9. Platz - Wolfsberger AC

Der Bundesliga-Verein aus dem Lavanttal, den Wolfsberger AC kann froh sein, dass es St. Pölten noch in der Liga gibt. Mit nur 16 Punkten nach 20 Spielen liegt das Team von Trainer Heimo Pfeifenberger auf dem 9. Tabellenrang. Hinzu kommt noch ein desaströses Ausscheiden im ÖFB-Cup.

Drei Siege in 20 Spielen. Der WAC steckt in einer misslichen Lage. Schon zu Beginn der Saison wusste man natürlich, dass es auf keinen Fall einfach werden würde. “Klassenerhalt” war das klar deklarierte Ziel, welches zwar, aufgrund der infernalischen Leistung St. Pöltens, zu schaffen sein wird, aber mit den aktuellen Leistungen auf keinen Fall Freude im Verein auslösen wird.

Der WAC in der Tabelle (Quelle: bundesliga.at)

Zu Beginn der Saison sah aber alles noch nicht so schlecht aus: Neben dem Weiterkommen im ÖFB-Cup bei Mannsdorf konnten die Wolfsberger drei der ersten sechs Spiele gewinnen und verloren nur gegen Salzburg und bei den schweren Auswärtsgegnern Mattersburg und Sturm. Die Negativserie, seit dem 30.11. kein einziges Liga-Auswärtsspiel mehr zu gewinnen (damals in St. Pölten) wollte einfach nicht brechen – zu schlecht waren die Leistungen des Teams in der Fremde. Mittlerweile ist Pfeifenbergers Team seit 14 Spielen sieglosen, auch wenn nicht immer schlecht gespielt wurde. WAC-Fans können sich hierbei wahrscheinlich besonders an die sensationellen 0:0-Unentschieden zuhause gegen Salzburg oder Rapid erinnern, welche vor allem von hohem taktischen Verständnis der Kärntner geprägt waren.

Zuvor schon kurz angeschnitten haben wir den ÖFB-Cup für den WAC, welcher nach zwei Siegen bei den Regionalligisten Mannsdorf (2:1) und Gleisdorf (2:1) ein jähes Ende in Wimpassing fand. Der Burgenlandligist (4. Leistungsstufe) hielt in der dritten Runde stark gegen den Wolfsberger AC stand und gewann schlussendlich durch ein Tor von Adil Kouskous in Minute 73 verdient gegen den Bundesligisten. Sie dürfen sich nun außerdem über ein Spiel bei Sturm Graz freuen.

Eine deutliche Verkleinerung des Kaders musste der WAC ebenfalls hinnehmen. Ganze zehn Spieler verließen den Verein – darunter Leistungsträger wie Joachim Standfest (Karriereende), Peter Tschernegg (St. Gallen) und Philipp Prosenik (Rapid Wien; Leihende) – und nur drei neue unterzeichneten einen Kontrakt bei den Wolfsbergern: Florian Flecker, Dominik Frieser (beide Kapfenberger SV) und Bernd Gschweidl (SC Wiener Neustadt). Letzterer drehte auch schon auf und erzielte mit sieben Toren die meisten für seinen Verein.

 

Dieser Teil des Rückblickes wurde von Maximilian Werner geschrieben!