Der erste volle Monat Fußball nach der Corona-Pause ist gespielt. Wir haben uns angesehen, wie sich der erweiterte Teamkader im Juni geschlagen hat und wer quasi in „EURO-Form“ wäre. Berücksichtigt wurde der zuletzt einberufene 23-Mann-Kader vom November und einige Spieler, die damals auf Abruf oder verletzt waren.

Alexander Schlager (LASK)

Der Schlussmann hat als Spieler des LASK selbstredend einige turbulente Wochen hinter sich. Seinen Stammplatz hat er aber natürlich nicht verloren, wenngleich er im Juni öfters hinter sich greifen musste, als er es gewohnt war. In acht Spielen blieb Schlager nur zweimal ohne Gegentor.

Cican Stankovic (Red Bull Salzburg)
Alexander Schlagers großer Konkurrent im Teamtor hatte einen weit erfolgreiche Rückkehr nach der Corona-Pause. Souveräner Meistertitel und nur sechs Gegentore in sieben Spielen – viermal blieb der Kasten sauber – lassen Stankovic zufrieden auf die letzten Wochen zurückblicken.

Jörg Siebenhandl (SK Sturm Graz)

Jörg Siebenhandl steckt mit seinem Verein in einer tiefen Krise. Nur einmal konnte der Stammgoalie in den vergangenen Wochen ohne Gegentor bleiben. In sieben Spielen setzte es bei nur einem Sieg sechs Niederlagen.

Pavao Pervan (VfL Wolfsburg)

Beim Tabellensiebenten der abgelaufenen Saison gab es für Pervan kein Vorbeikommen an Koen Casteels.


Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt)

Der treffsicherste Verteidiger der Deutschen Bundesliga (acht Saisontore) konnte im Juni in der Liga zwar nicht mehr treffen, leistete aber als Stammspieler seinen Beitrag, dass die Eintracht noch auf Rang neun kletterte. In sechs Spielen konnte das Team von Adi Hütter aber nur einmal zu Null spielen.

Aleksandar Dragovic (Bayer 04 Leverkusen)

Dragovic spielte im Juni dreimal durch, musste ein Spiel von der Bank aus verfolgen und war zum Abschluss gelbgesperrt. Leverkusen schaffte es in den vergangene Wochen nicht mehr ohne Gegentor zu bleiben und zog schlussendlich im Kampf um Platz vier den Kürzeren gegen Borussia Mönchengladbach.

Stefan Posch (TSG Hoffenheim)

Der Hoffenheimer Stammspieler darf sich nach zehn Punkten aus fünf Spielen im Juni über ein erfolgreiches Saisonfinish und die Qualifikation für die Europa League freuen.

Philipp Lienhart (SC Freiburg)

Der Innenverteidiger stand im erfolgreichen Juni (drei Siege, ein Remis) immer in der Startformation, spielte viermal durch und beendete die Saison mit Freiburg auf dem starken achten Rang.

David Alaba (FC Bayern München)

Zum neunten Mal Deutscher Meister, wieder Stammspieler und zuletzt für starke Leistungen in der Innenverteidigung vielfach gelobt. David Alaba zeigte einmal mehr wie wertvoll er für die Bayern ist. Der Meister musste seit September nur einmal beim Remis gegen Leipzig im Februar Punkte abgeben.

Andreas Ulmer (Red Bull Salzburg)

Über neun Meistertitel muss Andreas Ulmer fast lachen. Der Salzburger Kapitän hat bereits seinen elften gewonnen und hatte dabei als Stammspieler natürlich ebenso einen riesigen Beitrag geleistet. Sechs Siege und zwei Remis im Juni sorgten dafür, dass der Kampf um die Meisterschaft bald unspannend wurde.

Albert Vallci (Red Bull Salzburg)

Der Rechtsverteidiger spielte sich schon vor der Corona-Pause in die Salzburger Startelf und wusste im Juni am Weg zum Meistertitel auch mit zwei Toren und einem Assist offensiv zu überzeugen.

Maximilian Wöber (Red Bull Salzburg)

Maximilian Wöber ist beim Serienmeister Stammspieler und fällt nur ab und zu den – im starken Salzburg Kader logischen – Rotationen zum Opfer. 

Kevin Danso (FC Southampton)

Für Kevin Danso stehen die Zeichen sehr stark auf Abschied aus Southampton. Die Leihgabe von Augsburg wurde letztmals im November von Ralph Hasenhüttl in der Liga eingesetzt.

Christopher Trimmel (1. FC Union Berlin)

Der Kapitän der „Eisernen“ ist mit elf Assists der vorlagenstärkste Verteidiger der Bundesliga (europaweit hat nur Liverpools Trent-Alexander Arnold mehr). Vor allem bei ruhenden Bällen ist er eine Waffe, wie neun Assists nach solchen beweisen. Im Juni legte Trimmel auf sein Konto noch zwei Assists drauf und verhalf den Berlinern so zu einem souveränen Platz zwölf im Jahr nach dem Aufstieg.

Marco Friedl (SC Werder Bremen)

Der Tiroler stand in den letzten sechs Spielen viermal in der Startelf und leistete bei den Kantersiegen gegen Paderborn (5:1) und Köln (6:1) zwei Assists. Gerade noch schaffte es Werder in die Relegation gegen den Abstieg, wo jetzt der 1. FC Heidenheim 1846 wartet. Im Hinspiel am Donnerstag gab es ein 0:0, Friedl war bis zur 77. Minute mit von der Partie.

Maximilian Ullmann (SK Rapid Wien)

Auf Rapids linkem Flügel ist Maximilian Ullmann für Didi Kühbauer nicht wegzudenken. Gegen den WAC gelang ihm sein drittes Saisontor.

Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach)

Der Gladbacher Dauerläufer verpasste nur drei Saisonspiele – wegen Verletzungen und einer Gelbsperre – und hat somit großen Anteil, dass das Team von Marco Rose nächstes Jahr in der Champions League spielt. Nach der Corona-Pause verpasste der Rechtsverteidiger keine Minute.

Julian Baumgartlinger (Bayer 04 Leverkusen)

Der Teamkapitän zählte gegen Ende der Saison wieder vermehrt zum Stammpersonal der Werkself, die er zeitweise auch als Kapitän aufs Feld führte.

Stefan Ilsanker (Eintracht Frankfurt)

Erzielte beim 3:0 in Bremen Anfang Juni im 87. Bundesligaspiel seine ersten beiden Treffer. Insgesamt stand er im Juni viermal in der Startelf, spielte zweimal durch und wurde zweimal eingewechselt. Der Tapetenwechsel von Leipzig nach Frankfurt scheint ihm gut getan zu haben.

Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim)

Grillitsch ist einer der Leistungsträger bei der TSG. In den letzten Wochen hat er auf der für ihn ungewohnten Position in der Dreierkette zudem vorrangig seine defensiven Qualitäten unter Beweise stellen können. In den letzten drei Runden mit Grillitsch als Verteidiger gab es nur ein Gegentor.

Konrad Laimer (RB Leipzig)

Anfang Juni gelang ihm seine sechste Torvorlage in der laufenden Saison. Durchgespielt hat der universell einsetzbare Laimer in den letzten Wochen nicht mehr. Insgesamt kann er jedoch auf eine persönlich erfolgreiche Saison beim Tabellendritten zurückblicken.

Valentino Lazaro (Newcastle United)

Die Inter-Leihgabe schafft es bei Newcastle nicht in die Startelf, beim 4:1 in Bournemouth machte er nach Einwechslung mit ersten Premier-League-Tor aber Werbung in eigener Sache.

Marcel Sabitzer (RB Leipzig)

Mittlerweile hat Sabitzer vom verletzten Willi Orban die Kapitänsbinde von Leipzig übernommen. Sein Scorerkonto konnte er im Juni bei drei Einsätzen – keinen über 90 Minuten – noch um ein Assist erweitern. Unterm Strich stehen nach einer starken Saison neun Tore und acht Assists in der Bundesliga zu Buche.

Louis Schaub (Hamburger SV)

In der turbulenten Endphase der HSV-Saison setzte Coach Dieter Hecking kaum auf die Dienste von Louis Schaub. Mitte Juni gab es noch zwei Kurzeinsätze, in den letzten beiden Runden stand der Offensivspieler gar nicht mehr im Kader. Seine Leihe in Hamburg wurde beendet, womit Schaub zumindest vorerst wieder nach Köln zurückkehrt.

Reinhold Ranftl (LASK)

Die Konstante auf der rechten Seite des LASK in der ganzen Saison. Beim 5:1-Kantersieg in Hartberg gelang ihm sein fünftes Saisontor.

Christoph Baumgartner (TSG 1899 Hoffenheim)

Einer der ganz großen Gewinner aus rot-weiß-roter Sicht diese Saison. Stand im Juni dreimal in der Startelf und wurde zweimal eingewechselt. Mit seinem siebenten Saisontor beim 4:0 gegen Union Berlin machte er sich zum zweitbesten Torschützen von Hoffenheim in der gesamten Saison.

Xaver Schlager (VfL Wolfsburg)

Trainer Oliver Glasner setzte, ausgenommen in der letzten Runde, stets auf die Dienste seines Landsmannes. Im Juni stand er viermal in der Startelf, spielte dabei aber nur einmal durch. Am Ende der Saison, in der es mit einem Knöchelbruch im Herbst eine echte Hiobsbotschaft gab, kam Schlager auf insgesamt 23 Einsätze, davon viele über 90 Minuten, ein Tor und zwei Assists.

Florian Kainz (1. FC Köln)

Der Flügelspieler stand im Juni viermal in der Startelf, wurde einmal eingewechselt und saß am letzten Spieltag noch eine Gelbsperre ab. Dank seines Treffers beim 1:1 gegen Frankfurt ist er mit fünf Toren und sieben Assists der zweitbesten Scorer des „Effzeh“ in der abgelaufenen Saison.

Alessandro Schöpf (FC Schalke 04)

Alessandro Schöpf war nach der Corona-Pause bei Schalke gesetzt. Nachdem man anfangs des Monats nach zwei Remis noch einen leichten Aufwärtstrend erwarten konnte, setzte es für die „Königsblauen“ anschließend drei Niederlagen. Insgesamt blieb Schalke die letzten 14 Saisonspiele sieglos. Schöpf gelang am 32. Spieltag beim 1:2 in Frankfurt per Assist sein einziger Scorerpunkt in der gesamten Bundesliga-Saison.

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Karim Onisiwo (1. FSV Mainz 05)

Onisiwo zählte in den letzen Runden stets zur Mainzer Stammelf, wenngleich er nur einmal über 90 Minuten durchspielen durfte. Gegen Frankfurt gelang ihm seine siebente Torvorlage in der Saison, was ihm zum besten Assistgeber und zweitbesten Scorer seiner Mannschaft macht.

Thomas Goiginger (LASK)

Fehlte dem LASK aufgrund eines Kreuzbandrisses und ist deswegen sicher einer der Spieler, der über die EM-Verschiebung froh ist.

Marko Arnautovic (Shanghai SIPG)

In China ist der Ball nach Auftreten der Coronavirus-Pandemie noch nicht wieder am Rollen.

Michael Gregoritsch (FC Augsburg)

Steckte wie der gesamte Verein in einer absoluten Krise. In den letzten fünf Runden stand er zweimal in der Startelf, wurde zweimal eingewechselt und blieb ohne Scorerpunkt.

Lukas Hinterseer (Hamburger SV)

Nach einer starken ersten Saisonhälfte spielte Hinterseer gegen Saisonende kaum mehr eine Rolle beim HSV. In den entscheidenden Spielen im Aufstiegskampf kam er nur zu vier Kurzeinsätzen. Beim blamablen 1:5 am letzten Spieltag gegen Sandhausen war er nicht einmal im Kader.

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