Das Frauen-Nationalteam gewinnt das abschließende Gruppenspiel beim diesjährigen Cyprus Women’s Cup gegen die Slowakei hochverdient mit 1:0 (0:0) und beendet die Gruppe C damit ungeschlagen und mit sieben Punkten auf Platz eins. Das Goldtor gelingt Nicole Billa (46.) 40 Sekunden nach ihrer Einwechslung.

Quelle: ÖFB Mediainfo

Klare Feldvorteile für ÖFB-Elf

Für das Gruppenfinale gegen die Slowakei verändert ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer die 4-3-3-Startformation gegenüber dem 0:0 gegen Belgien an insgesamt sechs Positionen. Virginia Kirchberger, Verena Aschauer, Jasmin Eder, Laura Feiersinger und Viktoria Pinther stehen – ebenso wie Debütantin Sabrina Horvat – diesmal in der Startelf.

Die Österreicherinnen verzeichnen bereits in der torlosen ersten Spielhälfte klare Feldvorteile. Auch ein deutliches Chancenplus steht zu Buche. Die besten Einschussmöglichkeiten finden Laura Feiersinger (13.) und Viktoria Pinther (26.) vor. Der Abschluss der Salzburgerin fällt – nach perfektem Pass von Verena Aschauer – zu schwach aus, Pinther kann einen Fehler von AC Milan-Torfrau Maria Korenciova, die einen langen Ball unterläuft, nicht nutzen. Auch ein Fernschuss von Barbara Dunst (22.) geht nur Zentimeter am Lattenkreuz vorbei.

Die ÖFB-Auswahl hat auch bei zwei weiteren Strafraumszenen Pech. In der 21. Minute flankt Dunst in Richtung Pinther, Gegenspielerin Horvathova springt neben der Angreiferin hoch, spielt den Ball mit der Hand, aber die Pfeife bleibt stumm. Kurz davor landet eine zweimal abgefälschte Hereingabe von Feiersinger knapp neben der Stange. (16.)

Die Slowakinnen verzeichnen eine gute Einschussmöglichkeit, eine Kopfball-Ablage von SKN-St. Pölten-Verteidigerin Alexandra Biroova findet aber keine Abnehmerin (31.). Da steht Debütantin Horvat schon gar nicht mehr auf dem Feld. Die erste Vorarlbergerin im Frauen-Nationalteam seit Jasmine Kirchmann am 8. Juni 2011 muss bei ihrem ersten Länderspiel nach einem Schlag auf den Knöchel ausgewechselt werden. (30.)

Billa-Blitztor vor Wolkenbruch

In der Halbzeit wechselt Österreich dreimal. Nicole Billa kommt zu ihrem 51. Länderspieleinsatz und braucht dann 40 Sekunden für ihren 20. Teamtreffer. Nadine Prohaska bringt die Flanke in den Strafraum, Billa behauptet die Kugel, lässt ihre Gegenspielerin stehen und schiebt zum 1:0 ein (46.).

Danach passiert erst einmal für einige Minuten nichts. Ein Wolkenbruch zwingt die Teams für zehn Minuten in die Kabine. Danach geht es auf gerade noch bespielbarem Platz aber doch weiter. Die Österreicherinnen verlieren nichts von ihrem Schwung, bleiben spielbestimmend und drängen auf die Entscheidung. Allerdings kommt der nun schwer zu bespielende Rasen den Österreicherinnen nicht gerade zugute.

In der 80. Minute bricht Billa neuerlich durch und ist von ihrer Ex-Teamkollegin Alexandra Biroova nur durch ein Foul zu stoppen. Folgerichtig gibt es die rote Karte für die SKN-Legionärin. Den fälligen Freistoß verwandelt Billa selbst, aber die Schiedsrichterin hatte in der Mauer einen Regelverstoß gesehen.

Nach dem 1:0 fehlt bei den Österreicherinnen oftmals der letzte Pass. Ansonsten hätte der Sieg noch höher ausfallen können. Doch die Thalhammer-Elf kontrolliert das Geschehen souverän, die Slowakei kommt in Unterzahl nicht mehr gefährlich vor das Tor der fehlerlosen Manuela Zinsberger.

ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer: „Es war eine total kontrollierte, spielerisch starke und geduldige Leistung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es bereits das dritte Spiel binnen weniger Tage war und wir viel rotiert haben. Der Regenguss hat uns die Chance genommen, höher zu gewinnen, weil der Platz danach schwer bespielbar war.“ Das knappe Ergebnis spiegle nicht unbedingt die Kräfteverhältnisse wieder, so Thalhammer. „Für mich ist wichtig, zu sehen, dass die Richtung, die wir eingeschlagen haben, stimmt. Die Leistungen aus den Gruppenspielen stimmen mich extrem positiv.“

Wiedersehen mit Belgierinnen im „kleinen Finale“

Das Frauen-Nationalteam (7 Punkte/5:1 Tore) beschließt die Gruppe C nach dem 4:1 gegen Afrikameister Nigeria, dem 0:0 gegen Belgien und dem heutigen 1:0 über die Slowakei (0/3:8) ungeschlagen auf Platz eins. Belgien (7/4:0) besiegt zwar am Abend die Nigerianerinnen (3/5:8) mit 1:0, bleibt aber aufgrund des Torverhältnisses hinter Österreich Gruppenzweiter.

Dennoch reicht es für die Österreicherinnen als drittbeste Gruppensiegerinnen nicht zum Finaleinzug. Im Spiel um Platz drei kommt es am Mittwoch (14:00 Uhr MEZ) deshalb zum Wiedersehen mit den „Red Flames“, die als beste Gruppenzweite ebenfalls ins Spiel um Platz drei einziehen. Nordkorea (Gruppe A) und Italien (Gruppe B)  gewinnen ihre Staffeln ohne Punktverlust und spielen – ebenfalls am Mittwoch – um den Cyprus Cup. Das „verpasste“ Finale sorgt beim ÖFB-Team aber keineswegs für hängende Köpfe. „Für uns ist es nicht entscheidend, ob wir das Finale oder das Spiel um Platz 3 bestreiten. Für uns zählen die Spiele, die wir bislang auf höchstem Niveau spielen konnte, die Leistungsentwicklung, die wir aktuell sehen und die insgesamt 20 Spielerinnen inklusive drei Debütantinnen, die wir bisher sehen konnten“, unterstreicht Teamchef Thalhammer.

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