Offensives Pressing, schnelles Umschaltspiel und ansehnliche Spiele. Österreichs Nationalteam hat mit den letzten beiden EM-Partien gegen die Ukraine und Italien eine Euphorie entfacht. ÖFB-Teamchef Franco Foda hat während der EURO den Spielstil geändert und mit dem “neuen” Stil Erfolg gehabt. So soll es jetzt auch in der WM-Qualifikation weitergehen.


Das hat ÖFB-Teamchef Foda im Vorfeld des EM-Finales im ORF-Liveinterview verraten. Natürlich hängt der Spielstil aber auch von den verfügbaren Spielern ab, betont der 55-Jährige. Die letzten Lehrgänge hat der Deutsche regelmäßig auf Stammspieler verzichten müssen, genau rechtzeitig zur EM waren fast alle Spieler fit.

“Dementsprechend musst du als Trainier dann agieren und handeln. Aber das ist immer meine Idee so zu spielen. Ich habe es noch nie einem Spieler verboten anzugreifen – im Gegenteil, auch im Training steht immer unser Offensivspiel im Vordergrund”, so Foda im ORF.

Die Spieler dürfen sich in der Offensive entfalten – der Fokus liegt nicht, wie von vielen kritisiert, auf der Defensive. “Bei mir hat gerade im letzten Drittel jeder Spieler alle Freiheiten, jeder darf kreativ sein. Wir wollen dieses Spiel beibehalten, aber das hängt von Lehrgang zu Lehrgang davon ab, welche Spieler mir zur Verfügung stehen.”

Den Start in die WM-Qualifikation im März hat Österreich aber mit einer defensiven Ausrichtung bestritten – selbst bei der durchwachsenen Vorstellung gegen Färöer. Die Taktik, die gegen Dänemark mit der 0:4-Heimniederlage nicht aufgegangen ist, verteidigt Foda. “Im März haben sechs, sieben absolute Stammspieler gefehlt – eine zentrale Achse. Wenn so eine Achse ausfällt, dann musst natürlich andere Gedanken und Ideen haben.”

Das knappe Aus im Achtelfinale gegen Italien hat die heimischen Fans überzeugt, die Kritik am Trainerteam ist vorerst verstummt. Der Erfolgslauf soll nun bei der kommenden WM weitergehen. Foda will sich qualifizieren – ob über die direkte Qualifikation oder das Hintertürchen Nations League. “Wir werden alles daran setzen, um diese Euphorie und diesen Schwung mitzunehmen, um dann in Katar vielleicht auch ins Achtelfinale einzuziehen.”