Das Duell Österreich gegen England entwickelt sich zum Dauerbrenner im Frauenfußball. Bereits zum dritten Mal in den letzten neun Monaten treffen die beiden Teams in einem Pflichtspiel aufeinander. Für England ist es das erste Spiel nach dem siegreichen EM-Finale in Wembley, für Österreich geht es um eine möglichst gute Ausgangsposition für das WM-Play-Off.

Die Vorzeichen vor der Partie sind klar: England ist nach dem Titel bei der EURO 2022 klarer Favorit und konnte auch die letzten beiden Duelle jeweils mit 1:0 gewinnen. In der WM-Qualifikation liegen die “Lionesses” ohne Verlustpunkt und ohne Gegentor an der Tabellenspitze. Gegen Österreich reicht schon ein Remis um den (praktisch schon fixierten) Gruppensieg endgültig in trockene Tücher zu bringen und das WM-Ticket zu buchen.

Auch das Frauen-Nationalteam hat seinen Platz in der Tabelle schon so gut wie fix bezogen und wird die Qualifikation auf dem zweiten Rang beenden. Theoretisch wäre sogar noch der Gruppensieg möglich, dazu müsste England aber die beiden letzten Spiele gegen Österreich und Luxemburg verlieren und das Team von Irene Fuhrmann in diesen beiden Runden sechs Punkte holen. Von hinten kann das Frauen-Nationalteam jedoch nicht mehr vom zweiten Rang verdrängt werden, das ist seit dem Sieg gegen Nordirland sicher.

Österreich seht also bereits fix im Play-Off für die Weltmeisterschaft 2023, ein Punkt gegen England wäre aber trotzdem Gold wert. Für das Play-Off werden die Gruppenzweiten gereiht, im besten Fall dort bereits ein Sieg um sich das Ticket zu sichern, im schlechtesten Fall müssen bis zu vier Runden überstanden werden. Natürlich muss man auch auf die Ergebnisse der anderen Gruppen warten, nach dem vorletzten Spieltag wird das Bild sicher deutlich klarer sein. 

Seit dem letzten Aufeinandertreffen beim Eröffnungsspiel der Europameisterschaft hat sich auch personell einiges getan. Mit Viktoria Schnaderbeck und Lisa Makas beendeten zwei langjährige Spielerinnen ihre aktive Karriere. Und Marina Georgieava konnte die EM-Bühne nützen und sorgte mit ihrem Wechsel vom SC Sand zu Paris Saint-Germain für Schlagzeilen. Auch bei England beendeten einige Europameisterinnen nach dem Titelgewinn ihre Karriere. 

Auf jeden Fall wird es spannend sein zu beobachten, ob Österreich die Favoritinnen aus England wieder so fordern kann wie in den letzten beiden Spielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.