Im Abschiedsspiel von Nina Burger muss sich das österreichische Frauen-Nationalteam gegen Schweden mit 0:2 geschlagen geben. 


Mit einem 4-3-3 schickte Dominik Thalhammer das Team auf das Feld. Manuela Zinsberger hütete wie erwartet das Tor der Österreicherinnen. Die Viererkette mit Katharina Schiechtl, Virginia Kirchberger, Carina Wenninger und Verena Aschauer hatte keine Überraschung parat. Das Mittelfeld beackerten Sarah Puntigam, Laura Feiersinger und Sarah Zadrazil. Und im Angriff bildeten Barbara Dunst und St. Pölten-Offensivfrau Julia Hickelsberger-Füller auf den Flügeln und Nina Burger als Mittelstürmerin. 

Gegen die Weltranglistenneunten trat die Mannschaft von Beginn an sehr mutig auf und attackierte. Schon in der dritten Minute lag der Torgeruch das erste Mal in der Luft. Die Spielerin des Abends, Nina Burger setzte ihren ersten Torschuss an die Stange. In Minute zehn war es erneut Burger, die nach einem schnellen Pass von Zadrazil, den Ball nicht optimal verwerten konnte. Das starke Pressing zu Beginn schaltete man nach 15 Minuten eine Stufe hinunter und ließ die Schwedinnen mehr ins Spiel kommen, die spieltreibende Kraft blieb Österreich. Ein missglückter Weitschuss von Burger und ein zu hoher Schuss am Strafraumrand von Dunst unterstrichen die anfängliche Offensivkraft der Österreicherinnen.

In der Minute 24 war es dann Zeit sich zu verabschieden. Mit Standing Ovations und Umarmungen der Teamkolleginnen bzw. der Schiedsrichterin verabschiedete sich Nina Burger mit Tränen in den Augen von der Nationalmannschaft. Nach 109 Länderspielen und 53 Toren beendete die Rekordnationalspielerin ihre lange und erfolgreiche Karriere im Nationalteam. Für Burger kam Nicole Billa ins Spiel. 

Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel weiter vor sich hin. Die nächste nennenswerte Chance konnte man in der 38. Minute verzeichnen als Katharina Schiechtl einen Zuckerpass auf Nicole Billa spielte, die den Ball am Tor vorbeischob. Kurz vor der Pause konnte die starke Julia Hickelsberger-Füller noch einen Schuss auf das Tor der Schwedinnen absetzen. 

Die erste gefährliche Chance in der zweiten Halbzeit setzte Sarah Zadrazil in der 54. Minute ab. In der Nähe des Strafraums bemerkte die Potsdam-Legionärin, dass Torhüterin Lindahl herausgekommen ist. Der versuchte Lupfer senkte sich erst nach dem Tor. 

Vier Minuten später passierte der österreichischen Abwehr ein sehr unglückliches Malheur, das mit dem 0:1 bezahlt wurde. Der Ball rollte in Richtung Zinsberger. Die verpasste es den Ball wegzubefördern und legte der Schwedin Jakobsson ungewollt auf. Gegenspielerin Aschauer kam daraufhin noch in Ballbesitz und wollte den Ball klären. Unglücklicherweise schoss Aschauer den Ball an das Schienbein von Jakobsson. Daraufhin rollte die Kugel in das leere Tor zum unnötigen 0:1.

Ein Tor, das den Schwedinnen Selbstvertrauen verlieh. Die Österreicherinnen verunsicherte das Gegentor, so dass sie nun nicht mehr spielführend waren, sondern auf das Spiel der Schwedinnen reagieren mussten. Dominik Thalhammer versuchte mit einem Doppelwechsel neuen Schwung in die Partie zu bringen. Lisa Makas kam für Barbara Dunst ins Spiel, Viktoria Pinther für Julia Hickelsberger-Füller. 

Im weiteren Verlauf des Spiels meldete sich zweimal das Aluminium zu Wort. Janogy pfefferte in der 72. Minute den Ball an die Stange, in der 74. streifte Aschauer mit einem Distanzschuss die Querlatte. Die offensivere Ausrichtung der Österreicherinnen machte es den Schwedinnen mögliche größere Räume aufzufinden. Diese Räume nutzten sie auch und erhöhten in der 87. Minute noch auf 2:0 durch Björn. Zuvor verließ Sarah Zadrazil das Feld, ins Spiel kam Elisabeth Mayr

Nach dem zweiten Gegentor kam Viktoria Schnaderbeck für Katharina Schiechtl ins Spiel und feierte, nach langer Verletzungspause, ihren ersten Einsatz im Nationalteam seit Sommer 2018. 

Schlussendlich muss sich Österreich verdient mit 0:2 geschlagen geben und muss aus dieser Partie Schlüsse für die weiteren Partien ziehen. Auf eine Spielerin kann Teamchef Dominik Thalhammer in der nächsten Quali nicht mehr zurückgreifen und das wird Nina Burger sein. Wir wünschen dir alles erdenklich Gute für deine Zukunft und mach’s gut, liebe Nina!

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