Die österreichische Frauen-Nationalmannschaft verliert in Essen gegen Deutschland verdient mit 1:3 (1:1). Bis auf wenige Minuten nach dem Ausgleich war der zweifache Weltmeister und achtfache Europameister völlig überlegen. Die Elf von Dominik Thalhammer kam bis auf das Tor von Nicole Billa kaum gefährlich in den gegnerischen Strafraum und hatte nur den 100. Startelfeinsatz von Nina Burger zu feiern.


Deutsche Überlegenheit

Die Deutschen begannen das Spiel extrem ballsicher und ließen die Österreicherinnen nicht ins Spiel kommen. Der frühe Führungstreffer durch Alexandra Popp kam ebensowenig unverdient wie überraschend. Die Kapitänin entkam nach einer Flanke Sarah Puntigam und köpfte von fünf Metern zum 1:0 ein (8.). Auch in der Folge waren die Gastgeberinnen deutlich spielbestimmend. Bei einem groben Fehler von Manuela Zinsberger hatte Österreich Glück. Die Torfrau servierte Linda Dallmann den Ball zwanzig Meter vor dem Tor, die Deutsche verfehlte das Ziel allerdings knapp. Bei zwei weiteren Chancen nach 25 Minuten zeigte sich Zinsberger aber wieder stark.

Bereits nach einer halben Stunde reagierte Teamchef Dominik Thalhammer personell auf die klare Unterlegenheit. Nadine Prohaska ersetzte Lisa Makas ungewöhnlich früh. Prohaska rückte ins Mittelfeld und Nicole Billa eine Reihe nach vor als neue Sturmpartnerin von Nina Burger. Die Einwechslung sollte vor allem im Spielaufbau für Besserung sorgen, bis dahin war hier die Verteidigung völlig auf sich alleine gestellt.

Plötzlicher Ausgleich

Dass der Wechsel so schnell Früchte tragen würde, dachte wohl nicht einmal der Teamchef. Nachdem die deutsche Verteidigung gut angepresst wurde kam der Ball zur – leicht im Abseits stehenden – Billa und die Hoffenheim-Legionärin erzielte mit einem abgefälschten Schuss das 1:1. Ein Tor wie aus dem Nichts, dass der Thalhammer-Elf aber sichtlich gut tat. Nach über einer halben Stunde waren die Österreicherinnen nun endlich in der Partie angekommen. Ein Weitschuss von Laura Feiersinger war das nächste und letzte Ausrufzeichen vor der Halbzeit.

Nach der Pause setzte jedoch Deutschland sofort wieder ein Zeichen. Johanna Elsig köpfte nach einer Ecke an die Stange. Österreich konnte den Schwung vom Ausgleich nicht mehr mitnehmen. Wenig später vergab Kapitänin Popp die Chance auf die erneute Führung. Die gelang dann nach 55 Minuten Dallmann, die nach einem unnötigen rot-weiß-roten Ballverlust im Mittelfeld allein auf Manuela Zinsberger zulief und überlegt zum 2:1 einschob.

Die Gastgeberinnen waren in der zweiten Halbzeit wieder ähnlich überlegen wie das bereits großteils der ersten Halbzeit der Fall war. Ein kontrollierter Spielaufbau gelang den Österreicherinnen ebensowenig wie vielversprechende Konter. So wurde der Druck der Deutschen immer größer und das 3:1 lag lange in der Luft. Das besorgte nach 84 Minuten Lea Schüller per Weitschuss.

ÖFB-Frauen wirkten überfordert

Unterm Strich steht ein verdienter Sieg der Deutschen, der auch noch wesentlich höher hätte ausfallen können. Österreich gelang es nur kurz vor der Pause den Druck der Deutschen halbwegs zu verringern. Ansonsten waren die Gastgeberinnen in allen belangen überlegen und müssen sich nur die fehlende Chancenverwertung vorwerfen. Auf die großen Nationen fehlt der ÖFB-Elf – die sich heute sicherlich unter Wert verkauft hat – wenn man nicht gerade einen Traumtag erwischt noch einiges. 

Nach dem 2:4 im ersten Aufeinandertreffen von vor zwei Jahren wartet Österreich somit weiterhin auf den ersten „Punktgewinn“ im Duell mit Deutschland.

 

Deutschland 3:1 Österreich

Tore: Popp (8.), Dallmann (56.), Schüller (84.); Billa (34.)

UMFRAGE: ‚Woman of the Match‘ des ÖFB-Nationalteams gegen Deutschland

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Highlights: Deutschland – Österreich (in Österreich nicht verfügbar).

 

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