Nach den Ausfällen von Florian Grillitsch und Stefan Lainer, die sich am vergangenen Spieltag der deutschen Bundesliga verletzt haben, sowie der Ungewissheit ob der Spieltauglichkeit von David Alaba, nominierte ÖFB-Trainer Franco Foda neben Christopher Trimmel und Peter Zulj, eben auch Marco Friedl nach. Der Defensivakteur von Werder Bremen ist sowohl als Innenverteidiger, als auch als Linksverteidiger einsetzbar. Wir stellen auch das 21-Jährige Talent vor, das in der bisherigen Saison der deutschen Bundesliga in jedem Spiel auf dem Platz stand.


Erste Schritte in Tirol

Marco Friedl wurde am 16. März 1998 in Kirchbichl, einer kleinen Gemeinde in Tirol, geboren. Beim heimischen SV Kirchbichl startete Friedl seine Karriere und wurde dort regelmäßig Torschützenkönig. 2007 zog es ihn dann zum FC Kufstein, wo er die Volksschule beendete und auch des Öfteren in Mannschaften der höheren Altersstufen mitspielte. Schon früh war klar erkennbar, dass der Junge Talent hatte. Ab dem Alter von 14 Jahren, spielte Friedl zudem regelmäßig für die österreichischen Nachwuchsmannschaften. 

Wechsel nach Deutschland

Im Sommer 2008 klopfte dann der FC Bayern München an die Tür des damaligen Stürmers. Der musste nicht allzu lange nachdenken und wechselte in Kindesjahren prompt nach Deutschland.  Dennoch lebte er weiterhin zuhause, was dazu führte, dass er regelmäßig über hunderte Kilometer pendeln musste. In München agierte er ab der U17 als Linksverteidiger oder Innenverteidiger, seinen jetzigen Positionen. Umgeschulte wurde er vom damaligen Trainer Heiko Herrlich, der sogar für einige Jahre Trainer von Bayer 04 Leverkusen war. In der Saison 2015/16 debütierte Friedl erstmals für die zweite Mannschaft des deutschen Rekordmeisters, die damals in der Regionalliga ansässig war, und kam sogar auf vier Einsätze. 

Der Weg zum Profi

Dass Marco Friedl nun Nationalspieler ist, hat er vermutlich auch dem einstigen Bayern-Trainer Pep Guardiola zu verdanken. Der berief ihn im Jahr 2016 nämlich ins Trainingslager nach Doha und setzte ihn in einem Test gegen Karlsruhe erstmals ein. Zudem wurde Friedl für die Champions League nominiert. Gegen seinen jetzigen Verein, dem SV Werder Bremen, stand er zum ersten Mal im Bundesligakader des FC Bayern. Zu einem Einsatz kam er damals allerdings nicht.

Ab der Saison 2017/18 gehörte Friedl fest zum Profikader, dennoch spielte er noch regelmäßig für die Reserve. Den damaligen Ausfällen von David Alaba und Rafinha geschuldet, gab Friedl am 22. November 2017 in der Champions League-Gruppenphase gegen den RSC Anderlecht sein Pflichtspieldebüt für die erste Mannschaft des FC Bayern. Der damalige Trainer hieß Jupp Heynckes. Wenig später erfolgte auch sein Bundesligadebüt gegen Borussia Mönchengladbach.

Der Wechsel zu Werder Bremen

Etwas überraschend war es dann, als der FC Bayern Ende Januar bekannt gab, dass Friedl für eineinhalb Jahre an die Weser verliehen wird. Für Werder Bremen kam er in jener Saison auf neun Einsätze, in der darauffolgenden Saison auf sieben. Zudem spielte er zweimal im DFB-Pokal. Im abgelaufenen Transfersommer verpflichtete Werder Bremen den ÖFB-Legionär fest. Seit dieser Saison gehört Friedl bei den Bremern zum Stammpersonal, was auch daran liegt, dass er so flexibel einsetzbar ist. Wohler fühle sich der Österreicher jedoch auf der Position des Innenverteidigers, da er dort das Spiel aus dem Zentrum heraus eröffnen könne und er sich dort auch in der Zukunft sehe.

Österreichisches Nationalteam

Wie vorhin bereits erwähnt, durchläuft Friedl seit der U-15 alle Altersklassen des österreichischen Nachwuchses. 2017 spielte er erstmals für das österreichische U21-Nationalteam und legte bei seinem Debüt gegen Gibraltar gar einen Treffer auf. Außerdem war er Teil des österreichischen Kaders bei der U21-EM in Italien, die dieses Jahr stattgefunden hat. Die erstmalige Einberufung in das A-Nationalteam ist ein großes Lob für den 21-Jährigen und honoriert dessen Leistungen in der deutschen Bundesliga. Dass Friedl im Nationalteam in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen kann, darf man ebenfalls vermuten. Es wird interessant sein zu sehen, ob Franco Foda den Bremer in den kommenden Spielen einsetzt oder sein Debüt noch auf sich warten lässt.

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