Der populärste Verein Österreichs wird von den Verantwortlichen derzeit mit Vollgas Richtung Abgrund gesteuert. In der Liga täuscht der dritte Platz über die tatsächliche Verfassung der Mannschaft und des Vereins hinweg und nach der Cup-Pleite gegen den Regionalligisten ist wohl auch der letzte Zug punkto Versöhnung mit den Fans abgefahren. Der sportliche Misserfolg bringt plötzlich das Selbstverständnis des ganzen Vereins ins Wanken. Trainer Peter Schöttel wurde nun heute das erwartete Bauernopfer und musste abdanken. Aber auf der Hütteldorfer Großbaustelle ist das nur einer von vielen Bereichen, die rundum erneuert gehören.

Samstag, 20:20. Rapid hat gerade mit Müh und Not, nach einer katastrophalen ersten Hälfte und einer etwas besseren zweiten einen Dreier gegen Nachzügler Wiener Neustadt eingefahren. Fast wäre so etwas wie Aufbruchstimmung zu spüren gewesen, nach neun vorangegangenen Spielen ohne Sieg. Das zehnte hätte einen Allzeit-Negativrekord bedeutet. Der ohnehin schon mehr als angezählte Coach Peter Schöttel konnte nochmal kurz aufatmen. Doch viel Luft zum Atmen bekam er nicht.

Am Dienstag sollte nämlich schon der nächste Tiefschlag folgen. Die 0:1 Heimniederlage gegen den Tabellenführer der Regionalliga Mitte markiert einen neuen Tiefpunkt in der Rapid-Leidensgeschichte. „Was in der 1.Hälfte von uns gekommen ist, hat nur wenig mit Fußball zu tun gehabt. Es hat überhaupt nichts funktioniert“, konstatierte Trainer Schöttel. 

Rapid wurde im eigenen Stadion regelrecht vorgeführt, musste froh sein, nicht mit einer höheren Niederlage vom Feld gehen zu müssen. Dabei wäre der Cup die letzte Chance gewesen mit einem Titel, wenn auch einem von geringerer Bedeutung, eine verkorkste Saison etwas erträglicher zu gestalten. Doch der Wille, das zu schaffen, war auf dem Platz nicht zu sehen. 

Die Pleitenserie Rapids bringt plötzlich auch andere Baustellen, die sonst von Erfolgen des Vereins überschattet wurden, zu Tageslicht. Der österreichische Rekordmeister steckt in einer tiefen Krise – und die Ursachen liegen in unterschiedlichsten Ebenen begründet.

 

1. Der Trainer

Nach nur einer Station als Trainer in der höchsten Spielklasse beim SC Wiener Neustadt, wurde Peter Schöttel am 1.6.2011 als Rapid-Trainer eingesetzt. Der zweite Platz hinter Red Bull Salzburg in der ersten – durchaus schwierigen – Saison und die erfolgreich absolvierte Qualifikation für die Europa League konnte man durchaus als Erfolge werten. Und auch die zweite Saison unter Schöttel begann für Rapid mit Tabellenplatz 1 nach den ersten 5 Runden sehr vielversprechend.

Doch spätestens die Serie von neun sieglosen Spielen in Folge, beginnend im Dezember, brachte Schöttel an den Rande der Kündigung. In diese Phase fiel allerdings auch das Spiel in Salzburg am 22.Spieltag, wo man sich in einer furiosen und sehr ansehnlichen Partie ein 3:3 erkämpfte. Damals hatte man das Gefühl, dass Schöttel seine Mannschaft noch nicht verloren hatte. Die folgenden Spiele sollten diesen Eindruck jedoch zunichte machen:

1:1 gegen Sturm (h)
1:2 gegen WAC (a) 
2:2 gegen Mattersburg (h)
1:1 gegen Admira (h)
2:3 gegen Ried (a)
1:1 gegen Innsbruck (a)

Gegen den WAC und Innsbruck schaffte Rapid es nicht zu gewinnen, obwohl beide Gegner das Spiel nur zu neunt beendeten. Bei zweiterem gelang den Tirolern in 2-Mann-Unterzahl sogar noch der Ausgleich. Es liegt natürlich nahe, sich auf das mangelnde Glück auszureden, jedoch wird man den Eindruck nicht los, dass die Mannschaft gegen den Trainer spielt. Spätestens die Cuppleite gegen die Altstars-Truppe aus Pasching zeigte deutlich, dass einige Spieler entweder nicht Willens oder tatsächlich nicht in der Lage sind, auf diesem Level mitzuhalten. 

Da eine fast idente Mannschaft zu Saisonbeginn durchaus Ambitionen zeigte, um den Meistertitel mitzuspielen und jetzt gegen einen Drittligisten ohne den blassen Schimmer einer Chance agierte, verstärkt sich der Eindruck, dass die Mannschaft aus eigenen Stücken einen Trainerwechsel erzwingen will. Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung. 

„Was wir aufgeführt haben, ist unfassbar. Das ist der Tiefpunkt, so kann es nicht weitergehen.“ meinte auch Deni Alar nach der Niederlage gegen Pasching. Die Spieler haben das Vertrauen an sich selbst und an die Fähigkeit des Trainers, die Wende doch noch herbeizuführen offensichtlich verloren, ein Trainerwechsel war unverzichtbar. Ob dieser jedoch jetzt auf Grund der Fanproteste oder aus rationalen Entscheidungen erfolgte, bleibt wohl ungeklärt.

Genauso spannend wird die Frage sein, wer nach Peter Schöttel das Amt übernimmt. Dass Zoran Barisic nur eine ganz, ganz kurzfristige Übergangslösung sein kann, ist wohl allen klar. Die Vermutung liegt nahe, dass Präsident und Sportdirektor – die ja nach wie vor weiterwursteln dürfen – vor den Forderungen der Fans einknicken und Didi Kühbauer verpflichten. Jetzt wäre ja ohnedies wieder ein emotionaler Trainer dran, wenn man dem Gesetzt der Serie folg – grün-weiße Vergangenheit hat er auch, also wunderbar. Bis zum nächsten Crash. 

 

2. Die Transferpolitik

Nachdem sich bereits die Rückholaktion eines Steffen Hofmanns in der Saison 2006/07, nach dessen einjährigem Gastspiel bei 1860 München als populäre Maßnahme erwies, bediente man sich im Winter wieder dieser Taktik. 

Das Comeback des Publikumsliebling Branko Boskovic aus dessen Karriereherbst in den USA, sollte die teils aufmüpfigen Fans befrieden und ihnen einen Hauch von Nostalgie bringen. Dass der 32 Jahre alte Boskovic in den letzten zweieinhalb Jahren in der Major League Soccer auch nicht jünger wurde und wohl auch sein Leistungspotential nicht großartig steigerte, dürfte den Verantwortlichen jedoch entgangen sein. 

Hingegen wurde mit dem 21-jährigen Muhammed Ildiz einer der Leistungsträger mit Zukunft um eine halbe Million Euro nach Nürnberg abgegeben, anstatt zu versuchen ihn länger an den Verein zu binden. Dafür wurde mit Marcel Sabitzer eine Nachwuchshoffnung von der Admira verpflichtet, wobei man sich sogar gegen die Austria und Salzburg, die ebenfalls an einem Transfer interessiert gewesen wären durchsetzen konnte. 

„Fußballgott“ Steffen Hofmann wurde sicherheitshalber gleich mit einem neuen Vertrag bis 2016 ausgestattet. Eine für die Situation bei Rapid symptomatische Maßnahme. Denn auch Steffen Hofmann ist bei aller Sympathie nicht mehr der Jüngste und längst nicht mehr in der Lage, die Kohlen alleine aus dem Feuer zu holen, wenn es mal gar nicht läuft. Richtig wäre gewesen, den Vertrag nicht zu verlängern, denn Rapid muss sich endlich aus der seit Jahren selbst auferlegten Hofmann-Abhänigkeit befreien. 

Mit Markus Heikkinen und Markus Katzer hat man in die Jahre gekommenen Dauerbrennern keinen neuen Vertrag angeboten. Angesichts der Perspektiven und Leistungen der beiden Defensivspieler eine durchaus vertretbare Entscheidung. 

Was den Verantwortlichen bei Rapid bestimmt schwer im Magen liegt, ist die Tatsache, dass die Austria in den letzten Jahren hinsichtlich Transfers nahezu alles richtig gemacht hat.

 

3. Scouting

Scouting-Koordinator bei Rapid ist Harald Mössler. Ihm soll hier keine schlechte Arbeit attestiert werden, aber geht es um die Einkäufe von Rapid, ist sämtlicher Weitblick zu vermissen. Viel zu selten gehen die Fühler der Rapid-“Scouts“ über die Grenzen Österreichs hinaus. Was folgt sind in erster Linie Transfers innerhalb der Liga.

Harald Pichler wurde nach einer halbwegs guten Saison aus Innsbruck verpflichtet. Deni Alar aus Kapfenberg. Der nie zum Stammspieler gewordene Schrammel aus Ried. Blickt man dann doch einmal über den Tellerrand hinaus, folgt meistens ein Transferflop. Paradebeispiel dafür wäre die populistische Verpflichtung von Jan Vennegoor of Hesselink. 

Aber auch die restlichen geholten Legionäre seit Nikica Jelavic, den man sogar mit Gewinn verkaufen konnte und der sich bei Rapid zu einem Topspieler entwickelte, fallen in die Kategorie „höchstens Mittelmaß“. Nichts gegen einen Markus Heikkinen, Ragnald Soma, oder Milan Jovanovic, aber ob von diesen Spielern schlussendlich tatsächlich eine Qualitätssteigerung in der Mannschaft vor sich ging, darf zumindest bezweifelt werden.

Was mit ordentlichem Scouting möglich wäre zeigt mal wieder der FC Basel, der immer mehr als Vorbild für heimische Vereine herhalten wird müssen. Mit Mohamed Salah und Mohamed Elneny holte man zwei ägyptische Nationalspieler von den Arab Constructors. Mit 2,5 Millionen Euro für Salah nahm man dafür einen Haufen Geld in die Hand. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Spieler nach den gezeigten Leistungen mit Gewinn für die Basler rasch bei einem Topklub Europas untergebracht werden kann. Auch Marcelo Diaz, den man aus Chile geholt hat und Gaston Sauro, der von den Boca Juniors hinzugestoßen ist und die beide den FCB zu ihren ersten Auslandsstation machten, verdeutlichen die insgesamt tolle Arbeit, die der Schweizer Meister verrichtet.

 

4. Individuelle Schwächen

Sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive machten sich im Laufe der Saison extreme Mängel bemerkbar. Immer wieder waren es haarsträubende Eigenfehler, man denke nur an die Königshofer/Gerson Aktionen im ersten Spiel der Europa League Gruppenphase gegen Rosenborg Trondheim, als die beiden mit einer Fehlerserie für das 0:1 verantwortlich zeichneten. Immer wieder war es die so wichtige Innverteidigung, die Spiele verlor. Auch hier besteht Handlungsbedarf, der junge Gerson ist nicht so stark, wie er zu Beginn dargestellt wurde und immer wieder für Fehler zu haben.

Aber auch in der Offensive gelang es zu keiner Zeit in dieser Saison eine Fülle an hochkarätigen Torchancen zu kreieren. Viel zu oft scheitert es bei den seltenen Vorstößen der Außenverteidiger am letzten Pass/an der Flanke. Unzählbare Bälle von Schimpelsberger, Trimmel, Schrammel oder Katzer landeten hinter dem Tor, ohne dass sie je ein Stürmer zu Gesicht bekommen hätte. 

Auch das Umschalten von Verteidigung in Angriff fällt viel zu langsam aus, vor allem seit der Verletzung von Hofmann.  Es sind keine Automatismen erkennbar. Viel zu behäbig und ausrechenbar wirken die Angriffe Rapids, selbst wenn die potentiellen Nationalspieler Alar und Burgstaller auf den Flügeln aufgeboten wurden, waren sie dort selten mehr als ein laues Lüftchen. Hinzu kommt, dass man mit Heikkinen, Kulovits und Pichler über Sechser verfügt, die das Offensivspiel allesamt nicht erfunden haben. Einzig der junge Wydra kann hier noch positiv hervorgehoben werden, da ihm zumindest der Wille nicht abzusprechen ist.
 

5. Die Youngsters

Mit Louis Schaub, Dominik Starkl und Dominik Wydra haben drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in dieser Saison ihre Debüts in der Bundesliga feiern dürfen. Wydra hat es in den letzten Spielen sogar zu einem Stammplatz geschafft. Schaub machte 11 Spiele, davon 3 von Beginn an und zeigte sein Talent. Der 19-jährige Angreifer Starkl stand einmal in der Startformation und kam weiters zu zwei Kurzeinsetzen. Wenn Schöttel sich nun in Interviews lobt und beteuert, diese Mannschaft wäre jung und man müsse ihr Zeit geben, so ist das lächerlich.

Viel mehr ist es eine Art Hilfeschrei, wenn man den 19-jährigen Starkl in einer für den Verein schwierigen Situation in die Verantwortung nimmt und diesen dem großen Druck ausliefert, anstatt ihn in einer funktionierenden Mannschaft, langsam einzugliedern und an das höhere Tempo in der Bundesliga anpassen zu lassen.

 

6. Die selbst auferlegte Abhängigkeit von den Fans hinsichtlich wirtschaftlicher Entscheidungen

Betrachtet man die Entscheidungen der Rapid-Verantwortlichen, so entsteht der Eindruck, das herrschende Credo laute, es sich bloß nicht mit den Fans verscherzen. Da wären einerseits die populistischen Rückholaktionen á la Boskovic, aber auch die Frage nach der Vermarktung des Stadionnamens. Anstatt diesen finanziell sicherlich rentablen und ohne Zweifel notwendigen Schritt zu wagen, lässt man dies zugunsten des Friedens mit den Fans bleiben, zu groß ist die Angst vor Unruhen. 

Doch wem sein Verein am Herzen liegt, dem wird es egal sein, ob er in das Hanappi geht, oder doch in die „Wien-Energie-Arena“ – für den echten Fan wird es immer das "St. Hanappi" bleiben, egal welcher Sponsorname am Stadion steht.  Über kurz oder lang würde diese Maßnahme bestimmt nicht zu Rückgängen der Zuschauerzahlen führen. Stichwort Signal Iduna Park…

Das Festhalten an den Mottos „Herz statt Kommerz“, oder „Tradition kann man nicht kaufen“ ist zwar schön und gut, aber in Zeiten der Kommerzialisierung nicht förderlich, möchte man künftig wieder einmal erfolgreichen Fußball in Hütteldorf sehen. 

Als der Erzfeind der Grün-Weißen sein Horr-Stadion in „Generali-Arena“ umtaufte und in Inseraten um neue Mitglieder warb, hatte man bei Rapid ob dieser Maßnahmen stets nur gespottet und darauf verwiesen, dass es so etwas „bei uns nicht geben wird“. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, darf man jedoch auf solche Schritte nicht verzichten. Die Rapid-Führung muss sich dazu durchringen, auch mal unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wenn ein Konzept, das langfristig finanziellen Erfolg verspricht, kurzfristig Widerstände im harten Fan-Kern hervorruft.

 

7. Marketing

Den Verantwortlichen im Verein muss es gelingen den SK Rapid Wien in der Öffentlichkeit wieder als das positionieren, was er ist: der international angesehenste und erfolgreichste Klub, den dieses Land zu bieten hat.

Viel zu lange hat man die Marke "Rapid" mit Füßen getreten, es scheint dass man immer noch irgendwo in den Neunzigern festhängt. Rapid ist es in den letzten Jahren durchaus gelungen, einen Hype um den Verein auszulösen, jedoch kam dieser irgendwann zum Stillstand und die tatsächliche Entwicklung hielt der potentiell möglichen nicht mehr Stand. 

Außer auf den Sozialen Netzwerken wie facebook, wo es bei nahezu jeder Meldung seitens des Vereins zu wüsten Schimpftiraden der „Fans“ kommt, ist der Verein derzeit nicht greifbar. Der Social-Media-Manager im Verein, sofern es diesen gibt, ist wirklich nicht zu beneiden – allerdings agiert er auch teilweise ausgesprochen ungeschickt (das Austauschen des facebook-Titelbilds unmittelbar nach der Blamage gegen Pasching fand nicht gerade heftigen Applaus). 

In der heutigen Zeit gibt es Werbemöglichkeiten en masse, Rapid muss auf diesen Zug aufspringen, um nicht den Anschluss zu verlieren und für potentielle Geldgeber gänzlich unattraktiv zu werden.

 

8. Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen

Abgesehen davon, dass die Diskussion um einen Stadionneubau dieser Tage wohl in erster Linie von der sportlichen Misere ablenken soll, sollte es im Interesse aller Beteiligten liegen, diese Frage schon bald zu klären. Vorschläge von Architekten zur Stadionsanierung oder zum Neubau wurden bereits eingeholt. Sollte ein Konzept stehen und Rapid sich dazu durchringen denn Namen des Stadions abzugeben, kann es kein Problem darstellen, einen Sponsor zu gewinnen, der das Projekt tatkräftig unterstützt. Eine der Voraussetzungen dafür ist allerdings mit Sicherheit auch, den SK Rapid in eine zeitgemäße Unternehmensstruktur zu verpacken, in der sich professionelle Manager Vollzeit um Geschäftsführung, Finanzen, Marketing/Sponsoring und sportliche Belange kümmern. 

Um hier wieder den FC Basel als Vorbild ins Spiel zu bringen, sei gesagt, dass dieser in der vergangenen Saison einen Zuschauerschnitt von 28.442 hatte, ein Wert der angesichts der Popularität Rapids und der Vielzahl an Fans zumindest in der Theorie durchaus zu schaffen sein könnte. Wären da nicht die Publikumsmagneten WAC, Mattersburg, Neustadt oder zukünftig eventuell Grödig… 

Es darf nicht vergessen werden, dass die ganze Liga unter der Schwäche der Grün-Weißen leidet. Vor allem in kleineren Stadien, wie jenen von WAC, Mattersburg, Admira oder Wiener Neustadt lösten Besuche des Rekordmeisters in guten Zeiten plötzlich regelrechte Völkerwanderungen aus. Frei nach dem Motto – „Gemma Rapid schauen“.

 

9. Die Vereinsführung

Rapid steht also vor einem massiven Umbruch, welcher mittlerweile unvermeidbar geworden ist. Selbst an oberster Stelle in der Hierarchie sollte man vor Personaländerungen nicht zurückschrecken. 

Präsident Edlinger ist sowieso angezählt seine Beliebtheitswerte in einer Skala von 1-10 im Minus-Bereich angesiedelt, „General-Manager“ Werner Kuhn muss sich vorwerfen lassen, seit Jahren keine großen Sponsoren mehr an Land gezogen zu haben. 

Bezeichnend auch, dass die Leute, die im Verein eigentlich das Sagen haben, nämlich die oben genannten, sowie der „Sportmanager Profis“, so die offizielle Bezeichnung, Stefan Ebner in der Öffentlichkeit so gut wie nie auftreten. Nach Niederlagen ist eben nichts leichter als den Trainer, der in Interviews nach Niederlagen fast schon eine Routine an den Tag legt wie in seinem 500.Bundesligaspiel, vor die Kameras zu schieben.

Der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken und so wäre wohl nötig, neue Leute einzusetzen, die dem Verein praxistauglicher, in der Wirtschaft angewandten Strukturen unterwerfen, um ein optimalen Verhältnis von Effizienz und Effektivität herzustellen.

Bei Rapid ist also Feuer am Dach. Man darf gespannt sein, wie die Verantwortlichen das Problem lösen wollen, um den Klub zurück an die Spitze zu bringen und in Zukunft auch international wieder eine größere Rolle spielen zu können. Denn ein Ausscheiden im eigenen Stadion gegen einen Regionalligisten kann den Ansprüchen des Vereins nicht gerecht werden. 

Vielleicht sollte man sich einfach mal mit der gesamten sportlichen und wirtschaftlichen Leitung des FC Basels oder von Borussia Dortmund an den Tisch setzen…

 

(Autor: jakpen / Co-Autor: thelex)

2 thoughts on “Großbaustelle Hütteldorf

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    17. April 2013 at 15:09
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    Wirklich ein super Artikel. Perfekt die Probleme zusammen gefasst. Man kann nur froh sein das die Fans friedlich geblieben sind sonst hätte der Herr Edlinger sich wieder rausreden können.

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    18. April 2013 at 20:27
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    Ein sehr guter Artikel! Gratulation! Es muss Veränderungen im Vorstand (Kuhn ersetzen) geben, wenn man voranschreiten möchte.

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