Philipp Lienhart Note:3-

Agierte gegen wenig prominente Gegner ruhig und besonnen, war aber auch nie sonderlich gefordert. Im Aufbauspiel fehlte die Kreativität. Der Freiburg-Legionär eröffnete das Spiel mit den immer gleichen flachen Pässen durch die Mitte – nicht gerade bahnbrechend.

Gernot Trauner Note: 2

War lange unauffällig, ehe er mit seiner Spezial-Disziplin nach 61 Minuten die so erlösende Führung für Österreich erzielte. Mit einem  wuchtigen Kopfball ins kurze Eck befreite der LASK-Innenverteidiger die Österreicher und sorgte für Jubel.

Martin Hinteregger Note:3

Anders als Lienhart konnte der Frankfurt-Legionär im Spielaufbau gestalten, seine flachen Pässe waren demnach von mehr Mut und Entschlossenheit geprägt. Offensive Ausflüge entwickelten aber auch von ihm keine Gefahr. Musste in der Pause in der Kabine bleiben.

Christopher Trimmer Note:2-

Blieb in der ersten Spielhälfte blass und kreativitätslos, vor allem der Zug nach vorne wurde vom Union-Kapitän vermisst. Sorgte mit einer guten Ecke für den Führungstreffer durch Trauner und zeigte sich ohnehin in der zweiten Spielhälfte stark verbessert im Offensivspiel.

Peter Zulj Note: 4

Versuchte immer wieder das Spiel im Zentrum an sich zu reißen, gelungen ist es dem Ex-Grazer jedoch nie. Mit einer uneigennützigen Kopfballvorlage nach 20 Minuten beraubte er sich selbst und die österreichische Mannschaft um ein frühes Tor, das dem Spiel mit Sicherheit gut getan hätte. Ließ die kreativen Gustastückerl aus seiner Zeit beim SK Sturm sträflich vermissen.

 

 

Rapael Holzhauser Note: 4

In seinem zweiten Länderspiel ließ der Belgien-Legionär jegliche Kreativität vermissen. Immerhin versuchte es Holzhauser aus der Distanz und bewies damit mehr Mut als der Rest des Teams in Halbzeit eins, dennoch war das auch von ihm in vielen Belangen zu wenig. Wurde nach 80 Minuten ausgewechselt.

Philipp Wiesinger Note: 3-

Ein über weite Strecken misslungenes Länderspiel-Debüt. War im Spiel mit dem Ball viel zu zaghaft und im Passspiel zu ungenau. Machte auch nicht den Anschein, als würde er die Bälle nicht suchen. Wie aus dem Nichts traf der Athletiker aber in der Nachspielzeit zum perfekten Teameinstand.

Valentino Lazaro Note:4

War auf dem Papier der wohl beste Spieler, konnte diese Visitenkarte aber nicht auf das Feld retten. Suchte nie seine Stärke im eins gegen eins auszuspielen und war vor allem in der ersten Halbzeit nahezu unsichtbar. Wurde nach 56 Minuten ohne Akzente gesetzt zu haben, vom Platz genommen.

Louis Schaub Note:3-

Wurde oft gesucht, da er sich auch oft anbot, erzielte kurz vor der Pause ein Traumtor, das aufgrund einer hauchdünnen Abseitsposition aberkannt wurde. Gehörte zu den Wenigen, die tatsächlich Lust auf das Spiel versprühten, gelungen ist ihm jedoch wenig bis nichts.

Sasa Kalajdzic Note:3-

Wurde nie ideal bedient. Als Solo-Spitze war er auch stets gut bewacht, dennoch versuchte der Stuttgart-Legionär immer wieder die Luxemburger Abwehr zu beschäftigen, überfordern konnte er sie dabei aber leider nie. Hatte nach 45 Minuten ausgedient.

 

Eingewechselt:

Aleskander Dragovic 3

Übernahm die Kapitänsbinde und die Sicherheit von Hinteregger, konnte sich jedoch ansonsten nicht in Szene setzen.

Adrian Grbic 2

Hätte mit einem guten Kopfball in der 51. Minute für den perfekten Einstand sorgen können, scheiterte aber am luxemburgischen Keeper. Brachte Schwung, in die sonst so blasse österreichische Offensive und erhöhte mit einem scharfen Schuss in der 82. Minute auf 2:0.

Husein Balic zu kurz eingesetzt

Konnte seine Stärke der Schnelligkeit und der Kaltschnäuzigkeit nie unter Beweis stellen und blieb bei seinem Länderspieldebüt blass.

Reinhold Ranftl zu kurz eingesetzt

Auch ihm fehlte das Tempo in einer zaghaften Partie, war er am Ball konnte er ihn nicht gut verteilen.

Julian Baumgartlinger zu kurz eingesetzt