Nach dem 1:1-Unentschieden am Freitag, verlor das Frauen-Nationalteam am Dienstag den zweiten Test gegen die Eidgenossinnen knapp mit 1:2.


Die Schweizerinnen präsentieren sich den Österreicherinnen, bei denen Katharina Schiechtl und Katharina Naschenweng für Lisa Makas und Verena Aschauer starten, zielstrebiger als im ersten Aufeinandertreffen und sorgen im Konter immer wieder für Gefahr.

Bereits in der achten Spielminute entwischt Geraldine Reuteler der ÖFB-Abwehr und zwingt Manuela Zinsberger zu einer Glanzparade mit dem Fuß. Den Abstauber verwertet aber dann Ana-Maria Crnogorcevic, die statt der verletzten Ramona Bachmann die Kapitänsschleife trägt, zum 1:0 für die Schweizerinnen.

Die ÖFB-Elf zeigt sich zunächst unbeeindruckt und verbucht ihrerseits zwei Großchancen. Zunächst schießt Julia Hickelsberger-Füller nach einem langen Ball über die Abwehr aus aussichtsreicher Position drüber. Im nächsten Angriff verarbeitet die pfeilschnelle Außenspielerin den Ball besser, umkurvt die Torfrau und bedient Nicole Billa. Die Tirolerin scheitert aber mit ihrem Schuss an Abwehrspielerin Eseosa Aigbogun, die auf der Linie rettet (9. Minute).

Die Österreicherinnen, die in der ersten Halbzeit mit Virginia Kirchberger im Mittelfeldzentrum agieren, zeigen sich zwar ballsicher, gegen die Tempogegenstöße der Eidgenossinnen aber auch teils anfällig. Die Schweizerinnen kommen jedoch vor dem Wechsel zu keiner klaren Abschlusschance mehr.

Stattdessen gleicht Österreich mit dem schönsten Angriff des Spiels aus. Die ÖFB-Abwehr befreit sich zunächst mit einer Passstafette aus dem Pressing der Schweizerinnen. Am Ende landet der Ball nach einem Tackling an Sarah Zadrazil bei Sarah Puntigam. Die 101-fache Teamspielerin trifft in der 42. Minute platziert in die lange Ecke – ihr 14. Länderspieltreffer.

Zur Pause stellt ÖFB-Teamchef Dominik Thalhammer um, bringt Verena Aschauer für Katharina Schiechtl und zieht Sarah Zadrazil ins Mittelfeld-Zentrum. Die Österreicherinnen erhöhen in der Folge die Schlagzahl und sind auch gegen die Konter der Schweizerinnen weniger anfällig. 

Späte Entscheidung durch Elfmeter

Zudem ist das Pressing griffiger und Österreich verzeichnet auch wieder jene hohen Ballgewinne, die schon im ersten Spiel immer wieder für Gefahr gesorgt haben. Zunächst führt aber kein Weg an der eingewechselten Elvira Herzog im Schweizer Kasten vorbei.

In der 68. Minuten versucht es Viktoria Schnaderbeck nach einer langen Ballstafette mit einem satten Schuss aus rund 18 Metern. Aber die ÖFB-Teamkapitänin findet ihre Meisterin in Herzog.

Die größte Chance auf den Sieg haben die Österricherinnen in der 74. Minute. Nach einem Traumpass von Barbara Dunst kommt Nicole Billa aus spitzem Winkel zum Abschluss. Herzog kann nur zur kurz abwehren, doch Hickelsberger-Füller kann nicht Kapital schlagen.

Auf der Gegenseite kommt Irina Pando in der 81. Minute nach einem Stanglpass von Lorena Baumann zur besten Chance für die Eidgenossinnen, bringt jedoch keinen Druck hinter den Ball.

In der Nachspielzeit fällt dann doch noch die Entscheidung zu Gunsten der Schweizerinnen. Virginia Kirchberger legt Crnogorcevic im Strafraum und der spanische Schiedsrichter gibt den Elfmeter. Die Gefoulte verwandelt in der 92.zum 2:1-Sieg für die Eidgenossinnen.

„Es ist eine bittere Niederlage. Wir waren in der zweiten Halbzeit eine Klasse besser als die Schweiz, verlieren aber 1:2. Wir hatten sogar bessere Chancen als im ersten Spiel, aber die Schweiz war um eine Klasse effizienter“, bilanziert Thalhammer. „Wenn wir gegen Frankreich etwas holen wollen, müssen wir unser volles Potenzial ausschöpfen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit über 35 Minuten geschafft, in den letzten zehn Minuten leider nicht und demnach hat es nicht gereicht“, so der Teamchef.

Das nächste Spiel des Frauen-Nationalteams ist der EM-Quali-Schlager gegen Gruppenfavorit Frankreich am 14. April (21:00 Uhr) in der NV Arena, St. Pölten. 

Österreich spielt mit: Zinsberger – Schiechtl (46. Aschauer), Wenninger, Schnaderbeck (C), Naschenweng (68. Höbinger) – Zadrazil, Kirchberger, Puntigam – Hickelsberger-Füller (80. Wienerroither), Billa, Dunst

Quelle: ÖFB-Mediainfo