Teamchef Marcel Koller gibt am Donnerstag Mittag im Rahmen einer Pressekonferenz den ersten ÖFB-Kader der Qualifikation für die WM 2018 in Russland bekannt. Der Auftakt der Qualifikation erfolgt dann am 5. September in Georgien (18 Uhr). Der Beginn einer neuen Qualifikationsphase ist immer die Chance dem Kader ein neues Gesicht zu verpassen. Durch den Rücktritt von Ex-Kapitän Christian Fuchs ist Marcel Koller dazu teilweise sogar auch gezwungen. Andere Spieler blieben in letzter Zeit wiederum hinter den Erwartungen zurück und wieder andere haben sich immer mehr an den 23-Mann-Kader angenähert. 

Die Situation im Tor

Die drei Kadertickets für die Tormannposition waren zuletzt fix vergeben. Robert Almer war die Nummer 1 und wird dies auch weiterhin bleiben. Dahinter waren mit Ramazan Özcan und Heinz Lindner zwei Spieler dabei, die beide über einiges an Erfahrung verfügen. Mittelfristig sollte hier der Pool der Kaderanwärter wieder größer werden, für das Spiel in Georgien ist aber nicht wirklich davon auszugehen, dass sich hier etwas ändert. Am ehesten ist noch der Tausch Andreas Lukse – Heinz Lindner vorstellbar. Der 28-jährige Lukse legte mit dem SCR Altach einen starken Saisonstart mit vier Siegen hin und war in letzter Zeit zumindest auf Abruf immer dabei. Im Herbst vergangenen Jahres war er von Marcel Koller zuletzt für den Kader nominiert worden.

Veränderungen auf den Außenpositionen?

Durch den Rücktritt von Christian Fuchs ist plötzlich der Platz links hinten in der Viererkette freigeworden, der über Jahre fix vergeben war. Viele wünschen sich, dass nun David Alaba jene Position auch im Nationalteam besetzt, wo er unumstritten zu den Besten der Welt gehört. Koller hat diese Idee aber schon abgewunken, er plant mit dem Bayern-Legionär weiterhin im Mittelfeld. Als erster Kandidat für den freien Platz kommt dann Markus Suttner ins Spiel. Der Ingolstadt-Legionär war zuletzt immer das Back-up von Fuchs, konnte bei seinen Einsätzen allerdings nicht vollends überzeugen. Seinen Kaderplatz wird er dennoch weiterhin fix haben, auch aufgrund mangelnder Konkurrenz. Diese heißt in erster Linie Stefan Stangl von Red Bull Salzburg, der in den Kader rutschen könnte. Und auch auf der rechten Abwehrseite könnte ein Salzburger zu seiner Nominierung kommen. Stefan Lainer ist hier unumstrittener Stammspieler der Bullen und gleichzeitig wird György Garics nicht jünger. Es ist durchaus denkbar, dass Marcel Koller hier im Sinne der langfristigen Planung von Beginn weg auf jüngeres Material setzt. Vorerst wird allerdings Florian Klein Kollers erste Wahl bleiben. Die Innenverteidigung steht nach wie vor. Aleksandar Dragovic, Martin Hinteregger, Kevin Wimmer und Sebastian Prödl sind momentan zweifelsfrei das beste was auf dieser Position in Österreich zu finden ist. Michael Madl, der im Sommer fix zum FC Fulham in die Championship abgewandert und dort Stammspieler ist, ist der erste Ersatzmann.

Verstärkter Konkurrenzkampf im stärksten Mannschaftsteil

Das Mittelfeld ist der bestbesetzte Mannschaftsteil im österreichischen Nationalteam und auch die Alternativen können sich sehen lassen. Die momentan heißeste Aktie auf eine Kadernominierung ist Florian Grillitsch vom SV Werder Bremen. Der 21-jährige kam ab dem Winter in Bremen zu immer mehr Spielzeit und durchlief dabei vom Flügelspieler über den Zehner bis zum Defensiven Mittelfeldspieler zahlreiche Positionen. Im Defensiven Mittelfeld könnte er David Alaba ersetzen, falls dieser doch nach links hinten abwandern sollte. Die Vielseitigkeit ist für Grillitsch ein großes Argument für das Kaderticket. Mit Karim Onisiwo und Valentino Lazaro bieten sich zudem zwei Spieler an, die bereits Teamluft schnuppern durften. Während Onisiwo den linken Flügelstürmer gibt kann Rechtsfuß Lazaro im Notfall auch rechts hinten aushelfen. Der 20-jährige ist auf der rechten Seite universell einsetzbar und ein Spieler dem die Zukunft gehört. Zuletzt traf er im Champions-League-Playoff gegen Dinamo Zagreb. Für eine Einberufung Onisiwos spricht vor allem die Tatsache, dass sich der Teamchef zuletzt im DFB-Pokal persönlich ein Bild des Mainzers gemacht hat.

Weitere Kandidaten sind die momentan in Hochform spielenden Rapidler Louis Schaub, Stefan Schwab und Philipp Schobesberger. Für die Grün-Weißen wird es vermutlich aber nur für die Abrufliste reichen. Im Mittelfeld mangelt es ob der großen Dichte nur etwas an den Kandidaten, welche aus dem Kader rutschen könnten. Am ehesten ist hier Jakob Jantscher gefährdet. David Alaba, Julian Baumgartlinger, Stefan Ilsanker, Zlatko Junuzovic, Marcel Sabitzer, Alessandro Schöpf, Marko Arnautovic und Martin Harnik werden ihren Platz auch weiterhin bei gesunder Verfassung nicht verlieren.

Nur Janko hat sein Leiberl fix

Als besonders spannend wird sich die Entwicklung im Sturm präsentieren. Den einzigen Stammplatz hat hier Marc Janko. Hinter der Strafraumkobra ist allerdings viel Platz. Michael Gregoritsch ist sicherlich der Spieler mit dem meisten Potential. Eine Einberufung des HSV-Legionärs wäre demnach keine Überraschung. Auch die Zweitligaspieler Guido Burgstaller und Robert Zulj zeigen seit Monaten durch gute Leistungen auf und machen den zuletzt einberufenen Lukas Hinterseer und Rubin Okotie mächtig Druck. Bei Letzterem wird sich überhaupt erst zeigen, inwiefern Marcel Koller mit ihm nach seinem Wechsel nach China plant.

Kleine Anpassungen sind zu erwarten

Teamchef Marcel Koller wird die Chance auf eine Kaderanpassung zu Beginn der WM-Qualifikation sicherlich nutzen. „Frisches Blut“ und neuen Gesichter tun jeder Mannschaft gut. Dies zeigte zuletzt auch das Beispiel Alessandro Schöpf. Der Schalker war bei der EURO 2016 als Shootingstar des Teams sicherlich einer der Besten. Ein großer Umbruch im Kader wird allerdings nicht stattfinden und ist auch nicht notwendig. Eine Anpassung an zwei, drei, vier Positionen aber durchaus denkbar. Auch vor dem Hintergrund, dass der Kreis der Spieler, die das „System Koller“ kennen, größer werden sollte.

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