Erling Braut Haaland verlässt Red Bull Salzburg und wechselt zu Borussia Dortmund. Die Zeitspanne, in der der Norweger seine Schuhe in der österreichischen Bundesliga geschnürt hatte, war kurz – sein hinterlassener Fußabdruck ist jedoch nicht nur wegen seiner Körpergröße von 1,94 Meter sehr respektabel. Die beeindruckende Bilanz von 28 Treffern in 22 Spielen im Salzburger-Dress lässt einige Experten davon sprechen, dass Haaland der beste Spieler war, der je die Rasen der österreichischen Bundesliga beackern durfte. Dabei gibt es zumindest zwei andere Kicker, die diesen Titel womöglich auch verdient hätten.


Sadio Mane kam im Sommer 2012 als absoluter No-Name für vier Millionen Euro vom FC Metz in die Mozartstadt und zeigte prompt, dass er sein Geld wert war. Pfeilschnelle Antritte, eiskalte Abschlüsse und das Spielfeld überragende Übersicht machten Mane zu einer wichitgen Zutat im Erfolgsrezept von Red Bull Salzburg. Gemeinsam mit dem österreichischen Serienmeister schaltete der Senegalese in der Europa League Ajax Amsterdam 6:1 aus. Der 3:0-Hinspielsieg vom Februar 2014, in dem Mane einmal traf, gilt heute noch als eines der besten Spiele der Vereinsgeschichte. Manes Klasse blieb nicht lange unbemerkt. Es kam wie es kommen musste, Southhampton machte den Salzburgern ihren Flügelflitzer für 23 Millionen Euro abspenstig. Dass Mane ausgerechnet vor dem wichtigen Rückspiel im Champions-League-Playoff gegen Malmö mit Wechselavancen sich selbst des Einsatzes beraubte, sei an dieser Stelle mal ausgeklammert. Der weitere Verlauf dürfte bekannt sein: Mane konnte auch in der Premier League überzeugen und wechselte schlussendlich zum großen FC Liverpool. Mittlerweile ist der Kapitän der senegalesischen Nationalmannschaft einer der besten Spieler der Welt, Klubweltmeister und Champions-League-Sieger. In seinem Wohnzimmer dürften, jedoch noch immer die Medaillen der zwei Doublesiege in Österreich hängen.

Spiele Tore Assists

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45 32

Eine ähnliche Sammlung an Triumphen darf Naby Keita sein Eigen nennen. Der Mann aus Guinea ist mittlerweile auch beim FC Liverpool unter Vertrag, spielt bei den Reds aber eine etwas untergeordnetere Rolle als Mane. Begonnen hat sein Aufstieg aber auch in der österreichischen Bundesliga. 1,5 Millionen Euro ließen sich die Salzburger im Sommer 2014 den Dienst von Keita kosten. Gekommen vom FC Istres aus Frankreich brauchte Keita nahezu keine Eingewöhnungsphase. So sammelte er in seinen zwei Jahren bei den Salzburgern jeweils zweimal Meisterschaft und Pokalsieg und wurde zudem in der Saison 2015/16 Spieler der Spielzeit. Grund genug, um den nahezu obligaten Schritt in die deutsche Bundesliga zu RB Leipzig zu wagen. 29,75 Millionen Euro sicherten Leipzig die Fähigkeiten Keitas. Nach zwei Jahren bei den nördlichen Nachbarn zog es Keita dann auf die bereits genannte Insel. Jürgen Klopp und der Prestigeverein aus Liverpool wollten und bekamen Keita – für 60 Millionen Euro. Auch er konnte wie Mane mit den Reds Champions-League-Sieger und Klubweltmeister werden.

Spiele Tore Assists

81

20 11

Und dann ist da eben noch der erst vor kurzen abtrünnig gewordenen Norweger. Hätte man Marco Reus, Mario Götze und Co. vor der Saison gefragt, wer Erling Braut Haaland ist, sie hätten vermutlich ratlos herumgeirrt. Nur absoluten Experten war der Teenager ein Begriff und so kam es zur netten Anekdote, dass Salzburg von einigen Scouts nahegelegt wurde Haaland zu verpflichten. Er sei das Talent der Zukunft wurde den österreichischen Serienmeister bescheinigt, der bereits Anfang dieses Jahres locker zurückgeben konnte „wissen wir, wir haben ihn bereits verpflichtet“. Auch dieser kurze Ausschnitt aus den Salzburger Geschäften unterstreicht die Professionalität dieses Klubs, das sei jedoch an andere Stelle näher ausgeführt. Hier geht es um Haaland – einen groß gewachsenen und dennoch pfeilschnellen Teenager, der wie eine Rakete einschlug. Hattrick im Champions-League-Debüt, Top-Torjäger der Bundesliga und neunfach Torschütze für die U20-Mannschaft Norwegens in einer Begegnung zieren die Visitenkarte des Jahrhunderttalents. Der FK Molde, Haalands vorheriger Verein, dürfte mittlerweile die einstige Ablösesumme von fünf Millionen mit Argusaugen begutachten, ist er denn derzeit 45 Millionen Euro wert. So viel haben die Bullen, jedoch auch nicht mit dem Stürmertalent erwirtschaftet. Wie man weiß, hätte Haaland, dessen Vater ähnlich professionell Verträge aushandelt wie die Salzburger, nie in der Mozartstadt unterschrieben, wäre im Vertrag keine Ausstiegsklausel enthalten gewesen. Diese machte sich nun Borussia Dortmund zu nütze und holte den Spieler des Jahres zum Hofer-Preis von 20 Millionen Euro.

Spiele Tore Assists

22

28 7

 

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