Für das Frauen-Nationalteam kommt es am Dienstag im Rahmen der UEFA Women’s EURO Qualifiers zum ersten Aufeinandertreffen mit Gruppenfavorit Frankreich. Die Französinnen stehen nach fünf Spielen mit dem Punktemaximum und 29:0 Toren an der Tabellenspitze, aber auch die Österreicherinnen (2.) sind bisher ohne Punktverlust und Gegentreffer geblieben und halten ebenfalls bei 15 Zählern (21:0). Das von ADMIRAL präsentierte Länderspiel wird in Wiener Neustadt ausgetragen und um 21:00 Uhr angepfiffen. Es ist das erste internationale Bewerbsspiel im erst 2019 fertiggestellten Stadion.


Seit 350 Tagen das erste Heimspiel – 900 Fans erlaubt

Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie spielt das Frauen-Nationalteam wieder vor Publikum. Für den ersten Heimauftritt seit 350 Tagen (12. November 2019, 9:0 gegen Kasachstan) sind gemäß des ‘Return to Play’-Protokolls der UEFA bis zu 900 Fans zugelassen. 

ÖFB-Teamtorhüterin Manuela Zinsberger freut sich über die Rückkehr der Zuschauer: “Es ist sehr, sehr lange her, dass wir zuletzt vor Fans gespielt haben. Wir wissen, wie wichtig es sein kann, die zwölfte Frau auf dem Platz zu haben.”
“Die Unterstützung von den Rängen kann uns noch einmal zusätzlich beflügeln und mitentscheidend sein”, sagt auch ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann

Tickets ausschließlich online erhältlich

Tickets sind nach wie vor via oeticket.com verfügbar. Ein Ticket kostet 12 Euro, ermäßigte Karten sind um 6 Euro erhältlich. Kinder bis sechs Jahre sind um 1 Euro dabei.
Die Karten werden ausschließlich online verfügbar sein, da eine Personalisierung jedes Tickets erforderlich ist, um ein “Contact Tracing” zu ermöglichen. Kontrollen der Personalisierung mittels Ausweis werden beim Einlass ins Stadion durchgeführt. Die Stadiontore öffnen um 19:30 Uhr.
Gemäß der für das Länderspiel geltenden gesetzlichen Bestimmungen und dem aktuell gültigen COVID-19-UEFA-Protokoll muss auch von Zuschauerinnen und Zuschauern während des gesamten Aufenthalts im Stadion ein Mund-Nasen-Schutz verpflichtend getragen werden – auch auf den zugewiesenen Sitzplätzen, die unbedingt einzuhalten sind. Weiters ist auf Maßnahmen wie Abstandhalten und allgemeine Hygienerichtlinien (Handdesinfektion etc.) zu achten. Bei den Stadioneingängen werden auch Fiebermessstationen eingerichtet, die jede/r Stadionbesucher/in passieren muss.
 

Frankreich in der Favoritenrolle – Österreicherinnen wollen überraschen

Die Teamchefin hat die ÖFB-Elf (FIFA-22.) in einer intensiven Trainingswoche in Bad Erlach auf das Topspiel gegen die Weltranglisten-Dritten vorbereitet. Der Schwerpunkt lag im Vergleich zum letzten Lehrgang in Kasachstan auf der Defensive.
“Es ist zu erwarten, dass wir vor allem gegen den Ball gefordert sein werden. Aber wir haben auch Strategien entwickelt, wie wir die Französinnen im Ballbesitz vor Probleme stellen können. Klar ist, dass wir über 90 Minuten vollste Intensität brauchen, wenn wir etwas mitnehmen wollen”, so Fuhrmann.
Die Rollen seien aber klar verteilt, so die Teamchefin. “Wir wollen etwas holen – und wenn wir einen sehr guten Tag erwischen, können wir auch etwas holen – aber wir müssen nicht. Frankreich ist die Nummer drei der Welt und mit höchster individueller Klasse bestückt. Sie sind in der Favoritenrolle und haben demnach auch den Druck, gewinnen zu müssen”, sagt Fuhrmann.
Die Französinnen warten nach wir vor auf einen großen internationalen Titel. Bei der WM 2019 im eigenen Land scheiterte das Team bereits im Viertelfinale und verpasste damit die Qualifikation für Olympia.
 

Einziges Remis im bislang letzten Aufeinandertreffen

 
In der laufenden Qualifikationskampagne wäre der Gruppensieg gleichbedeutend mit einem fixen EM-Ticket. Auch die drei besten Zweitplatzierten aller neun Gruppen haben ihren Startplatz bei der UEFA Women’s EURO 2022 in England sicher. Für die übrigen Gruppenzweiten geht es im Playoff um weitere drei Endrunden-Tickets.
Ein Punktgewinn gegen die Französinnen könnte für die Österreicherinnen deshalb durchaus wichtig sein. Im ÖFB-Lager herrscht nach starken Trainingsleistungen und den bisherigen Quali-Leistungen jedenfalls Zuversicht. “Wir können mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen, aber uns ist bewusst, dass wir einen sehr guten Tag brauchen, um punkten zu können. Frankreich ist in dieser Qualifikation bislang nicht gefordert worden – genau das ist unser Ziel”, sagt die Teamchefin. Entschieden wir die EM-Qualifikation allerdings erst in rund einem Monat, wenn die Österreicherinnen in Frankreich gastieren (27.11.) und zum Abschluss Serbien empfangen (1.12.).
Die Allzeit-Bilanz gegen die Französinnen ist mit einem Unentschieden und fünf Niederlagen aus den bisherigen sechs Spielen negativ. Das Remis erreichten die Österreicherinnen allerdings beim bislang letzten Aufeinandertreffen – am 22. Juli 2017 gab es im zweiten Gruppenspiel der UEFA Women’s EURO 2017 nach einem Tor von Lisa Makas ein 1:1.
“Die Rahmenbedingungen sind diesmal völlig andere, aber die Erfahrung, es schon einmal geschafft zu haben, ist noch präsent. Wir werden uns auch diesmal keine Grenzen setzen”, unterstreicht Fuhrmann.
 
Laura Feiersinger (Fuß), Marie-Therese Höbinger (Innenbandriss) und Julia Hickelsberger-Füller (Kreuzbandriss) fehlen verletzungsbedingt.
 
EURO-Torschützin Lisa Makas und Katharina Schiechtl sind nach langen Verletzungspausen einsatzbereit.
 
UEFA Women’s EURO Qualifiers
Österreich – Frankreich, Di., 27. Oktober, 21:00 Uhr, Stadion Wiener Neustadt (live auf ORF Sport+)
 
Quelle: ÖFB-Media-Info