Der Rückblick

Inhaltsverzeichnis

Eine Zusammenfassung

Was waren das für Emotionen in den 13 Monaten der EM-Qualifikation! Wie bei jeder Qualifikation bisher startete die österreichische Fußballnationalmannschaft mit großer Hoffnung in die Mission ‚Frankreich 2016‘. Die Chancen sich erstmals sportlich für eine Europameisterschaft zu qualifizieren waren so hoch wie nie. Erstmals nehmen an der Euro 2016 in Frankreich nämlich 24 Mannschaften aus ganz Europa teil. Das ermöglichte auch kleineren Verbänden sich für die Endrunde zu qualifizieren (siehe Albanien, Island, Nordirland, etc.). Daher rechnete sich Österreich ebenfalls einiges aus, zumal solche Kaliber wie Spanien, Deutschland oder England dem ÖFB-Team erspart blieben.

Das Nationalteam wurde aus Topf 3 gezogen und gemeinsam mit Russland, Schweden, Montenegro, Moldawien und Liechtenstein in die Gruppe G gelost. Es bot sich also die Möglichkeit Revanche an den Schweden für den knapp verpassten Relegationsplatz zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zu nehmen. Aber was danach kam, war mehr als eine Revanche. Es war eine noch nie dagewesene Demonstration einer österreichischen Nationalmannschaft. Dem ersten Unentschieden im Heimspiel gegen Schweden folgte eine unglaubliche Serie von neun Siegen in Folge. 28 von 30 möglichen Punkten spiegeln die Dominanz der ÖFB-Elf in dieser Gruppe wieder, in der gesamten Qualifikation war nur England mit der vollen Punkteanzahl besser als das Team von Trainer Marcel Koller. Zudem blieb die Elf 603 Minuten lang ohne Gegentor bei Pflichtspielen, wodurch Torhüter Robert Almer einen neuen ÖFB-Allzeitrekord aufstellen konnte.

Die Krönung der Entwicklung dieser einzigartigen Mannschaft fand mit dem erstmaligen Einzug in die Top 10 der FIFA-Weltrangliste im vergangenen November ihren Höhepunkt. Es war eine Freude dieser Mannschaft zuzusehen und mit ihr mitzufiebern, die dabei entstandenen Emotionen waren einzigartig und werden unvergesslich bleiben. Bereits nach acht Spielen qualifizierte sich Österreich als Gruppensieger für die EM, Schweden wurde dabei mit 4:1 in Solna auseinandergenommen. Die Freude kannte keine Grenzen mehr und jeder ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Nach 18 Jahren qualifizierte man sich wieder sportlich für ein Fußball-Großereignis, auf Frankreich ’98 folgt Frankreich 2016. Insgesamt ist es die zweite Teilnahme an einer EM, nachdem man 2008 als gemeinsamer Ausrichter mit der Schweiz fix qualifiziert war.

Wir haben für euch die Qualifikation in Zahlen zusammengefasst. Ein Artikel über die gesamte Quali würde den Rahmen sprengen, lassen wir lieber Daten und Fakten sprechen. Die Erinnerungen tragen wir ohnehin mit uns. Der Weg ist natürlich noch nicht zu Ende, diese Mannschaft wird sich nicht mit dem Erreichten zufrieden geben und will bei der EM für Furore sorgen. Die Basis wurde mit der Ziehung aus Topf 2 bereits gelegt, dadurch blieben uns einige höher gereihte Mannschaften erspart. Am 12. Dezember 2015 wurden dem ÖFB-Team Portugal, Ungarn und Island in Gruppe F zugelost. Die beiden Bestplatzierten steigen direkt ins Achtelfinale auf, die vier besten Gruppendritten gesellen sich ebenfalls zu den Top 16 dazu.

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