Der Nachwuchs des SK Rapid Wien überzeugte am vergangenen Wochenende mit einem 2. Platz beim stark besetzten 29. Mercedes-Benz JuniorCup in Sindelfingen. Erst im Finale mussten sich die Grün-Weißen, gecoacht von Ex-Nationalspieler Muhammet Akagündüz, dem FC Liverpool knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Bereits vor drei Jahren spielten die Jung-Rapidler im Glaspalast Sindelfingen groß auf. Damals gelang dem Team sogar der große Wurf und dank eines 1:0-Finalsieges gegen die TSG 1899 Hoffenheim der Turniersieg. Goldtorschütze damals war Kapitän Dejan Ljubicic. Ljubicic ist auch jener Spieler der es in den vergangenen Jahren am weitesten gebracht hat, ist mittlerweile fixer Bestandteil des Bundesliga-Kaders und über weite Teile der vergangenen eineinhalb Jahre Stammspieler.

Das erneut starke Ergebnis der jungen Rapidler beim Hallenturnier von Sindelfingen bringt uns dazu, einen Blick auf die Siegermannschaft von 2016 zu werfen und zu schauen, was aus den Spielern geworden ist.


In den Bundesliga-Kader von Rapid vorgedrungen

Auf die bislang erfolgreichste noch junge Karriere kann wie erwähnt der damalige Kapitän Dejan Ljubicic blicken. Der Mittelfeldspieler debütierte zu Beginn der Saison 2017/18 in der Bundesliga und kam auf bislang 59 Einsätze und vier Tore für die Kampfmannschaft der Hütteldorfer. Im Dezember gelang ihm zudem beim 1:0-Sieg gegen die Glasgow Rangers sein erstes Tor in der UEFA Europa League. Zu den Leistungen im Verein kommen noch sieben Einsätze für die U21-Nationalmannschaft hinzu.

Bereits vor Dejan Ljubicic gab Manuel Thurnwald sein Debüt für die „Erste“ von Rapid. Im Europa-League-Auswärtsspiel beim US Sassuolo (2:2) warf Mike Büskens den Rechtsverteidiger im November 2016 ins kalte Wasser. Insgesamt hält Thurnwald bislang bei 29 Matches für Rapids Kampfmannschaft. In der heurigen Saison waren es allerdings bei nur vier Einsätzen knapp über 100 Spielminuten.

Ins Ausland gewechselt

Für drei Spieler des Zwölf-Mann-Kaders von 2016 ging es mittlerweile ins Ausland. Der ungarische U21-Nationalspieler Attila Szalai wechselte 2017 in die erste Liga seine Heimatlandes und ist dort beim Tabellenmittelständer Mezőkövesd Zsóry gesetzt. Offensivspieler Albin Gashi schnappte bei einer Leihe zum Floridsdorfer AC in der 2. Liga österreichische Profiluft. Im vergangenen Sommer ging es dann per Leihe weiter in die Niederlande, wo Gashi beim Zweitligisten FC Den Bosch bislang zu vier Einsätzen kam. Ebenfalls über den Umweg 2. Liga, in diesem Fall ist es Blau Weiß Linz gewesen, setzte Samuel Oppong seine Karriere im Ausland fort. Der ehemalige Nachwuchsnationalspieler spielt nun bei Olympiakos Nikosia in Zypern.

In der 2. Liga aktiv

Dank der anscheinend guten Gesprächsbasis zwischen den Verantwortlichen von Rapid und FAC schafften diese Saison zwei weitere Spieler aus dem siegreichen 2016er-Kader den Sprung in den rot-weiß-roten Profifußball. Ceyhun Tüccar und Denis Bosnjak sind diese Saison nach Floridsdorf verliehen und sammeln dort vorrangig am rechten Flügel (Tüccar) beziehungsweise im defensiven Mittelfeld (Bosnjak) fleißig Spielpraxis.

In der Regionalliga und darunter aktiv

Für Einige hat sich der Traum vom Profifußball allerdings noch nicht erfüllt. Darunter ist mit Julian Küssler auch der Torschützenkönig vom Mercedes-Benz JuniorCup 2016 und somit einer jener Spieler, denen man eine gute Karriere vorausgesagt hat. Küssler spielt derzeit für den Wiener Sportklub in der Regionalliga Ost. Dort ist er beim Tabellenfünften Stammspieler und einer der besten Torschützen im Team. In der Regionalliga Ost ist auch der Ungar Zsolt Rátkai aktiv. Der Tormann, der im April 2017 einmal in der Bundesliga auf der Bank saß, hütet das Tor des SCM Traiskirchen.

Eine Leistungsstufe darunter spielt der zweite Tormann der Siegermannschaft von 2016, Lukas Fila, in der Burgenlandliga für den SC Ritzing. Für Aufsehen sorgte im Jänner 2016 Edvin Orascanin, der gegen den VfB Stuttgart im Stile von Zinedine Zidane per Pirouette das Tor des Turniers schoss. Heute kickt Orascanin für den ASK St. Valentin in der Oberösterreichliga. In der burgenländischen II. Liga Mitte kickt mit Josef Tahon beim FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach der letzte der Sieger von 2016.

Die Wege der damaligen Sieger haben sich so gut wie alle verstreut. Nur zwei Spieler haben es zu Bundesligaeinsätzen bei Rapid geschafft, wobei mit Ljubicic nur einer zum Stammspieler geworden ist. Das zeigt wiedereinmal, dass Erfolge in der Jugend keineswegs für eine spätere erfolgreiche Karriere garantieren. Was nicht ist, kann aber natürlich noch werden, immerhin sind die Spieler heute gerade erst 20 und 21 Jahre alt. Ein Blick auf den bisherigen Werdegang der „2016er“ kann für die erfolgreichen Spieler vom vergangenen Wochenende also sowohl Ansporn als auch Warnung, dass der Weg zum Profi noch lange ist, gleichermaßen sein.

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